Affiliate World Asia – Bericht von der Affiliate Konferenz vom 7. bis 9.12.15 in Bangkok / Thailand

Affiliate World Asia – Bericht von der Affiliate Konferenz vom 7. bis 9.12.15 in Bangkok / Thailand

In einer Bierlaune entstand vor einigen Monaten die Idee bei Hugh Hancock zu einer globalen Affiliate Konferenz, die an verschiedenen Städten weltweit stattfinden soll (jeweils mit dem Kontinentnamen am Ende). So traf sich das „Who is who“ der Global Player von erfolgreichen Affiliates, globalen Netzwerken, Google, Facebook und vielen interessierten Besuchern im Zentrum der thailändischen Hauptstadt. Der Standort war optimal gewählt – im topmodernen Kongresszentrum neben dem großen Einkaufszentrum Central World in direkter Nachbarschaft zu Hotels, Restaurants und Vergnügungszentren.

Thailändische Kultur trifft auf Affiliates

Das Rahmenprogramm bestand aus Tischfußball, Nackenmassagen, regionalen Snacks, Besprechungszonen und einem sehr freundlichem Serviceteam.

Rund 1500 Teilnehmer waren angemeldet. Sie kamen aus aller Welt, von Amerika über Europa, Australien bis hin zu asiatischen Besuchern aus Arabien, Indien, China und Südostasien. Der hohe Preis von rund $500 hat wohl die einheimischen Thailänder eher von einer Teilnahme abgehalten. Zudem hat Thailand im Bereich Affiliate Marketing noch einen Nachholbedarf. Das liegt vor allem daran, dass Onlinekäufe geringer sind, da die zahlreichen modernen Einkaufszentren eher Erlebniswelten entsprechen, in denen man nicht nur zum Einkaufen geht.

In den einzelnen Wortbeiträgen auf der Bühne ging es vorrangig um globales Affiliate Marketing, das sich in den einzelnen Ländern kaum unterscheidet. Asien spielte speziell nur bei bestimmten Themen in Zusammenhang mit anderen Märkten eine Rolle. Die Konferenzsprache war Englisch.

03 Massage

Hugh Hancock – Motivation hat ein Gesicht

Den Anfang machte am Montag Hugh Hancock, der vor allem mit Internetfilmen bekannt wurde. Er ist der geborene Entertainer. Wie ein abgedrehter Comedystar riss er Gags und kuriose Minen, so dass er das Publikum sofort im Griff hatte und motivierte. Er gab konkrete Tipps, wie man Wartezeiten zum Videoladen mit Werbung so überbrückt, dass der Zuschauer nicht sofort wegklickt.

Wie u.a. seine Einschätzung zu einzelnen Branchen wie z.B. Dating ist, hat er in seiner Rede zusammengefasst, die hier abrufbar ist: http://www.caurmen.com/awa15

Ryan Holiday – Growth Hacking ist der neue Boom

Bei der Rede merkte man die kulturellen Unterschiede zwischen US-Amerikanern und dem Rest der Welt besonders gut. Auch er redete mit Leidenschaft und nach der Rede hatte man den Eindruck, die ganze Welt liege einem vor den Füssen und man müsse sie nur aufheben.

Seine Haupttätigkeit liegt darin, die täglichen Zeitungsberichte zu lesen und darüber zu bloggen.

Der Schwerpunkt seines Beitrags lag in der Vorstellung von Growth Hacking. Diese Methode lockt neue Nutzer an, ohne dass sie merken, dass es eigentlich Werbung ist. User sollen spüren, dass sie selbst das wollen, wofür sie sich gerade neu anmelden, bzw. von Freunden dafürt begeistert werden. Als bestes Beispiel gilt Dropbox, die 500 MB zusätzlichen Space anbieten – für den Werber und Angeworbenen. So hat Dropbox ein rasantes Wachstum erreicht. Auch Facebook („Like me-Button“) und Youtube (Einbindung der Videos auf andere Plattformen) sind klassische Beispiele für diese Methode.

