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5 Tipps, wie Du Facebook für Dein Affiliate Marketing nutzen kannst


19.10.15 | Fakt ist! 77 Prozent aller deutschen Facebook-Nutzer haben das Bedürfnis, sich mit mindestens einem Unternehmen auf Facebook zu verbinden. Immerhin existierten – allein in Deutschland – bereits im Jahr 2014 387,2 Millionen Verbindungen zwischen Facebook-Usern und Unternehmen. Facebook als „alter Hase“ und Gigant unter den sozialen Netzwerken, zudem belegt mit einem überdurchschnittlich hohen Marktanteil von 83,57 Prozent, eignet sich schon längst nicht mehr nur für die private Kommunikation und das Vernetzen mit Freunden. Auch Thomas Hutter bestätigte das in einem Interview: „Facebook ist heute so breit aufgestellt, dass es schwierig wird, die Plattform zu überholen.“ Facebook-Nutzer wollen nah dran sein, an den Produkten und den Marken, die sie mögen. Sie wollen mehr erfahren, hinter die Kulissen schauen, sich informieren und sofort wissen, was new ist. Facebook ist Echtzeitkommunikation! Und was hält Dich noch davon ab, Facebook für Dein Affiliate Marketing zu nutzen? Dort präsent sein, wo alle Ihre Zeit verbringen! Nutze das Potential von Facebook Zunächst einmal braucht es die Erkenntnis, dass soziale Netzwerke, wie Facebook & Co. nicht mehr nur ein Trend sind, sondern schlicht und einfach existieren. Und wenn etwas einfach da ist, sich in die tägliche Kommunikation sowohl integriert als auch etabliert hat und darüber hinaus noch Reichweite verspricht – sei es organisch oder über Facebook Ads -, vergeben Unternehmen und auch Affiliates Chancen, auf sich aufmerksam zu machen und die eigene Bekanntheit zu steigern. Immerhin brach Facebook erst vor kurzem den eigenen Besucherrekord: Zum ersten Mal loggten sich auf Facebook mehr als eine Milliarde User an einem Tag ein. Was das bedeutet? Jeder siebte Erdenbürger war an diesem Tag online. Wir haben daher 5 Tipps für Dich, wie Dein Affiliate Marketing von Facebook profitieren kann. 1. Verschaffe Dir einen zusätzlichen Traffic Kanal und bau‘ Dir eine treue Facebook Fangemeinschaft auf Für Deine optimale Sichtbarkeit als Affiliate im Web 2.0 ist es unabdingbar, sich neben einem suchmaschinenoptimierten Internet-Auftritt eine breite Facebook Community aufzubauen. Mit einem geringen Budgetaufwand kannst Du Dir hier zusätzlichen Traffic generieren, der in dieser Weise zielgruppenrelevant auf Deine Website oder die Deines Merchants gelangt. 31 Prozent allen Referral Traffic werden mittlerweile über Social Media erzeugt. Um über Facebook eine sichere Traffic-Quelle aufzubauen, benötigst Du eine Community, die ungefragt Deine Inhalte regelmäßig teilt, liked oder kommentiert. Dabei geht es primär nicht um die Anzahl der Fans, sondern zunächst um eine begeisterungsfähige Basis, die bereit ist, mit Deinen Inhalten zu interagieren, um so für Dich eine immer höhere Reichweite zu erzielen. Was es hierfür braucht: Verständnis für Deine Zielgruppe Relevante und wertvolle Inhalte Kontinuität in der Verbreitung Dialogbereitschaft auf Augenhöhe Überzeugung und Vertrauen Insgesamt ist ein gut bespielter und gepflegter Facebook-Auftritt ein durchaus günstiges Werkzeug, den Traffic auf Deine Website zu lenken und zusätzlich Deine Reichweite zu steigern. Darüber hinaus unterstützt die Suchanfragen- und Traffic-Diversität einen ausgewogenen Marketing Mix, mit dem Du Dich nicht allein von Google abhängig machst. Denn wer „alles nur auf ein Pferd setzt“, geht ein hohes Risiko ein, im Falle eines neuen Google-Updates an Sichtbarkeit und Auffindbarkeit zu verlieren. Nachhaltiger ist es daher, von der Streuung Deines Traffic zu profitieren und mit einer Facebook Fanpage Sichtbarkeit aktiv zu erleben. 