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Roboterjournalisten: Die neuen Blogger von morgen?


Von Affiliate Deals | 29.Dezember 2015

“Dieser Text wurde durch einen Algorithmus verfasst”. Wenn Du diesen Satz am Ende eines Textes lesen solltest, dann kannst Du sichergehen, dass der Text vor Dir von einem Roboter verfasst wurde. Es mag verrückt klingen, aber viele Stimmen sagen, dass Roboter die neuen Journalisten von morgen sind. Wo sie derzeit eingesetzt werden und was sie alles können, erfahrt Ihr im Beitrag.

Roboter als Nachrichtenquelle

Sie benötigen Zahlen, Daten und Fakten, um daraus eine Meldung zu verfassen. Die Verarbeitung und Umsetzung von großen Datenmengen, auch “Big Data” genannt, ist das Tagesgeschäft von den Roboterjournalisten. Von Spielberichten bis hin zu Finanzberichten: Die Roboter sind in der Lage in vielen Bereichen ihr journalistisches Können unter Beweis zu stellen.

Mittlerweile können die Roboter nicht nur Lückentexte füllen, sondern auch durch Vergleiche zu älteren oder anderen Datenbanken Schlussfolgerungen ziehen. Diese Transferleistung, wie Rechengeschwindigkeit und Skalierbarkeit zeichnen die neuartigen Texter aus. Das System dahinter wurde von Sprachwissenschaftlern und Programmierern entwickelt.

Den besten Volontär, den man haben kann

“Texte in Null Komma nichts”. Dies wird von den Entwicklern der schreibenden Roboter versprochen. Die Entwickler halten, was sie versprechen: 90 Millionen Texte pro Tag können von einem Roboter verfasst werden. Leser fanden die maschinell erstellten Texte zum Teil fairer, ausgewogener und glaubwürdiger. Es heißt: Der Roboter ist der beste Volontär, den man haben kann. Was man ihm einmal sagt, vergisst er niemals und er spricht zudem elf Sprachen.

Anhand eines YouTube Videos erklärt Dir explain-it Erklärvideos zusammenfassend anhand von sehr aufschlussreichen Veranschaulichungen, was sich hinter dem Roboterjournalismus genau verbirgt:

Kritik: Sind Journalisten gefährdet?

Roboter sollen also objektiver als Menschen schreiben. Dies belegt zumindest eine Studie der Universität in Schweden. Verwunderlich ist das nicht, denn Roboter haben keine Gefühle und verwenden keine Wertungen. Das ist im Journalismus nicht immer von Vorteil, so benötigt man bei einigen journalistischen Darstellungsformen die persönliche Note und Wertungen. Und nun?

“Maschine für den Journalismus” oder “Spielberichte aus dem Automaten”, auch kritische stimmen entgegnen den maschinell erstellten Journalisten von heute. Ob Journalisten gefährdet sind, ist eine berechtigte und immer häufiger gestellte Frage zum Thema. Dass die Roboter den Journalisten die Arbeitsplätze wegschnappen könnten, ist ein häufig geäußerter Zweifel seitens der Redaktionen und Journalisten.

Es gibt jedoch keinen Grund zur Sorge, denn auch Roboter haben ihre Grenzen.

Diese Grenzen liegen in dem Schreiben von verschiedenen Artikelarten. Einen Spielbericht oder eine Meldung von einem Roboter schreiben zu lassen, sollte noch kein Problem sein, wenn ihm die Redaktion die Daten, Zahlen und Fakten liefert. Menschen jedoch können Emotionen und Gefühle vermitteln, wogegen Roboter objektiv und komplett wertlos schreiben. Voraussetzung für einen guten Bericht ist, dass die Redaktion dem Roboter in Form von Datentabellen, zum Beispiel Excel, die entsprechenden Fakten liefert. Andernfalls ist das Schreiben nicht möglich.

Einen emotionalen Draht zum Leser erzeugen: Das ist menschliches Journalistenhandwerk und nicht das von Robotern. Einen stimmungsvollen Einstieg zu schreiben, Interviews führen und diese auszuwerten, sind Aufgaben, die nur von Menschen erledigt werden können. Ein weiterer Nachteil ist der Algorithmus, denn dieser bietet nur Routine und keine Überraschungen.

Auch beim Bloggen kann Dir der Roboter keine Konkurrenz machen, denn wie gesagt kann dieser weder komplexere Texte schreiben, noch meinungsorientierte Artikel, die bei einem Blog Hauptbestandteil sind. Eine Glosse, Reportage oder Feature zu schreiben, ist nämlich für einen Roboter eine Unmöglichkeit. Noch zumindest. Was die Weiterentwicklungen in der Zukunft bringen, weiß niemand.

Praxis: Der Roboter als Arbeitskollege

Diverse Redaktionen integrieren den Roboterjournalisten bereits in ihrem Team. Ein Beispiel ist die Radio Hamburg “FussiFreunde Show”. Hier verfasst der Roboter aus vorgegebenen Daten Vor-und Nachberichte für die FussiFreunde Homepage. Besonders im Sportjournalismus erweist sich das Geschäft mit dem Roboter als lukrativ.

roboterjournalisten-fussifreunde

Roboterjournalisten verfassen für die Fussifreunde Homepage Kurzmeldungen

Ein weiteres Beispiel ist die Homepage von Wirtschaftsnachrichten GmbH dpa AFX, die von Robotern Artikel schreiben lassen:

dpa-afx

Wenn Ihr Euer journalistisches Auge testen möchtet, könnt Ihr auf der NDR Homepage ein Quiz starten, in dem man erraten muss, ob der Text von einem Roboterjournalisten oder einem menschlichen Journalisten verfasst wurde.

Fazit

Roboter als Gefahr oder Ergänzung? Roboterjournalisten arbeiten zwar sehr effizient und schnell, jedoch sind sie für eine Redaktion derzeit ein “gutes, effizientes Zusatzprodukt”, das für Vorberichte oder kleinere Meldungen eingesetzt werden kann. Das Könnte der Redaktionen einen Teil der Routinearbeit ersparen. Das Übrige sollte man schließlich den Journalisten selbst überlassen, denn nicht umsonst haben sie diesen aufregenden Beruf gewählt. Also liebe Blogger und Texter: Keine Sorge, die Roboter werden Euch als ergänzende Aushilfskraft in der Redaktion nicht die Show stehlen!

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