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Raus aus YouTube: So löscht Ihr Euren Account


13.07.15 | Ein Account für alles. Google wird nicht müde, damit zu werben. Manchmal kann es aber sein, dass man sein YouTube-Konto nicht mehr braucht oder einfach aus dem Kosmos der Datenkrake raus will. Dann sollte man seinen Account löschen, doch wie geht das eigentlich? Stellt Euch vor, Ihr wollt einen neuen YouTube-Kanal anlegen und dafür Euren alten löschen. Das Erstellen eines Kanals ist ein aufwendiger Prozess und wie das geht, erklären wir hier.. Wirklich schwierig wird aber der Ausstieg aus Googles Kosmos. Es braucht einige unterschiedliche Schritte in einer genau definierten Reihenfolge, um das überhaupt zu schaffen. Google selbst ist auch nur bedingt hilfreich: Der Löschvorgang eines YouTube-Kontos ist dann einfach, wenn Ihr keinen Google+-Account dazu besitzt. Den hat heutzutage aber jeder automatisch. Blöd gelaufen. Habt Ihr mehrere Kanäle mit einem Google-Konto verknüpft, geht es schneller, davon unten mehr. Passwort und Mailadresse Wollt Ihr Euch aus YouTube entfernen, müsst Ihr Euch zunächst einloggen. Das klingt einleuchtend? Aber was ist, wenn Ihr nach so langer Zeit Passwort oder Nutzername vergessen habt? Nun, dann steht Euch Google natürlich helfend zur Seite. Euer Benutzername sollte nicht das Problem sein, es ist Eure alte Mailadresse. Wenn Ihr die nicht mehr wisst, aber damals eine Telefonnummer oder alternative Mailadresse angegeben habt, kann Euch das jetzt retten. Wenn nicht, das sei an dieser Stelle schon mal verraten, habt Ihr wirklich Pech gehabt. Das Wiederherstellen des Passworts ist dagegen eine viel aufwendigere Prozedur. Google leitet Euch auf seiner Seite zur Kontowiederherstellung durch den Vorgang. Stellt Euch auf mindestens zehn Minuten Arbeit ein. Google will von Euch wissen, dass Ihr keine Maschine seid, eine alternative Mailadresse haben, wissen wann Ihr Euch das letzte Mal eingeloggt und wann Ihr den Account erstellt habt, welche Leute Ihr am häufigsten anschreibt, welches die Labels Eures Mailaccounts sind und welche anderen Dienste Ihr wann benutzt habt. Könnt Ihr das alles schlau beantworten? Ich nicht. Dann sieht das so aus: Und nun kommt das perfide: Google bestraft Euch, wenn Ihr keine alternative Mailadresse hinterlegt habt, oder dem Konzern eine Telefonnummer zur Authentifizierung gegeben habt. Denn dann “können wir dir bei der Suche nach der E-Mail-Adresse deines Google-Kontos leider nicht helfen.” Also ein guter Rat an dieser Stelle: Hinterlegt eine Mailadresse, oder gebt Eure Nummer raus. Ihr wisst: Für den YouTube-Kanal ist das eh alternativlos. YouTube verlassen Eingeloggt sind wir nun. Jetzt geht die Arbeit weiter. Denkt vorher noch einmal darüber nach, ob Ihr Euren Account wirklich löschen möchtet: Google ist sehr strikt, wenn Ihr die Prozedur hinter Euch habt, ist auch wirklich alles weg. Der einfache Weg führt über einen YouTube-Kanal, der nicht mit einem Google+-Konto verknüpft ist: Dann klickt Ihr einfach auf die erweiterten Einstellungen in Eurem Account und löscht den Kanal. Hier findet Ihr die Einstellungen. Jetzt müsst Ihr noch einmal Eurer Passwort eingeben. Im folgenden Fenster setzt Ihr einen Haken in die Box, klickt den roten Button, werdet ein letztes Mal gefragt: Sicher? Ja? Gut, dann weg damit! Hauptkanal löschen Wollt Ihr wirklich ganz raus aus dem Googlekosmos, oder habt Ihr nur den einen Kanal, wird das ein bisschen aufwendiger. Geht zuerst wieder in Eure Accounteinstellungen. Google hat hier unlängst aufgeräumt, damit Ihr einfacher überprüfen könnt, welche Daten der Konzern von Euch speichert. Klickt rechts bei den Kontoeinstellungen