2. Versorge Deine Community kontinuierlich mit stets aktuellen Inhalten und biete ihr einen Mehrwert Bei der Bereitstellung von Inhalten auf Facebook kommt es grundsätzlich auf nur drei Faktoren an: Frequenz, Aktualität und Qualität. Für die optimale Frequenz der Facebook Postings gibt es keinen generellen Richtwert. Auch hierbei gilt wieder, der Facebook Community zuzuhören und herauszufinden, ab welchem Zeitpunkt sie sich optimal versorgt fühlt. Ferner sorgt auch ein gesunder Menschenverstand für die richtige Frequenz. Das bedeutet, dass relevante Inhalte nicht zurückgehalten, sondern vielmehr der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollten. Ein Redaktionsplan für Affiliates, der thematisch ausgewogen zwischen Sales Posts, Amüsement und Nutzen für den User wechselt sowie ideale Posting-Termine berücksichtigt, bietet in der Regel beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Facebook Redaktion. Hinzu kommt, dass Inhalte stets einen hohen Mehrwert aufweisen sollten, um auch im Facebook News Feed Deiner Fans aufzutauchen. Fragen danach, was einzelne Nutzer wollen, sind nicht mehr nur allein für Google ein wichtiges Kriterium, sondern auch der Facebook eigene Algorithmus rückt Qualität und Aktualität aus Sicht des Users immer mehr in den Mittelpunkt bei der Beitragsauswahl. Nach Relevanz gefilterte Inhalte gelangen dann so in den News Feed eines jedes Einzelnen. Ausschlaggebend bei der Erstellung von Inhalten ist dabei allerdings nicht immer Komplexität, sondern vielmehr der Mehrwert für Deine Community. 3. Schalte Facebook-Werbeanzeigen und profitiere von den genauen Targeting Möglichkeiten sowie den geringen Budgetkosten Wer den zeitintensiven Aufbau einer treuen Fangemeinschaft scheut, aber dennoch nicht auf eine hohe Reichweite verzichten will, sollte die vielfältigen Möglichkeiten von Facebook-Werbeanzeigen – Facebook Ads – testen. Fein justierbare Targeting-Möglichkeiten machen es auch bei kleinem Budgetaufwand recht leicht, seine Zielgruppen auch tatsächlich zu erreichen. So sind Zielgruppen unter anderem nach exakten Interessen, Lookalikes und vielen demographischen Merkmalen zu bestimmen. Im Gegensatz zu Google AdWords bietet Dir Facebook ferner aufgrund der deutlich geringeren Klickpreise (CPC) eine kostengünstigere Alternative. 4. Beteilige Dich in relevanten Communitys und bringe Dich in Diskussionen ein! Kommentiere, like, interagiere! Um Dir eine größere Reichweite zu verschaffen, Kontakte zu knüpfen oder Dir eine Reputation zu erarbeiten und so Deine Bekanntheit zu steigern, ist es sinnvoll, sich in einschlägigen Communitys und Diskussionen einzubringen oder auf themenrelevante Beiträge zu reagieren, die zu Deinem Business passen. Biete den Nutzern einen Mehrwert zu einem bestimmten Thema und beziehe in Deine Inhalte thematisch passende Links zu Deinen Partnern oder Deiner Website mit ein. Ist ein Beitrag mit einem Nutzen für den Leser ausgestattet, hat das vermehrte Reaktionen zur Folge, was wiederum eine erhöhte Aufmerksamkeit nach sich zieht. Ergebnis: Sichtbarkeit, Bekanntheit, Vertrauen, Reichweite. Achte allerdings stets darauf, dass Kommentare oder Posts nicht wie Spam wirken! Aber was sollte dagegen sprechen, auf die einzelnen Bedürfnisse der Nutzer einzugehen und ihnen nachhaltige Tipps und eine nützliche Hilfestellung bei der Produktauswahl zu geben? 5. Knüpfe Kontakte: Spüre Influencer auf und nutze deren Reichweite! Um bei Facebook von einer kostenlosen und hohen Reichweite zu profitieren, ist es notwendig, nachhaltige Kontakte zu knüpfen, die Dir dabei helfen können, Deine Inhalte zielgruppenrelevant zu verbreiten. Recherchiere Influencer auf Facebook, die einen Themenbezug zu Deinen Partnern und dessen Produkten aufweisen und darüber „sprechen“. Wie Du weiter vorgehen solltest: Folge relevanten Influencern und „höre“ ihren Gesprächen zu und behalte Reaktionen hierauf im Auge. Erzeuge Aufmerksamkeit und wecke Interesse: Überzeuge, indem Du mit den Inhalten von interessanten Influencern interagierst und Dich engagierst. Like, teile oder kommentiere. Überlege Dir, mit welchen einzigartigen Inhalten Du Influencer überzeugen willst und welcher Mehrwert sich für diesen ergibt. Nimm über Facebook persönlich Kontakt auf und pflege die Beziehung zu Deinen Influencern.

