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Chatbots auf dem Vormarsch – Was sie können, und wo Ihr sie findet


Von Affiliate Deals | 11.Juli 2016

Künstliche Intelligenz ist auf dem Vormarsch. Facebook und Google haben vor kurzer Zeit Ressourcen und Infrastruktur für Entwickler freigegeben, sodass jeder der möchte, selbst einen Bot entwickeln kann. Der Clou: Dabei kann er auf die Technologie der großen Konzerne zurückgreifen. Damit steigt die Zahl sogenannter Chat-Bots aktuell stark.

Chatbots sind mäßig intelligente Programme, die mit dem Nutzer auf unterschiedlichen Plattformen kommunizieren können. Zu finden sind sie auf Facebooks Messenger, aber auch auf Telegram, Slack, Kik und sogar bei Skype (zumindest im Ausland). Bisher sind die Bots vor allem unterhaltsam oder auch nervig, weil sie in der Regel ziemlich dumm sind und nur auf genaue Befehle reagieren.

Facebook und Google öffnen ihre Systeme natürlich nicht zum Selbstzweck: Mit neuen Konzepten verbessern alle Bot-Ersteller die jeweilige KI, die hinter den Systemen steckt und die gehört den Konzernen. Maßgeblich zu beobachten ist diese künstliche Intelligenz in den Assistenten die Google und Co. bereitstellen: Now, Siri, Cortana und M.

Von uns gibt es heute ein kurzes Statusupdate, denn es existieren schon eine Handvoll Bots, die durchaus hilfreich sind.

LazySet

Alle Spotifynutzer dürfen sich freuen: LazySet erstellt Playlisten auf Basis von Nutzereingaben. Ihr gebt dem Bot ein paar Namen von Bands, die Ihr gut findet und die Maschine baut Euch eine Liste auf dieser Basis zusammen. Neue, aber ähnliche Musik garantiert!

lazyset-chatbot-musik© neu.studio

Poncho the Weather Cat

Die Katze ist in der Lage stundengenaue Wettervorhersagen zu machen und auf Fragen zu antworten. Wenn Ihr beispielsweise wissen wollt, ob Ihr heute eine Sonnenbrille oder einen Regenschirm braucht – Poncho weiß es.

poncho-the-weather-cat-chatbot© poncho.is

And Chill

Dieser Bot gibt Filmempfehlungen auf Basis von Stimmungen oder Genres die Ihr ihm schreibt. Da über die Empfehlungen noch ein menschliches Team wacht und weltweit viele Menschen dieses Programm nutzen wollen, kommt es zu sehr langen Wartezeiten. 5-7 Stunden dauert es in der Regel, bis man loslegen kann. Bisher hat And Chill mir zwei sehr spannende Filme vorgeschlagen und einmal komplett versagt.

and-chill-chatbot© andchill.io

Zu finden sind sie übrigens alle über den Messenger. Einfach den Namen eingeben und anschreiben. Optional geht Ihr über die gleichnamige Facebook-Fanpage. Wollt ihr ein paar mehr Bots ausprobieren, lohnt sich der Kik-Messenger. Er wird in der Regel zu Anonymitätszwecken eingesetzt. Jeder kann einen Account anlegen und unerkannt chatten. Kik hat seit Kurzem auch einen eigenen Bot-Bereich.

Space Adventure

Werdet der jüngste Captain eines Raumschiffes, den es jemals gab und erforscht eine fremde Galaxie hinter einem Wurmloch mithilfe von Textkommentaren. Der Bot bietet bislang noch nicht wirklich viel Spieltiefe, aber für ein paar kurze Kommandos zwischendurch ist er allemal spaßig.

space-adventure-chatbot© Super Affiliate Network

Mitsuku

“Echte” Chatbots sind aber noch selten im Netz. Das sind Maschinen, mit denen Ihr schreiben könnt, wie mit einem menschlichen Gesprächspartner. Microsoft hat das unlängst versucht und ist grandios gescheitert. Tay war eine selbstlernende KI und wurde durch die Internetnutzer so umerzogen, dass sie rassistische Dinge von sich gab. Nach einem zweiten, ebenfalls erfolglosen Versuch, hat Microsoft das Projekt beerdigt.

Wer gerne die Zukunft ausprobieren möchte, der chattet mit Mitsuku. Das Programm kann sogar ein wenig Deutsch und ist der aktuell am weitesten entwickelte frei zugängliche Chatbot im Netz. Ich empfehle, im Kik-Messenger mit Mitsuku zu chatten, die Intelligenz wirkt dort (warum auch immer) deutlich fortgeschrittener.

mitsuku-chatbot© pandorabots.com

Eine umfangreiche Übersicht über die unterschiedlichen Bots bietet die Seite Botlist. Dort werden die Programme nach Messenger-Plattformen geordnet und mit kurzen Beschreibungen versehen.

Fazit

Bleibt festzuhalten: Die internationalen Entwickler spielen und testen die neuen KI-Funktionen und erfinden die unterschiedlichsten Chatbots. Das ist für uns bisher nur leidlich hilfreich, aber um es mit Mitsukus Worten auf die Anmerkung “Du kannst nicht transferieren” zu antworten: What is not possible today, may be possible tomorrow.