Auf seiner Website gibt Ryan Holiday weitere Tipps: http://learn.ryanholiday.net/

Mobvista – der asiatische Markt wird von zwei Ländern beherrscht

Auch die Diamond Sponsoren durften auf die Bühne. Krasser konnte der Gegensatz zu den ersten beiden Rednern nicht sein, als Wei Duan Mobvista vorstellte. Das Unternehmen ist auf mobilen Content und Games spezialisiert. Er gab Einblicke in die Statistiken mit Schwerpunkt Asien, z.B. für das Spiel „Clash of Kings“. Indien und China beherrschen die Szenerie.

Insgesamt steigen die Zahlen der mobilen Endgeräte in Asien erheblich an. So haben Kampagnen aus Amerika große Chancen, sich in Asien zu etablieren.

Mobvista

Der Marktplatz

Mittags wurde der Markt vor dem großen Saal eröffnet. 127 Unternehmen standen mit ihren Flächen dicht an dicht und wurden von 500 bis 1000 Affiliates überflutet. Abgesehen vom Platz waren die Gespräche so laut, dass es kaum möglich war, sinnvolle Unterhaltungen zu führen. Aber es gab genug Material zum Mitnehmen und man bekam einen Gesamtüberblick über globale Netzwerke und Anbietern von Spezialdiensten wie Tele Marketing, Live Operator Messaging oder Werbeübersetzungen in andere Sprachen. Die Herkunftsländer der Anbieter verteilten sich etwa so wie die der Besucher und Redner. Die großen bekannten Namen aus Deutschland waren jedoch nicht vertreten, dafür aber z.B. Trafficpartner, Crobo und Glispa.

Tim Tetra – Banner müssen Emotionen wecken

In Deutschland hat jüngst der Edeka-Werbespot mit dem Opa heftige Diskussionen ausgelöst. Weltweit gesehen sind solche emotionellen Werbespots aber schon lange üblich, vor allem auch in Asien. Tim Tetra von Tetra Communications erklärte, warum Werbebanner Emotionen wecken sollten.

Das alleine reicht aber nicht. Der User sollte erkennen, was er überhaupt erwerben kann. Das Beispielfoto ist zwar originell und emotional, doch der Kunde rätselt, ob es Werbung für Mohrrüben ist und er überlegt sich zweimal, ob er überhaupt Möhren in dieser Form kaufen möchte. So sollte also kein Werbebanner aussehen.

Ein weiterer Tipp kam in einer späteren Präsentation zur Sprache:
Frauenbilder lassen die Conversion Rate um 108% ansteigen.

Panel A – Werbebanner sind weiterhin die Nr. 1

Nach den Einzelreden folgten am Nachmittag Gesprächsrunden mit einem Moderator und vier Experten zum Thema. Im ersten Panel ging es um Werbemittel auf mobilen Geräten. Interessanterweise sind Banner immer noch die beliebteste Werbeart, die zu 70-80% eingesetzt wird. Auch Popups werden immer noch gerne eingesetzt, wobei es hier zu heftigen Diskussionen zwischen den Panel-Teilnehmern kam. Eric Dyck von Go2mobi hält diese Art des Interruptings für sehr kundenunfreundlich.

Als Beispiel nannte er folgenden Vergleich: ein Mann sucht eine blonde Frau. Er bekommt dann eine brünette Frau, die sich am Ende als Mann entpuppt. Als zunehmenden Trend für die nächste Zeit werden Werbe-Videos angesehen.

PANEL B – „Fuck you“

Sie sind die Stars des Affiliate Marketings: Charles Ngo, Christina Szekeres, Daniel Gorin und Lorenzo Green. Zusammen sprachen die über die großen Kampagnen im kommenden Jahr.
Christina sieht weiterhin Facebook als wichtigen Werbekanal an.

Charles Ngo sieht große Chancen in der Globalisierung, indem regionale Projekte in andere Länder exportiert werden.