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AffiliatePeople - Die Community der Affiliate Branche


15.07.15 | Sucht Ihr nach einem Ort, an dem Ihr Euch mit anderen Affiliates, Merchants, Netzwerken oder Agenturen locker über die neuesten Branchenthemen austauschen könnt? Oder einfach mal Fragen nach den neuesten Trends, Meinungen und Tools stellen, oder persönliche Partnerschaften knüpfen könnt? Dann seid Ihr bei genau richtig! Seit 2007 existiert AffiliatePeople, die Community im Netz, in der sich alle Affiliateinteressierten treffen können. Viele Möglichkeiten für Affiliate-Begeisterte Sobald Ihr Euch angemeldet habt, könnt Ihr – ähnlich wie auf Facebook – in der eigenen Timeline alle Neuigkeiten Eurer Kontakte mitverfolgen. Hier habt Ihr die Möglichkeit, interessante Artikel zu posten, Partnerprogramme zu empfehlen oder Eure Erfahrungen preiszugeben. Herzstück der Community ist das mit mittlerweile rund 15.000 Beiträgen und knapp 700 Threads. Über 1.300 Mitglieder schreiben und informieren sich gegenseitig über die aktuellen Entwicklungen aus der Branche. Forum-Übersichtsseite auf AffiliatePeople Und das ist längst nicht alles: AffiliatePeople informiert Euch über die anstehenden , bei denen Ihr die Leute aus der Branche im echten Leben treffen könnt. Jeder darf darüber hinaus eigene Events erstellen, die Veranstaltungen sharen oder zusagen, sodass alle sehen können, wer sonst noch so teilnimmt. Außerdem ist es möglich, mit seinen Kontakten jederzeit privat zu chatten. Dafür hat die Seite ein einfaches und übersichtliches Chatmodul. Schreiben kann man jedoch nur mit von beiden Seiten bestätigten Kontakten, aber das geht dann schnell und unkompliziert. AffiliatePeople ist das Netzwerk der Affiliate Branche. Hier findet Ihr, anders als beispielsweise auf Facebook, eine Community die sich speziell mit dem Thema Affiliate Marketing beschäftigt. Profil-Ansicht auf AffiliatePeople Jetzt loslegen! Probiert es einfach aus: Die geht schnell, Klarname und Profilbild sind erforderlich, schließlich will man auf AffiliatePeople wissen mit wem man es zu tun hat. Eure Profilseite könnt Ihr sehr ausführlich mit allen relevanten Infos, wie beispielsweise Eurer Affiliate Kompetenz, ausfüllen. Egal ob Ihr Publisher, Agentur, Netzwerk oder Merchant seid: Hier seid Ihr genau richtig. Schaut ins Forum, knüpft Kontakte, erweitert Euer Wissen und plauscht mit Gleichgesinnten über die neuesten Entwicklungen. Viel Spaß beim Netzwerken!

