Affiliate News

Spotify: Neue Nutzungsbedingungen


Von Affiliate Deals | 20.August 2015

Die Musik Streaming Plattform Spotify hat seine Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien überarbeitet. Diesen kann man bis zum 18.09.2015 zustimmen. Tut man dies nicht, wird einem die Nutzung von Spotify wahrscheinlich nicht mehr möglich sein. Was neu in den AGBs ist und was Ihr wissen solltet, bevor Ihr die neuen Bedingungen akzeptiert, haben wir für Euch einmal zusammengefasst.

Neue Spotify AGBs ab dem 18.09.2015

Zunächst einmal ist uns aufgefallen, dass die Firma von Berlin nach Stockholm (Schweden) umgezogen ist. In den neuen Nutzungsbedingungen ist nun festgelegt, dass die gesammelten persönlichen Daten auch an andere Unternehmen der Spotify-Gruppe weitergegeben werden, sogar wenn sich diese in anderen Ländern befinden. Auch an Dritte kann Spotify die Daten weitergeben, sofern dies nach geltendem Recht zulässig ist.

Welche Daten sammelt Spotify?

Als Musik-Dienstleister kann man sich vorstellen, dass Spotify die Musik-Präferenzen seiner Nutzer sammelt und speichert. Dies ist beispielsweise möglich durch die selbst erstellten Playlists und Angaben seiner Lieblingskünstler, den man folgen kann. Jedoch hat Spotify mit den neuen Datenschutzrichtlinien auch Zugriff auf diverse andere verknüpfte Daten.

1. Technische Daten

Je nachdem mit welchem Gerät man Spotify benutzt (Smartphone, PC oder Tablet), kann Spotify spezifische technische Merkmale wie z.B. die IP-Adresse, Geräte-ID, Browsertyp und dessen URL-Daten sowie die Cookies speichern. In den Cookies können beispielsweise Informationen über das persönliche Kaufverhalten gespeichert sein, sofern man im Internet einkauft.

2. Gespeicherte Daten auf dem Mobilgerät

Nutzt man Spotify auch auf dem Smartphone hat die Firma Zugriff auf diverse dort gespeicherte Daten. Dazu zählen unter anderem sehr persönliche Angaben wie Kontakte, Fotos und andere Mediendaten.

3. Standort- und Sensordaten

Nutzt man die GPS-Funktion auf seinem Smartphone kann Spotify die gespeicherten Standortdaten verwenden und weitergeben. Zu den Sensordaten zählen Informationen, wie die Geschwindigkeit Eurer Bewegungen. Also ob Ihr schnell lauft, joggt oder geht.

4. Zahlungsdaten

Hat man einen Spotify Premium Account, bezahlt man diesen entweder mit Kreditkarte oder PayPal. Die zugehörigen Daten speichert Spotify ebenfalls.

Wie verwendet Spotify diese Daten?

Spotify Datenschutz© Adobe.com - Bacho Foto

Spotify selbst verwendet die Daten laut AGBs auf verschiedenen Wegen. Uns ist besonders aufgefallen, dass sie zur Kommunikation mit den Nutzern verwendet wird. Unter Kommunikation fallen dabei Forschungszwecke (evtl. Marktanalysen und Entwicklung neuer Produkte) aber auch Werbezwecke in Form von E-Mails oder Nachrichten an die Mobilfunknummer, sofern man diese angegeben hat. Man kann sich also auch als Premium-Nutzer demnächst auf Werbung einstellen.

Weitergabe der Daten an Dritte

Durch die neuen Nutzungsbedingungen kann Spotify die persönlichen Daten an seine Werbepartner weitergeben. Die Werbepartner wiederum können die Informationen genau wie Spotify selbst verwenden, um maßgeschneiderte Werbeangebote an die individuellen Nutzer zu senden. Um welche Werbepartner es sich genau handelt, ist nicht gesagt.

Die Musik auf Spotify ist voll lizensiert und wird von Rechteinhabern, also Musiklabels wie beispielsweise Sony Music Entertainment oder Universal bereitgestellt. Spotify gibt die gesammelten Daten auch an diese Labels weiter.

Fazit

Mit den neuen Nutzungsbedingungen gibt man tiefgehende Daten Preis und erlaubt es Spotify diese vielfältig zu benutzen und an Dritte weiterzugeben. Besonders die Angaben, welche Spotify über Smartphones sammelt sind sehr persönlich. Gerade als Premium-Nutzer stellt sich die Frage wieso man überhaupt noch für den Dienst bezahlen sollte, wenn die persönlichen Daten letztlich zu Werbezwecken benutzt werden. Ob man den neuen Richtlinien zustimmt sei jedem selbst überlassen, jedoch sollte man diese nicht einfach abnicken, sondern sich vorher Gedanken machen.