Ein Schwerpunkt der Gesprächsrunde waren Adblocker. Auf die Frage, was er von ihnen halte, antwortete Daniel Gorin spontan laut: „Fuck you“. Affiliates müssen wohl an Alternativen denken, wenn immer mehr Menschen Adblocker nutzen, indem sich z.B. User regstrieren müssen, um die Website werbefrei zu sehen. Dafür erhalten sie diese später dann direkt per Newsletter. Jedoch wurde die Gefahr auch nicht so hoch eingeschätzt, da Big Player Google auch betroffen ist und Lösungen finden wird.

Der erste Tag endete mit kleineren Meeting, in denen Sponsoren Getränke ausgaben und über mobiles Networking und Socia Networking diskutierten.

Charles Ngo – die Lichtgestalt

Der zweite Tag begann mit einer halben Stunde verspätet, da die meisten Teilnehmer wohl sichtlich zu lange gefeiert hatten. Charles Ngo weckte das Auditorium mit seinem motivierenden Auftritt jedoch auf. Er ist eine Art Internet Marketing Guru, der bereits sehr hohe Einnahmen generiert hat und sein Wissen in Online-Schulungen auch weitergibt. In seiner Rede ist er auf die wichtigsten Tipps eingegangen. Hierzu zählen vor allem Nischen.

Sinnvoll ist es, seine Projekte weltweit in verschiedenen Sprachen zu veröffentlichen. Für die Übersetzung sollten Affiliates professionelle Hilfen aus den entsprechenden Ländern suchen, die die Sprache verstehen und die Landeskultur kennt. Dabei sollte man an Spezialfälle wie Schweiz, Singapur oder Südafrika denken, in denen es eine große Sprachenvielfalt gibt.

Wichtig ist seiner Ansicht auch die Standort des Servers des Werbemittelauslieferers. Sonst ist der User schneller von der Seite als der Banner erscheint. Die Standorte von Amazon sind hier eine positive Ausnahme.

Affiliates sollten auf die richtige Zielgruppe achten, um die Klickrate und Conversation Rate zu erhöhen.

Charles empfiehlt, identische Werbemittel von verschiedenen Netzwerken zu testen. Oftmals ergeben sich daraus erstaunliche Erkenntnisse. Nützlich für Werbung sind Facebook-Kommentare von Usern, um seine Website oder das Produkt freiwillig zu promoten. Aber auch Fremdwerbung ist nicht schädlich, wenn man diese dann mit einer besseren Leistung anschließend nochmal überbietet.

Eine weitere wichtige Anregung von ihm ist, dass Neulinge im Affiliate Marketing zunächst Ideen von anderen ruhig „kopieren“ sollen, aber später eigene Projekte entwickeln sollten. Neben den rein technischen Tipps wurden in der Rede auch die persönliche Zeitplanung angesprochen. Als Beispiel wurde genannt: jeden Montag eine neue Landingpage anlegen und alle 2 Tage 5 Banner hinzufügen, so dass man zu einer gewissen Routine kommt.

Und neben dem ganzen Wachstum sollte man auch daran denken, dass man noch ein Leben mit Freunden und der Familie führt.

Seinen Vortrag hat Charles Ngo auf dieser Seite zum Downlad (nach einer kostenlosen Registrierung) zur Verfügung gestellt: http://www.charlesngo.com/awaslides

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Gerard Adams – eine Rede ersetzt ein Studium

Gerard Adams ist einer der Gründer der sozialen Nachrichten-Plattform für Gesellschaftsthemen namens Elite Daily. Er berichtet, wie er zur Idee kam und das Portal 2012 aufgebaut hatte. In den ersten beiden Jahren wurde ein Gewinn von $400.000 generiert. 41 Millionen monatliche Leser übertrafen alle Erwartungen. Nur 3 Jahre nach Gründung wurde die Plattform für rund $50 Mio. Von Daily Mail aufgekauft.

