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Filehosting-Dienst Dropbox im Praxistest


Von Philip | 28.Februar 2017

Mit Dropbox kam bereits 2010 ein Online-Speicher für Windows, Linux und Mac auf den Markt. Eine Kompatibilität zu Linux machte diesen Cloud-Anbieter anfangs interessant für User, die von der Konkurrenz bisher im Regen stehen gelassen wurden.

Auch in Bezug auf die Speichergröße sowie die Benutzeroberfläche verfügt Dropbox über manche Eigenheiten. Welche das im Einzelnen sind, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

Die Anmeldung

Bei Dropbox könnt Ihr Euch einfach kostenlos registrieren, wie es inzwischen bei den meisten Cloud-Diensten üblich ist. Die erste Besonderheit fällt einem aber schon jetzt ins Auge: Ihr könnt entweder einen neuen Account erstellen oder Dropbox mit Eurem Google-Account verbinden.

Dropbox Anmeldung

Das ist überraschend, da Google mit „Google Drive“ bekanntlich eine eigene Cloud anbietet und Dropbox nicht zur „Alphabet-Inc.“ gehört.

Ihr könnt die Cloud einfach im Browser ausführen. Die Betreiber von Dropbox empfehlen aber, die dazugehörige Anwendung auf dem PC oder einem mobilen Gerät zu installieren. Hierfür wird mindestens Windows Vista oder ein aktuelles Betriebssystem benötigt. Bei den mobilen Geräten wird sowohl iOS als auch Android unterstützt.

Dropbox als integrierten Datenspeicher nutzen

Um Dropbox wie „Microsoft OneDrive“ als Datenträger unter Windows 10 zu nutzen, müsst Ihr, wie oben beschrieben, zuerst die Dropbox-App herunterladen und ausführen.

Jetzt erscheint im Windows-Explorer ein neues Speichergerät, das schon ab Werk mit dem Laufwerksnamen „Dropbox“ gekennzeichnet ist. Es ist auch am Logo zu erkennen, welches aussieht wie ein Karton.

Dropbox Drag and Drop

Ihr könnt nun Dateien per Drag & Drop von Eurem Computer auf den Online-Speicher verschieben oder den Speicherpfad von Programmen direkt auf die Dropbox einstellen. Für diesen Vorgang müsst Ihr natürlich mit dem Internet verbunden und bei Dropbox eingeloggt sein.

Mit einem Rechtsklick könnt Ihr einzelne Dateien im Online-Archiv von Dropbox anschauen. Dort stehen Euch verschiedene Funktionen zur Verfügung.

Dropbox-Datenträger online ansehen

Freigaben einrichten und kostenloses Speichervolumen

Mit Dropbox könnt Ihr online Dateien für andere freigeben. Dafür erstellt Ihr einen Link zum File oder erteilt Nutzern Zugriffsrechte für bestimmte Dateien.

Dropbox Dateien freigeben

Der kostenlose Speicherplatz bei Dropbox ist klein, aber nicht begrenzt: Als registrierter Nutzer stehen einem zunächst einmal 2 GB kostenlos zur Verfügung. Das ist für heutige Verhältnisse mehr schlecht als recht, jedoch kann man den Speicher nachträglich erweitern.

Kostenlose Speichererweiterung: Für jede erfolgreiche Empfehlung von Dropbox erhält man 500 MB zusätzlichen Speicher. Maximal kann man damit 16 GB kostenlosen Speicherplatz bekommen. Das ist sicherlich ein innovatives Konzept, das in der Praxis jedoch nicht unbedingt dem normalen Nutzungsverhalten entspricht.

Im Vergleich: Bei Microsoft und Apple bekommt Ihr jeweils 5 GB ohne große Anstrengungen umsonst, bei Google sind es sogar 15 GB Speicher.

Erste Anwendung der Dropbox

Einige Pop-Up-Fenster führen Euch durch die Bedienung. Die Bedienoberfläche ist minimalistisch gehalten und wird durch vereinzelt auftauchende „Doodles“ etwas aufgelockert.