auf Konto oder Dienste löschen(oder klickt auf den Link). Zunächst wollen wir ein Produkt löschen, nämlich unseren YouTube-Kanal. Klickt auf den Mülleimer neben der Option für YouTube. Ihr habt jetzt die Option entweder Euren Kanal und alle Eure vergangenen Aktivitäten zu verstecken: Google möchte Euch schließlich nicht gehen lassen. Die andere Möglichkeit ist, Euren Kanal komplett zu entfernen. Egal welche von beiden Optionen Ihr anklickt, Ihr müsst bestätigen, dass Ihr wisst, was Ihr da tut. Ein paar mal bestätigen, den richtigen Button klicken und schon ist alles bei YouTube weg! Geht Ihr jetzt auf das Videoportal seid Ihr ausgeloggt. Aber Vorsicht, sobald Ihr auf Anmelden klickt, erstellt Euch Google in Windeseile einen frischen neuen Account. Wollt Ihr nun wirklich ganz aus Google raus, geht wieder auf die Lösch-Unterseite und klickt auf die andere Option. Folgt den Anweisungen, im Wesentlichen funktioniert es wie beim Kanal. Damit seid Ihr dann raus aus der bunten Googlewelt. Das heißt aber auch: Keine Kontrolle mehr über das was der Konzern aufzeichnet, keine hilfreichen Apps, keine YouTube-KI, die Euch tolle Videos vorschlägt, kein Androidtelefon, keine Möglichkeit mehr Videos hochzuladen und kein anderer Maildienst. In unserer heutigen Zeit solltet Ihr von dieser Option wirklich nur für einen Relaunch oder eine Aufräumaktion Gebrauch machen. Sonst ist das so, wie Facebook zu boykottieren und zu WhatsApp zu wechseln: Eigentlich Quatsch.

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Was ist Google+ und warum sollte man es nutzen?


29.06.15 | Google+ ist das vierte soziale Netzwerk des Unternehmens Google Inc. und somit auch der vierte Versuch, eine Social Media-Plattform bei Google zu integrieren. Nachdem Google Buzz, Google Friend Connect und Orkut allesamt eingestellt wurden, setzt sich Google+ bei den Anwendern nun weltweit durch. Das Netzwerk, was seit Juni 2011 online ist, konnte anfangs ausschließlich über Einladungen von bereits registrierten Google-Benutzern erreicht werden. Diese Einschränkung wurde aber noch im gleichen Jahr aufgehoben. Google+ ist eines der am schnellsten wachsenden Netzwerke weltweit. Laut statista sind derzeit (Stand: April 2015) etwa 2,5 Milliarden Personen auf Google+ registriert. Ein Zuwachs von etwa 57 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Davon sind etwa 300 Millionen Nutzer aktiv, insgesamt 12 Prozent der registrierten Nutzer. Mit dem neuen Google+ Chef Bradley Horowitz soll das Netzwerk weiter entwickelt werden und die Spekulationen, das sich das Netzwerk dem Ende neigt, im Sande verlaufen. Laut Horowitz ist Google+ noch lange nicht tot, wie viele User aufgrund der stagnierenden Erneuerungen vermuten. Was die Zukunft um das soziale Netzwerk für uns bereit hält, ist jedoch unklar. Es bleibt spannend. Lohnt sich der Vergleich zu anderen sozialen Netzwerken? Kreise vs. Listen, +1 vs. Like, die Kommentarfunktion – viele Elemente, die Google+ einbaute, gab es bereits, weshalb Google+ oftmals als direkter Konkurrent zum Netzwerkriesen Facebook bezeichnet wird. Doch haben beide überhaupt die gleichen Interessen? Einen eindeutigen Unterschied gibt es zwischen ihnen. Facebook ist ausschließlich über eine Seite erreichbar, Google+ hingegen ist nur eines von vielen Google-Produkten: Google-Search, Gmail, Youtube, Google Maps und viele weitere Angebote können nun direkt miteinander verknüpft werden. Google hatte also nicht vor, “nur” einen Konkurrenten zu Facebook zu schaffen. Wichtiger war und ist, Verknüpfungen von Nutzern zwischen den verschiedenen Produkten beobachten zu können und diese Daten für sich zu nutzen. Für Google ergibt sich dadurch