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Neustart als Affiliate: So verdienst Du Deine ersten Provisionen!


Von Affiliate Deals | 04.März 2020

Was muss ich als Publisher beachten, wenn ich heute mit meiner eigenen Affiliate-Seite starte? Wie verdiene ich meine ersten Provisionen und was muss ich machen um mich von der Masse abzuheben?

In unserem letzten Artikel “SEO und Affiliate-Marketing - Passt das noch zusammen?” haben wir Experten aus dem SEO-Bereich gefragt, ob Affiliate Marketing und SEO überhaupt noch zusammenpassen und welche Trends auf Affiliates zukommen.

In diesem Artikel verraten Euch unsere Experten Ihre Tipps für einen Neustart, wie wichtig das richtige Thema ist und welche digitalen Trends, man heute berücksichtigen sollte.

Malte Landwehr

Malte Landwehr ist VP Product bei Searchmetrics. Mit über 10 Jahren Erfahrung im Online-Marketing kennt er alle Facetten des Search- und Content-Marketing und ist ein absoluter Experte auf diesem Gebiet.

Stephan Cordes

Stephan Cordes betreut seit mehr als 10 Jahren sehr erfolgreich den Online-Auftritt des Tarifcheck.de- und CHECK24-Partnerprogramms. Er ist Experte für Affiliate-Marketing und Umsatzmaximierung und Director des Online-Marketing-Teams.

Max Wenzel

Seit 2003 ist Maximilian Wenzel im Web unterwegs und berät mit seinem Unternehmen, complex economy GmbH, große und kleine Firmen. Er ist SEO-Experte aus Leidenschaft und hat auch für affiliate-deals.de bereits einige Artikel zu diesem Thema geschrieben.

Worauf musst Du zum Start besonders achten, damit Du Deine ersten Provisionen verdienst?

Malte Landwehr:

Ich würde mir die aktuellen Digital-Trends anschauen und überlegen wie ich sie für Affiliate-Marketing nutzen kann. Das sind für mich aktuell:

  • Passion Economy/Passion Commerce: Der Trend sich selbst zu monetarisieren und eine Audience aufzubauen.
  • NoCode/LowCode: Tools wie Webflow, AppSheet oder Kintone, die es ermöglichen komplexe Applikationen und Websites ohne Programmierkenntnisse zu bauen.
  • Video Commerce: In Asien ist es sehr populär Fashion-Artikel über Livestreams zu verkaufen.
  • Video-First Social Media Plattformen: Primär TikTok.

Wenn ich mir die Trends anschaue und auf ihre Affiliate-Marketing-Tauglichkeit untersuche, würde ich sagen, dass es aktuell in Europa eine gute Opportunity für Video-First Affiliate Marketing mit viel Automatisierung im Hintergrund gibt. Daher würde ich dort ansetzen.

Natürlich kann man auch ein Wordpress-Blog mit Amazon-Affiliate-Plugin aufsetzen. Aber ich war noch nie ein Fan davon in Märkten zu spielen wo man 10.000 Wettbewerber hat.

Stephan Cordes:

Überlege Dir im Vorfeld genau, welches Thema Deine Affiliate-Webseite haben soll: Welche Zielgruppe möchte ich ansprechen? Welche Produkte kann ich zu dem Thema bewerben? Wie hoch sind die Provisionen in dazu passenden Partnerprogrammen? Kann ich die Webseite dauerhaft mit neuem Content füllen und meinen Usern dadurch einen Mehrwert bieten? Suche Dir ein Thema, für das Du brennst. Es fällt Dir dann leichter, eine gut strukturierte Webseite zu erstellen, regelmäßig neue Trends zu recherchieren und informierte Beiträge zu verfassen.

Ich habe schon einige Starts miterlebt. Wer das Ziel hat, schnell reich zu werden, der wird vermutlich scheitern. Wer beständig bleibt, hat die Chance, sich langfristig ein lukratives Nebeneinkommen zu sichern – auch ohne viel Geld in das Projekt zu investieren. Mein Tipp: Bleibe am Ball! Rückschläge gehören dazu. Es dauert, bis sich Deine Webseite rentiert. Die ersten Wochen und Monate bestehen meist aus viel Arbeit ohne Einnahmen. Habe Geduld, bis Du das Vertrauen der User gewinnst, Deine Texte bei Google gut ranken und Du Deinen Erfolg mit relativ wenig Aufwand halten kannst.