Dropbox Doodle

Auf der Dropbox-Startseite findet Ihr alle Funktionen, die hierarchisch untereinander geordnet sind. Hierzu zählen die typischen Cloud-Dienste wie die Freigabeoptionen und die Übersicht der auf der Cloud befindlichen Dateien, aber auch verschiedene Möglichkeiten zur Textverarbeitung oder Sichtung von Fotos.

Praktischerweise beginnt das Menü mit den aktuellsten Dateien. Hier findet sich zu Beginn ein kleiner Leitfaden zum Umgang mit Dropbox.

Das nächste Fenster bittet Euch dann, Euren ersten Text mit dem kleinen Online-Office von Dropbox zu schreiben. Über den Menüpunkt „Paper“ gelangt Ihr direkt dort hin.

Auch in puncto Vorlagen ist Dropbox übersichtlicher als die Konkurrenz:

Dropbox Paper

Ihr findet dort vier verschiedene Beispielprojekte, die von gewöhnlichen Notizen bis zur fertigen Webseite reichen und einen Eindruck vermitteln sollen, wie vielseitig Ihr den Text-Editor von Dropbox einsetzen könnt.

Oben rechts gelangt Ihr über den Reiter „create new doc“ zum ersten eigenen Entwurf. Hier fügt Ihr zuallererst einen Namen für das Dokument ein. Im Dokument lässt sich mit wenigen Klicks auch eine Tabelle erstellen, wobei die Zeilen- und Spaltenanzahl jeweils manuell durch ein Klicken auf das Plus-Zeichen erfolgen muss.

Dropbox Table

Geringer Umfang, gute Bedienbarkeit

Die Benutzung von Dropbox und den Online-Funktionen ist klar fürs Tablet und Smartphone optimiert. Die Vielfalt ist hier begrenzt, jedoch hat man sich schon etwas bei den einzelnen Bausteinen gedacht.

Für eine bessere Übersichtlichkeit könnt Ihr Aufzählungen mit Gedankenstrichen einfügen oder nummerierte Listen sowie eine interaktive Task List, bei der Ihr die Stichpunkte einzeln abhaken könnt.

Wie bereits erwähnt, lässt sich der Editor aber auch dazu nutzen, um Bilder, Links oder HTML-Quellcode in ein Dokument einzubinden. Die Oberfläche ähnelt damit Content Management Systemen wie WordPress oder Blogger.

Es fällt auf, dass dadurch die Bedienung besonders für Anfänger erleichtert wird. Mit einem vollwertigen Office-Paket von Microsoft kann „Dropbox Paper“ allerdings nicht mithalten.

Unter dem Symbol „…“ könnt Ihr die Texte dann am Schluss herunterladen oder ausdrucken.

Dropbox Funktionen für Paper

Dropbox mit Microsoft Office nutzen

Wer bereits über eine Office-Version von Microsoft verfügt, kann diese auch mit Dropbox verbinden. Man öffnet einfach ein Dokument in Microsoft Word und stellt Dropbox im Speicherpfad als Ziel ein.

Dann erscheint im Windows-Explorer rechts ein blaues Pin-Symbol zum Anheften. Klickt Ihr darauf, ist Dropbox als Speicherort für diese Datei angeheftet. Mit einem erneutem Klick ist die Verbindung aufgehoben. Hierfür eignen sich die Vollversionen Microsoft Office 2010, 2013 und 2016.

Auch mit mobilen Geräten könnt Ihr Word-Dokumente, PowerPoint-Präsentationen und Excel-Tabellen öffnen, die sich in der Dropbox befinden.

Hierfür müssen aber die jeweiligen mobilen Office-Apps auf Eurem Android- oder iOS-Gerät installiert sein. Die Apps sind kostenlos, jedoch im Funktionsumfang abgespeckt und enthalten deshalb sogenannte in-App-Käufe für Erweiterungen.

Dropbox als MP3-Player verwenden

Mit Apps wie beispielsweise „Droptunes“ lassen sich Audiodateien, die Ihr in Eurer Dropbox deponiert habt, online streamen. Es handelt sich hierbei um eine Anwendung eines Drittanbieters. Die Dateien werden über Flash bzw. HTML5 im Browser wiedergegeben.