der Vorteil, seine Anwender kennenzulernen und besser verfolgen zu können. Werbung kann passender gestaltet werden, was letztendlich auch dem Verbraucher nützt. Auch auf Facebook werden Daten von Nutzern ausgewertet, trotzdem liegt hier der Schwerpunkt auf der Verbindung der Anwender untereinander. Es wird zu Veranstaltungen eingeladen, Fotos hochgeladen, geteilt und sich über sämtliche Inhalte ausgetauscht. Facebook ist auf diese Weise nach und nach zu einer vertrauten Gegend angewachsen, in der sich Freunde virtuell treffen, um Zeit miteinander zu verbringen. Natürlich gibt es dann auch die ein oder andere Marke oder Shops, die gelikt werden. Aber das geschieht eben eher nebenbei. Unternehmen haben Facebook erst mit der Zeit für sich entdeckt. Google+ hat da trotz der kleineren Reichweite und des zeitlichen Vorsprungs von Facebook den entscheidenden Vorteil der Websuche. Es wird also vor allem darauf gesetzt, zu wissen, wofür sich die Nutzer interessieren. So gesehen, lohnt es sich nicht, beide Netzwerke miteinander zu vergleichen, da sie nicht nur unterschiedliche Voraussetzungen beim Entstehen hatten, sondern auch verschiedene Ziele verfolgen. Vorteile von Google Aus der Sicht des Nutzers bleibt dennoch die Frage, warum man sich ein neues Social Network-Profil anlegen sollte, wenn man bereits eines hat. Google+ bietet seinen Anwendern viele Vorteile: Google ist eines der einflussreichsten Internet-Unternehmen. Wo Twitter auf komprimierte schnelle Nachrichten setzt und Facebook für den Austausch mit Freunden zuständig ist, finden sich auf Google+ vielseitig interessierte Menschen und zahlreiche Themen. Ob Musik, Fotografie oder Online-Marketing – die Benutzer kommentieren gern und tauschen sich aus.Google+ ist eine willkommene Abwechslung im Online-Alltag. Google ist praktisch überall: Anwendungen wie Youtube, Google Maps oder Google Mail sind auf Smartphones schon vorinstalliert. So können Nutzer von den Diensten profitieren und genießen durch die Verknüpfung eine einfache Handhabung. Laut Google sind rund 300 Millionen Nutzer im Stream aktiv. Das Gerücht der brachliegenden Geisterstadt wird nicht bestätigt. Da es auf Google+ kaum fragwürdige Accounts gibt, sondern vor allem hochwertige Inhalte, wird der eigene Stream nicht durch Spam verstopft. Es gibt keine Werbung. Beiträge können nachträglich bearbeitet werden. Google+ setzt auf ein schlichtes Design, welches wenig überladen ist und Fotos werden passend eingebunden. Auch für Unternehmen liefert Google+ einige Vorteile. Bei den Suchergebnissen von Google Search tauchen rechts die Google+ Unternehmensseiten mit Profilbild auf. Firmen können die zahlreichen Funktionen, wie den kostenlosen Videochat, für ihre Kundenbindung nutzen und werberelevante Informationen auswerten. Wie lege ich mein Google+ Profil an? Nachdem Ihr Euch für Google+ entschieden habt, geht es ans Profilbasteln. Hier folgt nun eine Schritt-für-Schritt Anleitung, um den Einstieg zu erleichtern: Schritt 1) Google-Konto erstellen: Hierfür müssen alle Felder ausgefüllt, ein Passwort erstellt und den Nutzungsbedingungen zugestimmt werden. Ihr könnt entscheiden, ob Ihr eure aktuelle E-Mailadresse verwenden wollt oder eine neue Gmailadresse bekommt. Der Schutz persönlicher Daten und der Privatsphäre ist wichtig. Hier können neue Gmail-Nutzer unter vielen Datenschutzeinstellungen auswählen. Schritt 2) Im nächsten Schritt könnt Ihr ein öffentliches Google+ Profil erstellen: Auf „Bei Google+ anmelden“ (rote Markierung) klicken und ein Profilbild hochladen. Anschließend auf „Upgrade ausführen“ klicken. Schritt 3) Jetzt können Freunde und Bekannte hinzugefügt werden: Dazu erscheint eine