Wie man solch eine Erfolgsgeschichte erreicht und ob und wann ein Verkauf des eigenen Projekts sinnvoll ist wurde von dem gerade einmal 24jährigen Gerard angesprochen. In einem Facebook-Kommentar der Konferenz-Gruppe schreibt jemand, dass er in 12 Jahren Schulzeit und 6 Jahren Universität nicht so viel gelernt habe wie in dieser Stunde mit der Rede und einem späteren Panel zum Thema.

Jumbleberry – die Bankenkrise als Warnung ansehen

Mit Jumbleberry war ein weiterer Diamond Sponsor auf der Bühne zu sehen. Das neunsprachige Partnernetzwerk aus Kanada ist 2009 gegründet worden, hat derzeit 2500 Merchants im Portfolio und ist in 27 Ländern aktiv.

Einer der Gründer Steve Jukes gab ein paar Fakten von Seiten der Netzwerke preis. So sei auch 2015 erneut wieder das beste Affiliate Marketing Jahr gewesen – es geht also stetig bergauf. Dennoch sollten Affiliates die Bankenkrise als Warnung ansehen. Auch bei Banken glaubte man, es gäbe kein Ende des Wachstums. Doch vor einem Bankrott ist man nur geschützt, wenn man die Risiken kennt und einige Grundlagen beachtet, z.B. das Zusammenarbeiten mit Gleichgesinnten und das Teilen von Ideen.

 

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Zu möglichen Gefahren zählt Steve Jukes Adblocking, geschlossene Plattformen (die keine Werbung erlauben oder nur eingeschränkt), veränderte Kundenpräferenzen, Regulation von Regierungen und Deceptive Marketing (auf deutsch unter Etikettenschwindel bekannt), bei denen einzelne Bad Boys ein schlechtes Licht auf die gesamte Branche werfen könnten.

David Resnick – Google Adwords ist weiterhin eine wichtige Werbeplattform

David Resnick von Google Singapur gab in seiner mit bekannten Spielfilmmotiven unterlegten Präsentation Tipps, wie Werbetexte in Google Adwords aussehen sollten und wie man auf Platz 1 in der linken und rechten Seite einer Google-Suchergebnisseite gelangt. Als Beispiel hat er „Flights to Thailand“ ausgewählt.

PANEL C – Philippinen ist das neue Indien

Am Nachmittag des zweiten Konferenztages konnte eine sehr lebhafte Gesprächsrunde zum Thema Outsourcing und virtuelle Assistanten begeistern.

Die erfolgreichsten Affiliates lagern Programmierung, Contenterstellung, Design u.ä. an externe Mitarbeiter aus. Hierbei sollte das Preis-Leistungsverhältnis stimmen. Philippinen gilt in der Branche derzeit als das optimale Land zum Finden geeigneter Dienstleister und hat Indien abgelöst. Die Bewohner sprechen sehr gutes englisch, sind hochmotiviert, lernen schnell und selbstständig und die Kosten sind gering.

Weitere Länder für geeignetes Outsourcing sind Vietnam, Marokko, Guatemala und Benin – mit Abstrichen auch Bangladesh. Aber auch die osteuropäischen Länder (insbesondere Rumänien und die Ukraine) wurden von den Panel-Teilnehmern als mögliche Variante gelobt.

Aus der Gruppe stach Martin Eyking absolut heraus. Der Holländer ist Gründer von New Media Services und arbeitet gerne mit Menschen aus Dritte-Welt-Ländern zusammen. Auf eine trockene humorvolle Art nimmt er kein Blatt vor den Mund. Auf die Frage, wie man sich davor schützen könne, dass externe Mitarbeiter Kapital oder Ideen stehlen, antwortete Martin, dass er erstmal Menschen grundsätzlich vertrauen würde. Man bräuchte keine Überwachungskameras. Ein Büro sei kein Gefängnis. Er habe bereits Tausende für sich arbeiten lassen und erst zwei von ihnen hätten ihn betrogen. Der Anteil sei also minimal. Warum soll er dafür eine Menge Geld für Schutzmaßnahmen ausgeben?

