Fact Check vs. Fake News – kämpfen Google und Co. gegen Windmühlen?

Fact Check vs. Fake News – kämpfen Google und Co. gegen Windmühlen?

Der Internet-Riese Google will zukünftig stärker gegen Falschmeldungen vorgehen und hat mit dem „Fact Check“ einen ersten Schritt in diese Richtung gewagt. Der Fact Check richtet sich in erster Linie an Nutzer der klassischen Google Suche sowie der Google News.Ziel der neuen Funktion ist es, Suchergebnisse und Meldungen auf ihren Gehalt an Fakten hin zu überprüfen. Wir beantworten Dir die wichtigsten Fragen in diesem Artikel:

Welche Maßstäbe sind Grundlage für die Überprüfung?

Die Überprüfung erfolgt nach folgenden Maßstäben:

  • Überprüfte Behauptungen
  • Quelle der Behauptungen
  • Name des Publishers, der den Faktencheck durchgeführt hat
  • Zusammenfassung des Faktenchecks durch den Publisher

Was bringt Dir der Faktencheck?

Wurde eine News bereits gecheckt, erhält sie das Label „Fact Check“. Anhand der Einstufung kannst Du den Wahrheitsgrad relativ leicht erkennen. So werden Meldungen mit entsprechenden Belegen als „wahr“ deklariert, während vage Behauptungen „teilweise wahr“ und offenkundig erfundene News als „falsch“ markiert werden.

Google Fact Check

Um die Überprüfung der Internet-Beiträge, die unter anderem bei Google gelistet werden, kümmert sich ein dezentrales Team, an dem bereits 115 Organisationen beteiligt sind.

Organisationen

Wie kann Google der Fülle an News Herr werden?

Dieses Vorhaben erscheint, in Anbetracht der riesigen Datenmengen an ständig neuen News und Kommentaren, relativ illusorisch. Sogenannte „Fake News“ mit empirischen Verfahren zu widerlegen, dauert prinzipiell länger als sich etwas auf die Schnelle auszudenken. Diesen Wettlauf kann Google demnach gar nicht gewinnen.

Übersicht Aktive Fact Checkers

Ist der Fact Check also im Grunde nur ein Kampf gegen Windmühlen?

Google muss sich auf das Wesentliche konzentrieren und zielgerichtet gegen einzelne Beiträge vorgehen, die aufgrund ihrer Reichweite bereits im Gespräch sind. Bestehen Behauptungen den Faktencheck nicht, kann ein weiteres Teilen solcher Meldungen durch ein „Fake News Label“ eingedämmt oder sogar ganz unterbunden werden.

Dank der wachsenden Anzahl an Fact Checking Websites und Organisationen ist die Voraussetzung für einen differenzierten Umgang mit Nachrichten im Netz gegeben. Entsprechende Software, die Copy Content entlarvt und Zahlen automatisch durch Suchmaschineneinträge überprüfen kann, ist dabei ebenfalls notwendig. Außerdem pocht Google weiterhin auf die Mithilfe der User, die alle Arten von Verstößen melden sollen.

Doch wer bestimmt eigentlich, was falsch ist?

Der Begriff Fake News ist in der Vergangenheit immer wieder im Zusammenhang mit Google, Twitter und anderen Diensten gefallen und regelrecht zu einem „Disclaimer“ geworden.

Im juristischen Sinne handelt es sich bereits um eine Falschaussage, wenn Dinge mutwillig verschwiegen werden, um den Verfahrensausgang aktiv zu verändern. Schreibt man im Netz hingegen einen Beitrag, der sich auf keine Studien stützt oder bewusst andere Quellen ausblendet, handelt es sich noch nicht um eine Falschmeldung, sondern lediglich um eine einseitige Meinung.

Erfindet man jedoch bewusst Dinge hinzu, für die es keine Belege gibt oder verändert Statistiken nach eigenen Belieben, muss man sich den Vorwurf der Fake News wohl oder übel gefallen lassen.

Fake News erkennen

Was bedeuten Fake News für Unternehmen wie Google, Facebook und Twitter?

Neben einem Imageschaden durch einzelne Nutzer, die bewusst Falschmeldungen streuen, gibt es mittlerweile sogenannte „Troll-Agenturen“, die diese Art der Falschmeldungen im großen Stil für politische und kommerzielle Zwecke nutzen.

Diese sind den Unternehmen ein Dorn im Auge, denn neben der kostenlosen Reichweite im Netz, bereichern sich solche Agenturen auch durch Gewinnausschüttungen, die sie für Klicks oder eingeblendete Werbung erhalten.

Fazit

Anstatt den Falschmeldungen kampflos das Feld zu überlassen, heißt es gegensteuern. In diesem Zusammenhang erscheint Google’s Fact Check als eine sinnvolle Maßnahme, um Fake News herauszufiltern und bei den Nutzern wieder ein Bewusstsein für Nachrichten zu schaffen sowie Beiträge im Netz grundsätzlich zu hinterfragen.

Categories: Tech

Über den Autor

Philip

Philip

Philip schreibt seit Oktober 2016 für die Affiliate Deals Online Redaktion und kennt sich als Germanist mit Schwerpunkt Medien und SEO Autor besonders gut mit der Themenrecherche und der Erstellung von (Online-)Texten aus.

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