Suchleiste, wo man auf Google+ nach Personen (zum Beispiel Namen, Hochschule, E-Mail usw.) suchen kann. Bei einem Klick auf „Weiter“ können Nutzer Dingen folgen, die sie mögen, zum Beispiel Fußball- oder Mode-Profile. Diese Schritte können vorerst übersprungen werden, dazu immer auf „Weiter“ klicken. Schritt 4) Im letzten Schritt könnt Ihr Euer Profil persönlicher gestalten: Etwa die Angabe der Arbeit oder des Wohnortes. Auch dieser Schritt kann zunächst übersprungen und mit einem Klick auf „Fertig“ die Anmeldung bei Google+ abgeschlossen werden. Erste Schritte auf Google+ Schritt 5) Nun seht Ihr die Profilansicht. Google+ schlägt eine virtuelle Tour zur Einführung vor, in der Ihr die wichtigsten Funktionen erfahrt. Schritt 6) Um Euer Profil persönlicher zu gestalten müsst Ihr mit dem Mauszeiger links oben über “Übersicht” streifen bis die Menüleiste aufpoppt und auf “Profil” klicken. Sucht spätestens hier ein schönes Hintergrundbild und Profilfoto aus. In der oberen Leiste könnt Ihr zwischen “Über mich”, “Beiträge”, “Sammlungen”, “Foto”, „Videos“, “+1” und “Bewertungen” auswählen. Außerdem könnt Ihr das Profil aus Eurer Sicht, öffentlich oder aus der Sicht einer bestimmten Person sehen. In der Rubrik “Über mich” könnt Ihr alle Informationen zu Eurer Person in verschiedenfarbigen Fenstern unterteilt abrufen und durch den blauen Schriftzug “Bearbeiten” jederzeit ändern. Das sind zum Beispiel Angaben über Ausbildung, Orte oder Kontaktinformationen. Klickt Ihr auf “Bearbeiten”, kann zwischen den Fenstern ausgewählt und oben rechts bestimmt werden, welche Infos Ihr öffentlich oder nur für bestimmte Kreise zeigen wollt. Schritt 7) Damit Euer Account aktiv bleibt, könnt Ihr jederzeit Beiträge erstellen. Klickt dazu entweder in der oberen Leiste auf “Beiträge” oder in der Menüleiste auf “Übersicht”. Im Textfeld “Was gibt’s Neues?” gebt Ihr nun an, was Ihr teilen wollt und hängt optional Fotos, Links, Videos, Veranstaltungen oder Abstimmungen an. Ihr könnt Euren Beitrag öffentlich, nur mit bestimmten Kreisen oder einzelnen Personen teilen. Hashtags werden von Google+ automatisch vorgeschlagen oder können selbst gewählt werden. Eigene Beiträge ruft Ihr unter “Beiträge” im Profil ab. Schritt 8) Um weitere Kontakte hinzuzufügen streift Ihr wieder mit dem Mauszeiger über die linke Menüleiste und klickt auf “Personen”. Rechts erscheinen Vorschläge von Personen aus dem Adressbuch, der Bildungseinrichtung und Arbeitsstelle, je nachdem wie viele Informationen Ihr bereits angegeben habt. Natürlich kann aber auch wieder manuell nach Leuten gesucht werden. In der oberen Leiste finden sich Kreise, in denen Ihr selbst bereits seid, eigene Kreise und die Funktion “Entdecken”. Dort werden Euch Vorschläge aus sämtlichen Bereichen, wie Politik, Sport oder Reisen gemacht. Schritt 9) Habt Ihr Personen gefunden, die Euch interessieren, könnt Ihr diese zu bestimmten Kreisen hinzufügen. Dazu streift Ihr mit dem Mauszeiger über “Folgen” und könnt sie vorhandenen Kreisen zuordnen oder einen neuen Kreis erstellen. Sobald Ihr Euer Profil persönlich gestaltet und erste Kontakte hinzugefügt habt, gelangt Ihr auf der Menüleiste zur Übersicht. Das ist Eure Timeline, auf der Ihr öffentliche geteilte Beiträge oder auch nur die von bestimmten Kreisen seht. In der oberen Querleiste kann zwischen den verschiedenen Kreisen ausgewählt werden. Nutzt die Zeit, um Euer neues Profil zu bearbeiten, erste Beiträge zu posten und Google+ zu erkunden. Eines lässt sich ohne Zweifel feststellen – Google+ ist alles andere als eine Geisterstadt!

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Instagram für Merchants – Wie werbe ich für mein Produkt auf Instagram?