Er empfiehlt dringend, die Kultur der externen Mitarbeiter zu verstehen. Als Beispiel gab er an, dass Philippinen immer „Yes Sir“ zu ihm sagten. Er meinte, sie können ihn ruhig beim Vornamen nennen und das „Sir“ weglassen. Die Antwort: „Yes Sir“. Es sei sinnvoll, bei einem größeren Team einen Teamleader aus dem jeweiligen Land zu finden, der die regionalen Eigenheiten kennt. Ein detaillierter Auftragskatalog sei nutzlos. Lieber gibt man ein Ziel vor und das Team vor Ort entscheidet selbst, wie und wann etwas erledigt wird, welche Software dafür eingesetzt wird und wie man sich selbst dafür schult.

Aber nicht alle im Panel sahen die Führungsaufgabe so locker wie der Niederländer.

PANEL D – Nichts geht über Facebook

Die vierte Diskussionsrunde bestand u.a. aus zwei Mitarbeitern von Facebook. Von daher war es kein großes Wunder, dass das soziale Netzwerk als Maß aller Dinge im Bereich der Cutting Edge Technologien gilt. Aber auch von neutralen Affiliates wurde diese Sichtweise bestätigt. Instagram und Twitter seien ebenfalls gute moderne Werbeflächen, aber hinken Facebook im Ranking hinterher. Und verwundert war man, dass ausgerechnet Google+ bislang keine Werbung möglich sei.

Aber Affiliates müssten auch bei Facebook vorsichtig sein. Nicht jede Form von Werbung sei erlaubt. Es gäbe viele Grauzonen, die man derzeit noch gut nutzen könne.

PANEL E – Think big

Das letzte Panel lehnte sich an den Vortrag von Gerard Adams an: wie lässt man sein Unternehmen anwachsen, um es profitabel zu verkaufen? Die Antworten kann man kurz und knapp zusammen fassen mit: „Think big but be patient“.

Zum Tagesabschluß standen alle Sprecher noch einmal für Fragen zur Verfügung. Und die Getränke wurden heute von Anbietern für Mixed Traffic und App Installationen in Diskussionsrunden im kleineren Kreis gesponsert.

Frauen im Affiliate Marketing

Eine Zwischenbemerkung meinerseits: auf der Konferenz fiel auf, dass der Frauenanteil bei allen Teilnehmern wohl im einstelligen Prozentanteil lag.

Immer wieder fordern Frauenverbände Gleichberechtigung, gleiche Chancen, gleiche Bezahlung, bessere Arbeitszeiten, gute Aufstiegsmöglichkeiten… Das alles finden Frauen als Affiliate vor. Sie können sogar ihre eigenen Lieblingsthemen bedienen. Warum nutzen also so wenige Frauen diese Chance?

Es gab eine Persönlichkeit vor Ort, die eine Ausnahme bildet: Christina Szekeres. Sie kommt nicht nur so einfach in den Raum hinein – nein, sie erscheint. Entsprechend wurde sie ständig umlagert. Sie hat mit reinen Facebook-Kampagnen mittlerweile ein großes Designer-Team aufgebaut, um für den Verkauf von T-Shirts hohe Provisionen zu erzielen. Sie könnte für viele Frauen ein Vorbild sein, um all die oben genannten Ziele zu erreichen.

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Umzug ins Interconti

Der letzte Tag der Konferenz fand im benachbarten Intercontinental Hotel statt, das weihnachtlich geschmückt war. Die bisherige Theorie der Reden und Panels sollte in die Praxis umgesetzt werden.

AMC LIVE – die Psychologie macht den Unterschied

Im Mittelpunkt der 3 Stunden stand Teespring. Das Unternehmen produziert weltweit individuelle T-Shirts. Affiliates erstellen hierbei optimalerweise eigene Designs und Sprüche. David Savory, Gründer von AMC, und Christina Szekeres führten vorrangig durch den Workshop.

