Google ändert Steuerungsmöglichkeiten für Display-Kampagnen

Google ändert Steuerungsmöglichkeiten für Display-Kampagnen

Google gab jüngst über seine Hilfeseite bekannt, dass das sie ab September 2018 die Targeting- und Ausschlusskontrollen für Anzeigen im Google Display-Netzwerk auf Mobilgeräten und damit auch das Kampagnen-Management vereinfachen werden. Dies kann jedoch auch negative Folgen mit sich bringen.

Der Launch der Änderungen für Display-Kampagnen soll in erster Linie eine Hilfestellung und Vereinfachung sein. Ziel sei es laut Google, es den Werbetreibenden einfacher zu machen und “die zunehmende Anzahl mobiler Nutzer zu erreichen”. Doch das impliziert ein Zusammenlegen, der bis dato noch getrennt voneinander aussteuerbaren Inventarbereiche Mobiles Web und InApp. Vielen Werbetreibenden bereitet das schon jetzt Kopfschmerzen.

Für wen diese Änderungen negativ sind

Die meisten Werbetreibenden haben das App-Inventar bislang absichtlich vernachlässigt beziehungsweise komplett aus ihren Kampagnen ausgeschlossen. Der Grund: Die Conversion Rates für InApp-Placements sind nachweislich schlechter als die des mobilen Webs. Solche InApp-Placements lohnen sich nur, wenn die Cost-per-Clicks gering sind. Googles “Vereinfachung” macht dem Ganzen nun einen gehörigen Strich durch die Rechnung.

Durch das Zusammenlegen von mobilem Web und InApp, droht Werbetreibenden nun ein massiver Steuerungs- und Kontrollverlust über Kampagnen und vor allem über die Kampagnen-Performance. Bisher gab es in den Einstellungen die Möglichkeit, InApp-Placements auszuschließen. Diese entfällt mit dem Launch der Änderungen im September. Laut Google gebe es dann nur noch die Möglichkeit, einzelne App-Kategorien auszuschließen.

Der Konzernriese verspricht: “„Je nach Ihren derzeitigen Einstellungen kann die Anzahl der Zugriffe über mobile Apps oder Websites stark ansteigen, wenn diese Änderungen wirksam werden“. Was auf den ersten Blick nach etwas Gutem klingt, kann sich jedoch schnell ins Gegenteil verwandeln, denn: Wer InApp-Platzierungen in einer Display-Kampagne bisher ausgeschlossen habe, könne nun mit einem Anstieg seines Traffics, um bis zu 100 Prozent oder mehr rechnen, berichtet Onlinemarketing.de. Die Plattform ermahnt Werbetreibende, “besonderes Augenmerk auf die Kampagnenentwicklung legen und ggf. Tagesbudgets begrenzen”, da ein enormer Traffic-Anstieg auch ungeahnte Kosten mit sich bringen kann.

Was man jetzt tun kann

Werbetreibende, die nach den neuen Änderungen bestimmte App-Kategorien aus ihren Kampagnen ausschließen möchten, können bereits jetzt vorsorgen. Obgleich noch nicht sicher ist, dass auch wirklich alle App-Kategorien enthalten sind, gibt es über verschiedene Einstellungen die Möglichkeit, zumindest so viele InApp-Placements wie möglich auszuschalten. Das funktioniert über den Navigationspunkt Placements und den Reiter Ausschlüsse. Dort muss man auf den Hinzufügen-Button klicken und „Placement-Ausschluss hinzufügen“ wählen. Nun findet man eine Liste der App-Kategorien, welche allesamt einzeln ausgewählt werden können. Wichtig ist, auch die Drop-Down Listen zu beachten. Diese sollten ausgeklappt werden, denn auch hier verstecken sich weitere Kategorien, die einzeln angeklickt werden müssen.

Fazit

Googles “Vereinfachung” scheint (zumindest aktuell) eher eine Behinderung zu sein. Dies gilt insbesondere für kleine und mittelständische Werbetreibende. Darüber hinaus bietet Google über seine Marketingplattform Advertisern weiterhin eine komplette Steuerungsmöglichkeit der Display-Kampagnen. Kostenpflichtig natürlich. Inwieweit das mit der neuen Änderung einhergeht, muss sich wohl jeder selbst beantworten.

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Über den Autor

Lena Rymkiewitsch

Lena Rymkiewitsch

Lena studiert Cross-Media in Hamburg und schreibt seit 2018 für die Affiliate Deals Online Redaktion. Schon früh hegte sie großes Interesse an journalistischen Tätigkeiten. Hierbei begeistert sie sich vor allem für alle Themen rund ums Online-Marketing. Außerdem gehören Sport, Kinobesuche und gutes Essen zu Lenas Leidenschaften.

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