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Das kostet Dich die Selbständigkeit im Affiliate Marketing


Von Affiliate Deals | 21.November 2016

Selbständigkeit klingt für viele Menschen wie ein echter Traum: für sich selbst verantwortlich und der eigene Chef sein. Gerade im Bereich Affiliate Marketing und im E-Commerce kann dieser Wunsch schnell in Erfüllung gehen – sofern Du ein festgelegtes Ziel hast und entschlossen bist, kontinuierlich am eigenen Projekt zu arbeiten.

Doch bei all der anfänglichen Euphorie, solltest Du die Kalkulation der Kosten, welche in der Selbständigkeit anfallen, nicht vernachlässigen. Denn nur, wenn die Einnahmen die Ausgaben übersteigen, kann eine Selbständigkeit von dauerhaftem Erfolg gekrönt sein. Aus diesem Grunde solltest Du Dir vor dem endgültigen Schritt in die Selbständigkeit folgende Punkte gründlich vor Augen führen und einen umfassenden Kostenplan aufstellen.

Warum die Kosten-Kalkulation so wichtig ist

Wenn Du selbständig sein möchtest, kannst Du Dich nicht darauf verlassen, dass jeden Monat das gleiche Gehalt auf Deinem Konto eingeht. Du musst Dein Business also so aufstellen, dass es in der Lage ist, alle anfallenden Kosten zu decken.

Aus diesem Grunde starten viele Menschen im Bereich E-Commerce und Affiliate Marketing Ihr Business zunächst neben dem eigentlichen Job und arbeiten sich langsam in profitable Bereiche vor. Denn hier greift die Sicherheit des kommenden Gehalts. Ohne dieses bist Du praktisch von Anfang an verpflichtet, alle laufenden Kosten nur über Deine Selbstständigkeit zu decken. Vor allem in der zeitintensiven Anfangsphase ein oftmals utopisches Unterfangen.

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Die umfassende Kostenaufstellung ist ein Teil des Businessplans, welchen Du Dir in jedem Fall erstellen solltest, wenn das Projekt nicht dauerhaft nur Hobby bleiben soll. Je gründlicher und umfassender Du diese durchführst, umso genauer weißt Du, wie hoch Dein Umsatz und Dein Gewinn sein sollten, um zumindest alle laufenden Zahlungen sicher abzudecken.

Private Kosten

Der Schritt in die Selbständigkeit entbindet Dich nicht von den Ausgaben im Alltag. Auch wenn diese bisher problemlos mit Deinem Einkommen abgedeckt werden konnten, musst Du nun für die notwendigen Einnahmen sorgen, um Deinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Haus und Wohnung

Egal ob Du eine Wohnung anmietest oder ein Haus oder eine Wohnung besitzt, jeden Monat fallen Kosten an, welche pünktlich bezahlt werden müssen. Nicht nur Miete oder Kreditrate sind fällig, sondern auch die Gebühren für GEZ, Müll, Energie, Wasser und Heizung. Schlüssele Dir am besten alle Haupt- und Nebenkosten gründlich auf, um einen optimalen Überblick zu erhalten.

Auto und Mobilität

Für viele Menschen ist das Auto unverzichtbar. Vor allem Familien können kaum darauf verzichten, daher kannst Du hier eher schlecht Einsparungen vornehmen. Beachte, dass nicht nur die Kosten für Benzin, Versicherung und Steuern erfasst werden, sondern auch Putzmittel, Autoreinigung, neue Reifen, kleinere und größere Reparaturen und die fälligen Hauptuntersuchungen und Wartungsintervalle anstehen.

Je nach vorhandenen Möglichkeiten, sind öffentliche Verkehrsmittel natürlich eine gute Alternative – das senkt die Kosten um einiges.

Kinder

Wenn Du bereits Kinder hast, weißt Du um die Kosten, die auf Dich zukommen. Das Kindergeld ist in der Regel bei weitem nicht ausreichend. Denke an Dinge wie Schulbedarf, Ausflüge, Geschenke, Taschengeld & Co. Auch hier kann sich schnell eine nicht unerhebliche Summe ergeben.

Weitere Kosten

  • Lebensmittel
  • Bekleidung
  • Körperpflege
  • Freizeitbeschäftigung
  • Haltung von Tieren
  • Geschenke
Tipp: um diese Dinge mit einzuberechnen ist es enorm hilfreich, wenn Du die Kontoauszüge der letzten Monate durchgehst. So erhältst Du einen groben Überblick über die durchschnittlichen Zahlungen, welche Du auf den Monat umlegen kannst.