10.06.15 | Instagram trifft nicht umsonst den Zeitgeist der heutigen Nutzer sozialer Medien. Das Sprichwort ist eine Metapher für die Ausdrucksstärke von Bildern im Vergleich zu reinen Texten – und genau das ist der Vorteil von Instagram. Bilder wirken authentisch, sie fangen den perfekten Moment ein und transportieren Emotionen oft besser als geschriebene Wörter. Die Zukunft ist visuell! Instagram hat sich zu einem wichtigen Marketingkanal für visuelle Kommunikation entwickelt. Bereits 86 Prozent der Top 100 Unternehmen sind mittlerweile auf Instagram aktiv – mit einer nachweisbaren Erfolgsquote für ihr Produkt. . Deshalb sollten Unternehmen die Möglichkeiten ihrer Marketingstrategien ausschöpfen und sich auf Instagram anmelden. Unter dem Titel “Die Macht der Bilder für gezieltes Geld verdienen auf Instagram” beleuchten wir im vorliegenden Beitrag die Merchant Perspektive. In einem zweiten Beitrag wird auf das Geld verdienen für Affiliates eingegangen. Dabei ist die Grenze zwischen beiden Akteuren nicht immer eindeutig. Viele Inhalte gelten sowohl für die Unternehmerperspektive als auch für Affiliates. Beispielsweise werden berühmte Persönlichkeiten unter Merchants aufgeführt, obwohl sie neben der Vermarktung von eigenen Interessen auch für andere Produkte werben. 1. Instagram: Ein kurzer Überblick Anfang letzten Jahres berichtete Affiliate Deals in einem über das schnell wachsende soziale Netzwerk. Seitdem entwickelt sich Instagram stetig weiter und die Zahlen bestätigen das vielversprechende Erfolgskonzept. Laut befindet sich Instagram im März 2015 auf Platz 10 der weltweit größten Social Media Netzwerke mit über 300 Millionen monatlich aktiven Nutzern, wovon 70 Prozent außerhalb der USA auf die Plattform zugreifen. Insgesamten wurden 30 Milliarden Fotos und Videos über Instagram hochgeladen. 70 Millionen Fotos und Videos werden pro Tag online gestellt und etwa 2,5 Milliarden “Gefällt mir”-Angaben täglich auf Instagram vergeben. (Stand: Mai 2015) Vorteile von Instagram für Merchants auf einen Blick: kostenlose App auf mobilen Endgeräten weltweit vernetztes soziales Netzwerk mit hoher Interaktionsrate kontinuierliches starkes Wachstum, vor allem bei jungen Usern kreative Vermittlung des eigenen Produktes oder der Marke etc. (Visual Storytelling) Stützung von Markenbekanntheit und -image eine der größten Plattformen für mobile Werbeanzeigen (Rollout in Deutschland) zahlreiche Möglichkeiten der Kundenbindung (zum Beispiel Gewinnspiele und Wettbewerbe) Bildersprache im Marketing Der Einsatz von Bildern ist im Marketing sehr beliebt, da sie in Sekunden informieren: Sie werden vom Beobachter schnell verarbeitet, sind glaubwürdig und überzeugen schnell. Unternehmen, Freiberufler oder Selbständige bedienen sich dem Medium der Bildsprache, um gezielt für ihr Produkt zu werben. Die Auswahl der Bilder ist entscheidend. Da die Bildsprache Trends unterliegt, muss sie stetig auf Aktualität überprüft werden. Instagram stellt verschiedene Bildtools und Filter zur Verfügung, sodass ein fesselndes Bild entsteht. Unternehmen sollten sich über die Möglichkeiten für visuelles Storytelling informieren, um die Inhalte zielgruppengerecht und in einer kreativen, hochwertigen Umgebung zu präsentieren. Jeder Marketingkanal bedarf einer speziellen Marketingstrategie – so auch Instagram. Zum Beispiel sind veröffentlichte Bilder nicht mit einer URL bzw. einem Link versehen. Zudem können Nutzer keine Bilder teilen. Dadurch ist es schwierig, unmittelbaren Traffic oder eine Konversion zu messen. Instagram ist daher als digitaler Branding Kanal einzuordnen. Werbung auf Instagram Sponsored Posts wurden 2013 in den USA eingeführt. Zu den ersten bekannten Marken gehörten damals, unter anderem, Michael Kors, Levis und General Electric. Seit dem 20. April 2015 gibt es Instagram Werbung und Sponsored Posts auch in Deutschland. Zunächst