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Die häufigsten Betrugsmaschen im Affiliate Marketing


25.02.15 | Schon der römische Dichter Horaz erkannte die Macht des Geldes in seinem Zitat: “Wo sich das Geld mehrt, folgt die Sorge nach”. Also ist es nur logisch, dass leichtes Geld verdienen im Internet Platz für kriminelle Machenschaften bietet. Im Affiliate Marketing bezahlen Unternehmen Werbepartner für die Vermittlung von Kunden. Beim erfolgreichen Abschluss des Kunden, wie beispielsweise ein getätigter Kauf im Online Shop über den Partner, erhält der Affiliate eine Provision ausgezahlt – eine Win-Win-Situation sowohl für den Händler als auch für den Werbepartner. Betrugsmöglichkeiten werden auf beiden Seiten dokumentiert. Affiliates beklagen intransparente Provisionsauszahlungen, während Advertiser nicht selten mit hinterlistigen Manipulationen seitens der Affiliates konfrontiert sind. In beiden Fällen geht es um Geldverluste aufgrund einer unzuverlässigen Partnerschaft. Der folgende Artikel beschäftigt sich näher mit vier bekannten Betrugsmöglichkeiten im Affiliate Marketing von Seiten der Affiliates. Zusätzlich wird die rechtliche Situation in Deutschland beleuchtet, um Online-Händlern den juristischen Rahmen in Bezug auf ihre Verantwortlichkeit darzulegen. Hoher Stellenwert des Internets als Werbemedium Das Internet ist im Jahr 2013 mit 25,5 Prozent des Nettowerbekuchens das zweitstärkste Werbemedium nach dem Fernsehen (28,4 Prozent) und vor Tageszeitungen (20,2 Prozent). Der aktuellste OVK Online-Report stellte für 2014 eine Umsatzprognose für das Nettovolumen digitaler Display-Werbung, Online und Mobile, vor, das sich auf insgesamt 1,41 Milliarden Euro belief – ein Zuwachs von 6,8 Prozent im Vergleich zu 2013 (1,32 Milliarden Euro). Obwohl im Bericht der Anteil von Affiliate Marketing am Werbekuchen nicht untersucht wurde, wird mit Sicherheit auch dieser Branchenzweig im Online Marketing vom Trend profitieren. Als zusätzliche Werbekraft für Merchants ergeben sich dennoch auch zahlreiche Risiken für Online-Händler. Immer wieder liest man von Berichten, die ein Kriminalitätsproblem in der Affiliate Branche thematisieren. So können Affiliates gewisse Gelegenheitsstrukturen trotz nicht erbrachter Leistungen ausnutzen, um Provisionen zu erschleichen. Eine Analyse von iBusiness ergibt, dass etwa jeder siebte Euro in schwarze Kassen wandert, der im Affiliate-Segment umgesetzt wird (Stand: 2012). Hochgerechnet schätzt das Online Magazin einen durch Affiliate-Fraud verursachten wirtschaftlichen Schaden in Deutschland auf etwa 82 Millionen Euro im Jahr. Die Summe sollen Online-Firmen Affiliates auszahlen, die illegalerweise ihren Partner um Provisionen betrügen. Neben hohen Geldverlusten können zwielichtige Affiliates zudem das Image der Advertiser extrem schaden. Welche Vorgehensweisen für das Erschleichen von Geld sind besonders beliebt? Betrugsmöglichkeiten im Affiliate Marketing 1. Cookie-Dropping als Blackhat-Methode Letztes Jahr berichtete Affiliate Deals über den Fall Shawn Hogan als einer der bis heute bekanntesten Affiliate Betrüger. Im Mai 2014 wurde der zu diesem Zeitpunkt größte Affiliate vom eBay-Partnerprogramm und zweitgrößte von Google AdSense wegen Betruges in Höhe von 28 Millionen US Dollar (etwa 20 Millionen Euro) zu einer Haftstrafe von fünf Monaten verurteilt. Zusätzlich muss der Betrüger 25.000 US Dollar (etwa 22.100 Euro) Strafe zahlen und bleibt drei Jahre nach Haftentlassung auf Bewährung. Mithilfe des “Cookie-Dropping-Prinzips” hat Hogan jeden Besucher seiner Webseiten heimlich eBay-Cookies (View-Cookies) im Browser hinterlegt, ohne dass dieser auf ein eBay-Werbemittel geklickt hätte (Klick-Cookie). Mit