Berufliche Kosten

Neben all den privaten Ausgaben, welche Monat für Monat fällig werden, stehen auch für das eigene Business einige Abgaben an. Die Höhe und Art hängt dabei maßgeblich von der Art des Unternehmens ab. Während die Betriebsausgaben im Bereich Affiliate Marketing recht niedrig erscheinen, kannst Du bei einem eigenen E-Commerce bereits bei den Lagerkosten mit deutlich höheren Sprüngen rechnen. Ein Überblick:

Affiliate-Marketing

Grundsätzlich ist das Affiliate-Marketing mit recht geringen Kosten verbunden. Doch diese können mit steigendem Erfolg durchaus wachsen und sollten dementsprechend immer im Auge behalten werden. Nicht alle Kosten-Faktoren müssen auf Dich zutreffen. Wenn Du beispielsweise von Zuhause aus arbeitest, können Kosten für das Büro und die Büroeinrichtung natürlich wegfallen. Dennoch solltest Du die Kosten separat aufführen, da Du einen solchen Heim-Arbeitsplatz gegebenenfalls steuerlich geltend machen kannst.

Büro und Ausstattung

Ein eigenes Büro für die Arbeit ist Gold wert. Du kannst Dich ganz auf Deine Aufgaben konzentrieren und musst nicht mit Ablenkungen rechnen, wie das im Homeoffice der Fall sein kann. Doch ein Büro veranschlagt nicht nur Miete, sondern auch Kosten für Reinigung, Strom und Nebenkosten. Dazu kommen die Ausgaben für die Einrichtung und Ausstattung.

Technik

Um erfolgreich arbeiten zu können, benötigst Du einen leistungsfähigen Computer. Auch mobiles Arbeiten ist im Online Business beinahe unerlässlich. Die Anschaffungs- und Wartungskosten für einen Desktop-PC und einen Laptop solltest Du dementsprechend beide einkalkulieren. Vereinfacht kannst Du mit einer Neuanschaffung alle drei Jahre rechnen, welche Dir darüber hinaus steuerliche Vorteile bietet.

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Neben den Kosten für Webspace oder eigenen Server musst Du natürlich auch die Kosten für Deine Web-Adressen mit einrechnen. Dies sind laufende Kosten, welche gerade für das Affiliate-Geschäft von essentieller Wichtigkeit sind. Ohne gut erreichbare Webseiten mit schneller Anbindung wirst Du keinen Erfolg haben. Hier zu sparen kann sich extrem negativ auf Deine Einnahmen auswirken. Daneben ist die Anschaffung von passender Software und Tools für die Auswertung von Kampagnen zu empfehlen.

Werbemaßnahmen

Um Deine Webseite(n) erfolgreicher zu machen, sind Werbeanzeigen, Geschäftsreisen, Messe-Auftritte und ähnliche Posten nötig. Je umfangreicher Deine Projekte werden, umso mehr Geld kannst und solltest Du in Werbemaßnahmen investieren. Um Dir einen Kundenstamm aufzubauen und geschäftliche Beziehungen zu pflegen, sind Goodies eine hervorragende Möglichkeit. Hier kannst Du beispielsweise jedes Jahr Weihnachtsgeschenke verschicken und diese mit Deiner Marke branden.

Einkommenssteuer

Deine Einnahmen in der Selbständigkeit stellen noch nicht Deinen Gewinn dar. Denn der Staat verlangt von Dir die Einkommenssteuer auf zu versteuernde Einnahmen. Die Höhe der Steuer hängt – dank des progressiven Steuersatzes – von der Höhe Deiner Umsätze ab. Je mehr Du im Online Marketing verdienst, umso größer wird der Anteil an Abgaben. Der Steuersatz liegt zwischen 14 und 42 Prozent.

Umsatzsteuer

19% der Einnahmen, die Du von Kunden erhältst, werden an das Finanzamt abgetreten. Auch Du selbst musst für Produkte und Dienstleistungen, die Du in Anspruch nimmst, Vorsteuer zahlen. Diese schuldet Dir wiederum das Finanzamt.

Gewerbesteuer

Verdienst Du mit der eigenen Webseite Geld, indem Du Werbung verkaufst oder Affiliate-Links setzt, musst Du Dein Unternehmen als Gewerbe anmelden. Die Gewerbesteuer wird von Gemeinden und Kommunen erhoben und hängt somit vom Standort ab. Sie wird auf die Summe, die über dem Freibetrag (aktuell: 24.500 Euro) liegt, erhoben.

Achtung: Freiberufler müssen keine Gewerbesteuer zahlen, jedoch gibt es hier viele Einschränkungen, sodass man als Affiliate Marketer mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht als Freiberufler eingestuft wird.

Weitere Kosten

Je nach Art Deiner Selbständigkeit können noch weitere Ausgaben auf Dich zukommen. Wenn Du Waren verkaufst und diese zwischenlagern musst, ist eine entsprechende Lagerfläche zu suchen und zu unterhalten. Größere Unternehmen benötigen oftmals auch Mitarbeiter. Diese laufenden Posten solltest Du mit einberechnen.

Bleibt nun, nach allen kalkulierten Ausgaben noch etwas von Deinen Einnahmen übrig, stehen die Chancen nicht schlecht, dass Du mit Deinem Business-Modell auf Dauer erfolgreich sein wirst.

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