Die kostenlosen Features von Dropbox sind auf jeden Fall interessant und gut präsentiert.

Doch was bringt das kostenpflichtige Upgrade bei Dropbox? Die beiden Premium-Tarife im Überblick:

Dropbox Pro: Dropbox Pro kostet in Deutschland 9,99 Euro pro Monat. Bei einer Buchung für ein Jahr wird ein Rabatt von zwei Monaten gewährt. Es kostet dann 99,00 Euro im Jahr. Dateien können im Intervall von 30 Tagen wiederhergestellt werden.

Für zusätzlich 39,00 Euro wird das Feature „erweiterter Versionsverlauf“ für ein Jahr freigeschaltet. Ihr habt dann unbegrenzten Zugriff auf verschiedene Dateiversionen und gelöschte Elemente, ohne dass dies zusätzlichen Speicher beansprucht.

Man kann dieses Feature mit dem „Savegame“ bei einem Computerspiel vergleichen, welches alle Speicherpunkte in einer Datei zusammenfasst. Manche Cloud-Dienste bieten diese Funktion bei den Premium-Tarifen allerdings auch kostenlos an.

Dropbox Business: Beim Business-Modell geht Dropbox neue Wege und berechnet individuell einen Tarif. Dieser richtet sich nach der Größe und Art der Organisation. So erhalten Bildungseinrichtungen beispielweise einen Preisnachlass.

Wie sicher ist Dropbox heute?

Dropbox hat in seinem Hilfecenter mehr als ein Dutzend Rubriken zum Thema Sicherheit veröffentlicht. Hier erfahrt Ihr alle wichtigen Infos zum richtigen Umgang mit dem Online-Speicher und wie Ihr Malware und Passwort-Betrügern am besten aus dem Weg geht.

Dropbox Sicherheit

Dropbox nutzt für den Passwortschutz derzeit einen erweiterten Algorithmus über die sogenannte „256-Bit-AES-Verschlüsselung.“ Diese Methode gilt bisher als sicher. In der Vergangenheit fiel das Unternehmen jedoch mit fahrlässigen Sicherheitsmaßnahmen auf.

So gab es 2011 temporäre Sicherheitslücken, die es Hackern ermöglichten, kurzzeitig auf die Daten zahlreicher Nutzer zuzugreifen und Schadsoftware hochzuladen.

Die Sicherheitslücken konnten nach relativ kurzer Zeit wieder geschlossen werden. Doch da der Fehler ausnahmslos bei den Betreibern von Dropbox lag und nicht bei den Anwendern, hat dies das Vertrauen mancher Nutzer in Cloud-Dienste nachhaltig erschüttert.

Pro

  • Die Oberfläche ist selbsterklärend und somit auch für Computerneulinge gut geeignet
  • Mit Paper geht Dropbox eigene Wege in Sachen Textgestaltung und Brainstorming
  • Mit etwas Eigeninitiative lässt sich die Cloud mit anderen Apps zusammen nutzen

Kontra

  • 2 GB kostenloser Speicher sind relativ wenig
  • Speicherupgrades durch Anwerben von Kunden sind aufwendig
  • Im Vergleich zur Konkurrenz fehlen umfangreiche Office-Funktionen

Fazit

Dropbox ist zwar eigentlich ein alter Hase unter den kostenlosen Online-Speichern, aber fällt im Praxistest dann und wann trotzdem aus dem Rahmen.

Denn heutige Ansprüche an eine Cloud sind in erster Linie ein großer Speicher sowie eine ausgefeilte Sicherheitspolitik für die Daten, die man hochlädt.

In der Sicherheitsfrage haben die Betreiber von Dropbox aus ihren Fehlern gelernt und bieten mit dem Business-Tarif zudem einen Cloud-Speicher für individuelle Ansprüche an. Daher ist Dropbox unterm Strich nicht zu verachten.

Über den Autor: Philip
philipp

Philip schreibt seit Oktober 2016 für die Affiliate Deals Online Redaktion und kennt sich als Germanist mit Schwerpunkt Medien und SEO Autor besonders gut mit der Themenrecherche und der Erstellung von (Online-)Texten aus.

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