sollen die Werbeanzeigen nur von ausgewählten Unternehmen geschaltet werden, die bereits auf der Plattform aktiv sind. Damit will Instagram sicherstellen, dass die Unternehmen viele Follower haben und die Werbung “kreativ und interessant” sei. Ein Beispiel: Zu erkennen ist ein Video als gesponsorter Post der Marke zalando im Instagram Newsfeed, wo ein langer Jumpsuit beworben wird (linkes Bild). Über einen Klick auf “Gesponsert” können Nutzer entweder die Werbung verbergen oder mehr über die Instagram-Werbeanzeige erfahren (mittiges Bild). Möchte der Nutzer mehr Informationen einsehen, erklärt Instagram, was es mit dem gesponsorten Label auf sich hat (rechtes Bild). Derzeit gibt es in Deutschland Anzeigen in den Branchen Automobile (Zum Beispiel Porsche), Mode-E-Commerce (zum Beispiel zalando), Süßwaren (zum Beispiel Ben und Jerry´s), Elektronik (zum Beispiel Samsung Mobile), Fashion (zum Beispiel EDITED) und Lebensmitteleinzelhandel (zum Beispiel REWE). Experten vermuten, dass die Öffnung für andere Unternehmen möglicherweise bald eintreten wird und somit auch kleinere Unternehmen auf der Plattform werben können. Voraussichtlich lässt die kürzlich in den USA eingeführte “Carousel-Technik” für das deutsche Instagram nicht mehr lange auf sich warten. Mit dieser können Posts mit einem Link versehen werden, was derzeit nur in der Profil-Biografie möglich ist. Instagram als Marketingkanal Zunächst sollten sich Merchants einen . Noch werden keine spezifischen Konten für Unternehmen angeboten, weshalb sie sich mit einem normalen User Account anmelden müssen. Was sollte beim Account anlegen auf Instagram beachtet werden? Kontoname:Namen des Unternehmens eingeben, der direkt mit der Marke verbunden ist. Profilbild:Instagram empfiehlt ein einfaches Markenlogo oder eine Grafik zu verwenden. Das Bild wird kreisförmig und auf den meisten Smartphones im Format 150 x 150 Pixel dargestellt. Profilbild-Text:Merchants sollten darauf achten, einen Text im Profil zu verfassen. Etwa drei wichtige Hashtags und die URL sind empfehlenswert. Derzeit ist die URL in der Biografie der einzige Link, über den Nutzer auf die Firmenwebseite gelangen können. 3.1. Unternehmen und Produkte auf Instagram Ein Beispiel: Ben und Jerry´s ist ein US-amerikanischer Speiseeishersteller. Mit über 500.000 Abonennten auf Instagram postet das Unternehmen regelmäßig Beiträge (linkes Bild), dazu zählen Rezepte oder spezielle Eissorten der Marke (mittiges Bild). Außerdem nutzt die Firma Instagram, um beispielsweise gemeinsam mit Greenpeace auf Missstände in der Ölindustrie aufmerksam zu machen. 3.2. Unternehmen/Einzelpersonen und Dienstleistungen auf Instagram Ein Beispiel: Beatrice Degenhart bietet auf ihrer Webseite verschiedene Dienstleistungungen als persönliche Agentin mit einem ausgewählten Team an, etwa Büro-Service, persönliche Assistenz, Personal Shopper oder die Betreuung als Relocation-Consultant. Die Personal Agentin nutzt Instagram als zusätzlichen Marketingkanal, um auf ihr Angebot aufmerksam zu machen. Dort postet sie beispielsweise ein , wo ein Auftrag als Personal Shopper bei Chanel ausgeführt wurde. Mit zusätzlichen Hashtags wie #personalshopper oder #lifestylemanagement, ist die Wahrscheinlichkeit von anderen Nutzern gesehen zu werden höher. 3.3. Personen der Öffentlichkeit auf Instagram Viele bekannte Persönlichkeiten nutzen Instagram, um mit ihren Fans oder Bewunderern in Kontakt zu treten – Musiker, Künstler, Sportler, YouTuber und viele mehr. Auch sie nutzen die Plattform oftmals nicht nur als Fotoalbum persönlicher Momente oder als reines Portfolio ihrer Leistungen, sondern als Promotionskanal für eigene Projekte, andere Marken oder eigenständige Arbeiten. Der Fotograf begleitete letztes Jahr Marteria auf seiner Konzerttour und veröffentlicht einige seiner Bilder auf Instagram mit zusätzlicher Erwähnung seines Online Blogs (linkes Bild). , ein deutsches Model und Moderatorin, postet neben Modefotografien und Bilder von persönlichen Momenten, auch Fotos, wo sie beispielsweise die Marke adidas Deutschland erwähnt (mittiges Bild). Eine deutsche YouTuberin mit dem Instagram-Kanal veröffentlicht regelmäßig Bilder von sich auf der Plattform. Im Beispiel promotet sie ihr neues YouTube-Video und verweist auf einen Link in ihrer Instagram-Biografie (rechtes Bild). 