In einzelnen Schritten wurde erklärt, wie Affiliates optimalerweise das Design erstellen und wie sie die Shirts dann auf Facebook bewerben. Ein guter Weg sei es, erfolgreiche T-Shirt-Sprüche aus den USA in andere Sprachen zu übersetzen. Jedoch sollte man kulturelle Unterschiede beachten. Oftmals verstehen z.B. Asiaten den Humor von Amerikanern oder Europäern nicht und umgekehrt. Daher wurde empfohlen, Personen aus den jeweiligen Ländern zu finden, die sich Texte ausdenken und das Design anpassen.

Teespring bietet Tools an, um Bilder optimal zu präsentieren. Z.B. können eigene Designs auf den Körpern von Models eingeblendet werden.

Nicht erlaubt sei die Nutzung von fremden Marken oder Designs. Z.B. sei die Bezeichnung „STAR WARS“ illegal. Um die Zielgruppe trotzdem anzusprechen, müsse man kreativ sein und z.B. den erlaubten Spruch „die Macht erwacht“ nutzen.

Facebook-Werbung sollte einen Textanteil von 20% nicht übersteigen – das Bild ist relevant. Humor zieht zwar starke Aufmerksamkeit auf die Werbefläche. Aber es hat sich herausgestellt, dass Humor wenig Sales bringt.

 

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Dass Facebook eine gute Werbeplattform ist, hat sich mittlerweile wohl herumgesprochen. Denn die Klickkosten steigen enorm. Umso wichtiger sei es, die Conversion Rate anzuheben und die richtige Kampagne zu finden. Um Fehler zu vermeiden, sollten neue Werbeideen mit kleinem Budget angetestet werden. Auf dem Screen erschienen etliche Werbebotschaften, die zu einem Negativergebnis führten. Oftmals weiß man nicht, warum User bei diesem Bild das Produkt kaufen, bei einem anderen nicht. Hier sind Psychologen gefragt.

Eine Testreihe der letzten Monate mit mehreren T-Shirts-Designs wurde im Detail vorgestellt. Nach einigen fehllaufenden Kampagnen musste der Affiliate ein Minus von rund $1500 verzeichen. Dann wurde ein Design von den Käufern akzeptiert. In wengen Tagen konnten $6000 Provisionen erzielt werden. Der Einsatz an Klickkosten auf Facebook betrug $2000, wodurch ein Gewinn von $4000 herauskam. Abzüglich der Verluste der ersten Tests verbleibt ein Plus von $2500.

Für die Festlegung des Budgets der Facebook-Werbung gibt es 2 Faustregeln:

Budget > CPC Bid x 10
Budget > CPM Bid x 2

Für Facebook-Neulinge wurde dann noch erklärt, wie das Cost per Click-Bietsystem funktioniert, wo man sein Budget einstellt und wie man die richtige Zielgruppe findet. Da Facebook-Nutzer eigenständig freiwillig mitteilen, welche Gruppen, Themen, Unternehmen etc. sie mittels eines Likes präferieren, ist die Zuordnung optimal.

Go2mobi – der Wahnsinn des Black Fridays

In einem kleinen nachträglichen Beitrag gab das Unternehmen Go2mobi ein paar statistische Details zu Klickkosten auf verschiedenen Plattformen bekannt. Der diesjährige Black Friday hat auf Facebook den Vogel abgeschossen. Der höchste Klickpreis im Überbieten für eine Werbung lag bei rund $1200. Leider wurde nicht gesagt, für welches Produkt oder Dienstleistung geworben wurde – oder ich habe es nicht mitbekommen.

GMAT FORUM – Asien nutzen

Am Nachmittag des dritten Tages fand noch ein Forum statt. Hier ging es um regionale Besonderheiten in Asien, um internationale Werbekampagnen kulturell bearbeitet auch in China, Indien, Thailand, Singapur, Malaysia, Saudi-Arabien usw. erfolgreich zum Laufen zu bringen.