Maximilian Wenzel:

Ich würde mir vor allem anschauen, wie langlebig das mögliche Thema ist bzw. ob ich es so aufbauen kann, damit ich nicht jeden Tag 100 News oder ähnliches produzieren muss, um für das Thema relevant zu sein. Gerade zum Start hat man selten die Ressourcen sich um unzählige Inhalte bzw. Formate kümmern zu können. (Mehr dazu findest du u.a. auch bei Karl Kratz)

Im Anschluss würde ich in Tools wie z.B. Keywordtool.io schauen, wie ich das ganze Thema gliedern würde bzw. was den Nutzer wirklich interessiert, bevor ich dafür Inhalte entwickle. Wenn der erste Inhalt entstanden ist und die ersten Besucher vorbei schauen, kümmere ich mich frühstens um die Monterisierung. Dafür nutze ich klassischer Weise (je nach Portalthema) ein Partnerprogramm von Amazon, OTTO, Google Adsense oder natürlich von Tarifcheck.

Aus meiner Erfahrung kann man bei konkreten Produktthemen auf der eigenen Seite auch diese Produkte gut verlinken. Baut man eher an Informationsthemen, lohnt sich oft eine noch genauere Betrachtung der jeweiligen Zielgruppe, die sich auf der Webseite aufhält. Grundsätzlich findet hier viel test and learn statt, welche Werbeformate gut laufen und welche vielleicht auch nicht bzw. auch welche Partner. Gerade zum Start ist vor allem weniger oft mehr und man sollte seine Webseite nicht gleich zukleistern mit Werbung. Zu Beginn einer neuen Webseite verwende ich auch eher bekannte/große Affiliatepartner, da diese meist die besseren Conversions aufweisen und man so schneller zu ersten Umsätzen kommt.

Bei der Wahl der Trafficquellen würde ich immer versuchen so breit wie möglich zu streuen. Neben Google liefern u.a. auch Bing, Pinterest oder auch die ein oder andere native Ads Plattform recht spannenden Traffic. Gerade bei Pinterest habe ich bisher kaum ein Thema gefunden, was nicht funktioniert und auch nachhaltig Traffic einbringt.

Welche Bereiche im Online-Marketing musst Du dabei besonders berücksichtigen?

Malte Landwehr:

Ich würde Plattformen wie Amazon, Shopify, Spotify, LinkedIn, Medium, Substack, Podia oder Udemy nicht unterschätzen. Teilweise können die internen Suchen – sowie die Top-Listen und manuellen Empfehlungen – enorme Reichweiten liefern.

Der Reichweiten-Killer schlechthin ist aktuell TikTok. Wer es schafft Video-Inhalte zu produzieren, die gut ankommen, kann ohne existierende Followerschaft schnell auf zehntausende von Views kommen.

Stephan Cordes:

Zeige Präsenz! Erkenne und nutze Social Media-Trends zur Bewerbung Deiner Angebote. Biete auf Deiner Webseite gut sichtbare Kontaktmöglichkeiten an und beantworte alle Anfragen zügig, freundlich und präzise. Nimm SEO ernst und informiere Dich darüber, wie Du optimale Webseiten-Rankings erwirken kannst. Lockere Deine Texte zum Beispiel mit Videos, Grafiken, Tabellen und strategisch platzierten CTA auf.

Mach Dich schlau! Zahlreiche, teils kostenlose Tools unterstützen Dich bei SEO, bei der Verwaltung Deiner Webseite und der Analyse Deiner Zielgruppe. Und die goldene Regel: Halte Dich an alle rechtlichen Vorgaben in den Bereichen Datenschutz, Content-Erstellung & Co.! Auf diese Weise schützt Du Dein Affiliate-Business, schaffst Qualität und verdienst Dir das Vertrauen Deiner User.

Fazit

Eine erste eigene Webseite heißt vor allem, sich vorab viele Gedanken zu machen und Recherche zu betreiben. Als Newbie im Affiliate-Marketing sollte man sich im ersten Schritt also darüber im Klaren sein, welches Thema die Webseite haben soll. Auch Zielgruppen, die Produkte die man bewerben kann und die Langlebigkeit des jeweiligen Themas sollten dabei nicht außer Acht gelassen werden.

Wichtig ist es, die neuesten digitalen Trends, wie z.B. die Videoplattform TikTok zu verfolgen und sich zu überlegen, wie man sie für die eigene Webseite nutzen kann. TikTok, Pinterest oder Amazon können enorme Reichweite liefern. Nimm SEO ernst und optimiere Deine Webseite, um Deine Google-Rankings zu verbessern. Auch wenn das alles etwas viel erscheint, können Dir zahlreiche (kostenlose) Tools dabei helfen eine erste Affiliate-Seite aufzusetzen.

Wir wünschen Dir viel Erfolg und Spaß mit der ersten eigenen Affiliate-Webseite.

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