4. 10 Tipps für eine erfolgreiche Marketingstrategie auf Instagram 4.1. Nutzen und Ziele definieren. Merchants sollten zu Beginn ihrer Instagram-Karriere genau überlegen, was sie mit dem Produkt erreichen wollen, etwa die Bekanntheit steigern oder eine neue Zielgruppe ansprechen. Bei jeder erfolgreichen Marketingstrategie steht am Anfang ein gut ausgefeiltes Konzept, sodass die Echtheit und das Vertrauen zum Produkt gewährleistet wird. Punkt 3 listet einige Beispiele für bestimmte Kanäle auf. 4.2. Auf Qualität bei Bildmotiven achten. Merchants werden schnell bemerken, dass Instagram ein Schauplatz von hochwerten und kreativen Bildern ist. Viele Nutzer legen Wert auf qualitative Inhalte mit einzigartigen,authentischen Bildern und Videos, die Unmittelbarkeit repräsentieren. Diese werden von anderen Usern gern favorisiert und kommentiert. Bei der eigenen Marke sollten Merchants stets darauf achten, dass gepostete Bilder die gewünschte Philosophie der Marke widerspiegeln und identitätsstiftend sind. 4.3. Bildwerkzeuge nutzen. Instagram bietet eine Fülle an Filtern und anderen Tools. Mit diesen Werkzeugen entstehen unverwechselbare Bilder mit dem sogenannten “Instagram-Look”. Ein Forscherteam von Yahoos Forschungsabteilung und des Georgia Institute of Technology in Atlanta hat herausgefunden, dass die Wahl des Filters Einfluss auf die Anzahl der Likes und Kommentare hat. Bilder erlangen mehr Ruhm wenn… sie generell mit einem Filter bearbeitet werden (Likes: 21 % höher als bei einem unbearbeiteten, Kommentare: 45 % höher als bei einem unbearbeiteten). Filter mit warmer Farbgebung gewählt werden. Farbsättigungsfilter Anwendung finden. Filter genutzt werden, die Kontraste und Belichtungen automatisch korrigieren.. Wenig Useraktivität generieren Fotos mit kühleren Farben, Sepia- und Vintage-Filter und Bilder mit übertriebenen Effekten, die das Bildmotiv verzerren. 4.4. Text, Hashtags, Orte und Markierungen bei Bildern hinzufügen Bilderunterschriften sollten möglichst kurz und kreativ gehalten werden. Mindestens drei Hashtags sind empfehlenswert, damit andere Personen die Bilder der Marke finden. Via Hashtags, Orte und Markierungen können Merchants mit den Usern interagieren und eine größere Zielgruppe erreichen. 4.5. Wichtige Zahlen und Fakten für kommunikationsstarke Bilder kennen. Die Simply Measured Sudie Laut der von Oktober 2014 posten 73 Prozent der 86 “Top 100 Brands” mindestens ein Foto oder Video pro Woche. Beispielsweise könnte man Instagram als zusätzlichen Marketingkanal nutzen, um das Thema der Woche mit einem kreativen Instagram-Foto zu veranschaulichen. In den meisten Fällen honorieren User diese regelmäßigen Aktivitäten der großen Marken. Weitere Fakten der Studie sind: wie bei Twitter halten sich die Top Brands auch an die bekannte 140-Zeichen-Regel beim Verfassen des Bildtextes. Also gilt auch auf Instagram, sich möglichst kurz und präzise auszudrücken. das Markieren von anderen Instagram-Usern erzeugt einen Anstieg des User-Engagements um rund 56 %. Diese sollten passend zum Bild ausgewählt werden. das Nutzen von Hashtags erzeugt etwa 12,6 Prozent mehr Aufmerksamkeit für ein Bild. Etwa 91 % der Top Brands verwenden sieben oder weniger Hashtags pro Bild. obwohl nur 5 % der Top Brands die Location-Funktion beim Bild nutzen, fand die Forschergruppe heraus, dass mit dem Ort-Tag 79 % mehr Aktivität der Follower entsteht. Instagram-Tools Instagram verfügt über ein eigenes Statistiktool, was derzeit jedoch nur ausgewählten Unternehmen zur Verfügung steht. Deshalb sollten Merchants auf Tools von Drittanbietern zurückgreifen, die entsprechende Statistiken zur Verfügung stellen, etwa , oder . 