der Methode wurden dem Affiliate zu Unrecht Provisionen ausgezahlt, wenn der unwissende Nutzer einen erfolgreichen Abschluss beim Internetauktionshaus tätigte – ohne einen aktiven Klick auf das entsprechende Werbemittel. Sprich: Der Affiliate erhielt eine Provision für eine Werbeleistung, die er nie erbracht hat – effektiv, aber im Affiliate Marketing verboten. Tipps für Merchants: regelmäßige Kontrolle des Netzwerk-Accounts Einsatz einer Cookie-Weiche/Trackingweiche 2. Fake-Bestellungen als Affiliate-Betrug Bei Fake-Bestellungen handelt es sich um Bestellungen unter Angabe falscher Daten, die über den Affiliate gesteuert werden. Als Zahlungsart wird dabei die Versandart “Nachnahme” ausgewählt. Aufgrund der falschen Adresse kann die Ware nicht ausgeliefert werden und der Online-Händler bleibt auf den Versandkosten sitzen. Der Affiliate will sich mit dieser Betrugsmethode für die vermeintliche Vermittlung des Kunden eine Provision erschleichen. Häufig werden auch reale Adressen aus dem Telefonbuch genutzt und Programme zur Anonymisierung der IP-Adresse eingesetzt. Die bestellte Ware geht beim Online-Händler als Retoure zurück. Oftmals fehlt dem Merchant die Verbindung zwischen dem Warenwirtschaftssystem und Affiliate-Netzwerk, sodass die Bestellung nicht auf Korrektheit überprüft werden kann. Nichtsdestotrotz sind Fake-Bestellungen in vielen Fällen leicht nachvollziehbar, da sie über einen bestimmten Affiliate mit seiner individuellen Affiliate ID abgewickelt werden. Zwar gibt es Möglichkeiten, Fake-Bestellungen zu unterbinden, aber letztendlich würden die Online-Händler mit bestimmten Präventionsmaßnahmen Nachteile erwirken. So führt beispielsweise das Versenden von Waren nur gegen Vorkasse zu einer Einschränkung der Zahlungsmöglichkeiten und könnte weniger Bestellungen und den Verlust von Kunden hervorrufen. Verifikationsverfahren wie ein Adressprüfungssystem bieten keinen hundertprozentigen Schutz und sind in der Regel kostenintensiv und lückenhaft. Kriminelle Affiliates können den Sicherheitsmechanismus leicht umgehen. Tipps für Merchants: (Automatisierter) Abgleich der Bestellungen aus den Affiliate-Netzwerken mit dem Warenwirtschaftssystem zur Identifizierung und ggf. Stornierung nicht zustande gekommener Bestellung in den Netzwerken manueller Abgleich bei Bestellungen mit einem hohen Warenkorbwert stichprobenartige Kontrolle bei Nachnahmebestellungen Erstattung einer Strafanzeige bei Betrug, zum Beispiel Strafbarkeit wegen Urkundenfälschung gemäß §§ 267 ff. StGB 3. SEA Ad Hijacking als “Entführung von Online Kunden” Ad Hijacking ist eine besonders agressive Form des Brand Biddings. Als Ad Hijacking wird das bewusste Manipulieren von Werbeanzeigen in Suchmaschinen durch Affiliates bezeichnet. Die Google AdWord Anzeigen von meist sehr bekannten Unternehmen wie Amazon werden exakt kopiert (inkl. Anzeigen URL), wobei das Unternehmensgebot mindestens um 1 Cent überboten werden muss, da so die Affiliate-Anzeige mit einem höheren CPC-Gebot die Originalanzeige aus den Suchergebnissen verdrängt. Beispiel: Google AdWords Werbeanzeige von Amazon Sobald der Kunde beispielsweise “Amazon” googelt und ungeahnt auf die kopierte Werbeanzeige klickt, wird er auf die Merchant Webseite weitergeleitet. Der Affiliate setzt dem User mit der Einbindung seiner individuellen Partnernummer einen Cookie und erhält eine Provision für eine erfolgreiche Vermittlung (z.B. Online Einkauf), obwohl er keinen Verdienst am entstandenen Kontakt geleistet hat. Er profitiert lediglich von der Bekanntheit und Attraktivität der Marke. Dabei gehen Betrüger äußert raffiniert vor, um nicht in das Sichtfeld der Unternehmen zu geraten. Die kopierten Werbeanzeigen werden