22-Partywäsche

THE AFTERPARTY – die Show nach Drehbuch

Zu solch einer Veranstaltung gehört auch eine gigantische Abschlußparty. Es wurde ein großes Geheimnis daraus gemacht. Alles sei top secret. Ein großer Hollywood-Regisseur würde etwas darbieten, was die Welt noch nicht gesehen habe. Man würde vor lauter Staunen nur noch mit offenen Mund herumlaufen. Es sei laut Zeitplan, ein „Unforgettable Experience“.

Ein kleiner Tipp von mir:
etwas weniger protzen würde die Meßlatte der Erwartung nicht auf eine unermeßliche Höhe schrauben.

Die Party fand im Pub- und Disco-Bezirk von Bangkok statt, der eher von Einheimischen und kaum von Touristen frequentiert wird.

Das große Geheimnis sollte der Weg zur Tanzfläche sein. Dieser wurde vom Regisseur erstellt: etwas Horror, etwas Verwirrung, kuriose Gestalten auf dem Weg und viel Spaß. Zunächst musste man durch einen Schaumteppich an Waschfrauen vorbei und landete in einer Baustelle. Wenn man denkt, man sei hier doch total falsch, zeigen einem die „Bauarbeiter“ den Weg. Man muß an einem Ladyboy vorbei, mitten durch die Damentoilette, durch düstere Höhlen mit Tigergeräuschen (der sich am Ende als kleiner Holztiger entpuppt), durch ein Seidenlabyrinth krabbeln, um am Ende im Partyraum zu landen. Hier wurde eine Mischung aus House-Thaimusik und Latinorhythmen gespielt und Thai“damen“ tanzten in Vogelkostümen dazu. Die Drinks und kleine Snacks gab es bis zu einem bestimmten Zeitpunkt gratis.

Fazit: Gelungen!

Es wird wohl noch eine Zeit dauern, den ganzen Input der drei Tage zu verarbeiten. Viele Informationen waren aus meiner Sicht sicherlich nicht neu. Aber es gab dennoch eine Menge Insider-Infos, wie Affiliate-Werbung noch er folgreicher werden kann.

Die großen Themen waren Facebook, Growth Hacking, Expandierung in ander Länder, Nischen und Verkauf erfolgreicher Projekte.

Neben dem Mangel an Frauen war auch das Fehlen japanischer Affiliates auffällig. Ähnlich wie in Thailand scheint auch in dem wirtschaftlich hochentwickelten Land Affiliate Marketing noch im Anfangsstadium zu liegen. Abgesehen von China gibt es ohnehin relativ wenige Partnernetzwerke. Auf der Konferenz konnte man spüren, dass vor allem amerikanische Netzwerke diese Chance nutzen, um selbst den gigantischen potentiellen Markt zu besetzen. Das geht jedoch nur mit asiatischen Subpartnern.

Daher wurde auch eine innovative Idee angesprochen. Es gibt eine Person in Europa oder den USA und eine Person in Asien. Jeder kennt sich in seiner Region aus. Daraus könnten dann Kooperationen entstehen, um Produkte im gegenseitigen Bereich zu verkaufen oder Werbung zu betreiben. Die generierte Provision würde dann geteilt werden. Solch globale Zusammenarbeit wird von einigen Fachleuten als neuer großer Trend angesehen.

Da auf der Konferenz auch eine Liste der Teilnehmer ausgetauscht wurde, haben diese es nun leicht, direkte Kontakte zu finden. Alleine hierfür haben sich die Ticketgebühren gelohnt.

Insgesamt war es eine hervorragende Konferenz mit einer erstklassigen Location un faszinierenden Sprechern, die nahezu alle als Lichtgestalten des Affiliate Marketings anzusehen sind. Auffällig war, dass nur freundliche und gut gelaunte Affiliates vor Ort waren. Diese Wesenszüge scheinen ein besonderes Merkmal des Berufsstandes zu sein.

Die nächste Affiliate World Europe findet übrigens im Sommer 2016 in Berlin statt.


Autor: Frank Schulze, Affiliate

 

 

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