4.6. Tipps und Tricks für den Aufbau von Reichweite anwenden. Mit der Instagram-Geschichte haben sich gewisse Tricks entwickelt, wie ein Account mit wenig Aufwand mehr Follower generieren kann. Viele der Möglichkeiten sind bereits in den anderen Tipps untergebracht. Allgemein lautet die Devise “Wer mitmacht, gewinnt”. Dazu zählen das aktive Kommentieren und Liken anderer Bilder, das Folgen anderer Profile oder das richtige Einsetzen von Hashtags. Aktuelle Trends sollten bei dem Steigern der Bekanntheit immer berücksichtigt werden. Beispielsweise können Merchants “beliebte Instagram Hashtags” googlen und entdecken darunter der Plattform angepasste Hashtags wie “#instagood”, “#instadaily”, “#instamood” oder “follow4follow”. Vor allem bei einer internationalen Zielgruppe sollten Merchants englische Hashtags verwenden. Die kostenlose App “TagsForLikes” für Android und iOS ist eine Art SEO Tool, wo Merchants ihren Bildern optimierte und passende Keywords bzw. Hashtags hinzufügen können. Dies führt idealerweise zu mehr Aufmerksamkeit. 4.7. Konkurrenz analysieren. Zu einer erfolgreichen Instagram-Kampagne gehört immer das Analysieren der Konkurrenz im gleichen Themenfeld. Dort können angehende Instagram-Merchants feststellen, wie Produkte dargestellt werden und welche Bilder besonders beliebt sind. Mit den gewonnen Daten und einer individuellen Marketingkampagne steht dem Beginn der Instagram-Karriere nichts mehr im Wege. 4.8. Andere (Social Media) Plattformen nutzen. Internettrends sind sehr kurzlebig. Daher ist es ratsam, auf mehreren Plattformen aktiv zu sein – Instagram kann eine davon sein, je nach Geschäftsmodell und Zielgruppe. Gerade bei Instagram lohnt sich die Verknüpfung mit einer Facebook-Seite, da sich die Bilder einfach auf der Plattform integrieren lassen. Auch andere Netzwerke und Plattformen – wie die eigene Webseite, Twitter oder Tumblr, können verknüpfend genutzt werden. Instagram-Bilder sollten dabei von anderen Plattformen verlinkt oder angekündigt werden, sodass sie noch prominenter erscheinen. 4.9. Regelmäßige Pflege sichern. Nicht umsonst gibt es in vielen Firmen bereits einen Social Media Manager, der sich mit sozialen Netzwerken befasst und für deren Pflege verantwortlich ist. Gerade bei so einer interaktionsstarken Plattform wie Instagram ist das Posten von Bildern, das Antworten auf Kommentaren und das Folgen thematisch passender Instagram-Accounts empfehlenswert. 4.10. Influencer auf Instagram kontaktieren Wer auf Instagram unterwegs ist, stößt auf Profile, die sich besonderer Beliebtheit erfreuen. Sehr angesehen sind beispielsweise Mode-Blogger, die in regelmäßigen Abständen Bilder ihrer Outfits posten. Im Online Marketing bezeichnet man solche einflussreichen Personen als “Influencer” (da sie erheblichen Einfluss auf eine große Anzahl an Personen/Followern haben). Die Einbindung von Influencern für die eigene Marke ist logisch: Firmen kontaktieren Personen mit Expertise und einer großen Fanbase, damit sie für ein bestimmtes Produkt sowohl auf deren Instagram-Account als auch auf den eigenen Merchant-Profil werben (mit gegenseitigen Markierungen, zum Beispiel ein Accessoires oder ein Kleidungsstück). Follower werten Influencer als Fachautoritäten und verbinden das Produkt mit einem positiven Gefühl. Mehr Follower und das Promoten des Produktes sind das Ziel dieser Marketingstrategie. Wer mehr zu dem Thema “Influencer auf Instagram” erfahren will, sollte den zweiten Beitrag der Instagram-Reihe “Die Macht der Bilder für gezieltes Geld verdienen auf Instagram” nicht verpassen!

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