beispielsweise nicht in der Stadt des Unternehmens angezeigt und außerhalb der Bürozeiten online gestellt. Mit der Zeit sind vor allem große Firmen auf die Betrugsmethode aufmerksam geworden, was das gezielte Erschleichen einer Provision über diesen Weg sehr erschwert. Tipps für Merchants: regelmäßige Kontrolle mithilfe von automatisierten Monitoring-Tools, zum Beispiel Xamine, SEM-Scout oder Ad-Police Verbot von SEA-Aktivitäten in den Affiliate-Teilnahmebedingungen des Partnerprogramms 4. Affiliate Hopping als betrügerischer Provisionstrick Als Affiliate-Hopping bezeichnet man eine Betrugsmethode, bei der der Affiliate für ein Werbemittel auf mehrere Affiliate Netzwerke verlinkt, sodass die Provision bei erfolgreichem Abschluss mehrfach ausgezahlt wird. Das funktioniert, wenn der Merchant sein Partnerprogramm über mehrere Affiliate Netzwerke bewirbt. Ein anschauliches Beispiel: Partnerprogramm xy bewirbt sein Partnerprogramm über die Affiliate Netzwerke affilinet, zanox und retailerweb.net. Der Affiliate registriert sich bei allen Netzwerken als Publisher. Er baut das Werbemittel von Partnerprogramm xy auf seiner Webseite ein und verlinkt die Anzeige so, dass bei einem Klick darauf von allen drei Netzwerken ein Cookie mit der Publisher ID im Browser des Users hinterlegt wird. Kauft der User im Online Shop von Partnerprogramm xy ein, werden alle Cookies ausgelesen und die Bestellung wird an alle drei Netzwerke übermittelt. Stellt Partnerprogramm xy keine Nachprüfung der Transaktion an, erhält der Affiliate die Provision für einen Kaufabschluss dreifach. Tipps für Merchants: Einbau technischer Vorkehrungen (Cookie-Weiche/Trackingweiche etc.) netzwerkübergreifender Abgleich der Transaktionen vor Freigabe der Provision, zum Beispiel Bestellungen am gleichen Tag zur selben Uhrzeit mit identischem Warenkorb Einrichtung eines Inhouse-Partnerprogrammes (besonders bei großen Unternehmen) Merchants als Verantwortliche für kriminelle Affiliates Merchants können in doppelter Weise Schaden von betrügerischen Affiliates erleiden. Einmal direkten Schaden, beispielsweise aufgrund der beschriebenen Betrugsmöglichkeiten oder als Verantwortliche für Verstöße ihrer Partner. Nicht selten begehen Affiliates Rechtsverletzungen, insbesondere Verletzungen von Persönlichkeitsrechten und Verstöße gegen das Wettbewerbs-, Marken- oder Urheberrecht, für die der Merchant zur Verantwortung gezogen werden kann. Das Risiko entsteht für den Merchant, wenn der Affiliate von ihm erstellte Werbemittel rechtswidrig einsetzt, zum Beispiel Spam-Mails mit dem Werbemittel des Händlers versendet oder das Werbemittel auf eine Webseite stellt, die rechtswidrige Inhalte einschließt. Die sogenannte Störerhaftung in Deutschland besagt, dass der Merchant für die Inhalte seiner Werbemittel verantwortlich ist und für die Einhaltung geltender Rechtsvorschriften Sorge zu tragen hat. Obwohl die Rechtssprechung nicht einheitlich ist, muss er unter Umständen für Rechtsverstöße seiner Partner haften (Vgl. § 1004 BGB, Beseitigungs- und Unterlassungsanspruch). Verlässt der Affiliate den Rahmen der vertraglichen Beziehung zum Merchant ohne dessen Kenntnis, ist eine Haftung für etwaige Rechtsverstöße unwahrscheinlich. Aus diesem Grund sollte der Händler seine Partner über mögliche Rechtsverstöße informieren und sie auffordern, das geltende Recht zu beachten. Im Falle eines schwerwiegenden Vertragsbruchs sollten Sanktionsmaßnahmen gegen unverantwortliche Affiliates vorgenommen werden – von Ermahnungen über Publisher-Stornierungen bis hin zu Vertragsstrafen, zivil- und strafrechtliche Verfolgungen (siehe Shawn Hogan) und Kündigung der Partnerschaft.

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