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Mit YouTube Geld verdienen – So verdienen die YouTube Stars


09.12.14 | YouTuber leben heute von ihren wöchentlichen Filmchen und machen dabei nicht viel mehr als ein bisschen Computerspiele spielen, oder in die Kamera labern. Damit erreichen sie mehr Leute als beispielsweise eine Simpsons-Folge im regulären Fernsehen – Tatsächlich sogar eine Million Leute mehr. Wie schaffen es “Gronkh” und “Y-Titty” solche Massen hinter sich zu vereinen? Das schauen wir uns heute mal genauer an. 3,3 Millionen Abonnenten. Das ist die aktuelle Zahl (Stand: 12.2014) an Zuschauern die der größte deutsche YouTube-Kanal verzeichnet. Platz 10 erreicht immerhin noch 1,5 Millionen pro Video. Zum Vergleich: Der Staffelstart der neuen Simpsonsepisode erreichte laut Quotenmeter eine Reichweite von 2,03 Millionen Zuschauern. Wenn “Gronkh”, so heißt der größte Kanal, also ein Video hochlädt, dann erreicht es durchaus mehr Menschen, als das konventionelle Fernsehen. Eine Goldgrube. Vor jedem Video, der professionellen YouTuber läuft Werbung, die Geld bringt. Zwar ist die Vergütung bei jeder Anzeige unterschiedlich, aber die Profis verdienen mit ihren Kanälen soviel Geld, dass es locker zum Leben reicht, Sponsorings und Extraufträge sogar noch ausgenommen. Und das beste: Jeder kann selbst YouTuber werden! Das ist doch total einfach, oder? Leider nicht. Platz 1: Gronkh Wer ist Gronkh? ist der personifizierte Nerd und tut wenig mehr als Computerspiele zu spielen und sein Spielen live zu kommentieren. Er ist das beste Beispiel für die Kluft zwischen der jungen Generation und denen, die noch mit dem Fernsehen großgeworden sind. Gronkh ist einfach nicht lustig, sagen die einen, die anderen vergöttern ihn. Groß geworden ist er mit seinen Minecraftvideos. Minecraft ist eine Endlossimulation eines Abenteuerlebens: Der Spieler beginnt mit nichts, kann sich aber Gegenstände wie Spitzhacken zusammenbauen, Häuser errichten, gegen Monster kämpfen, Höhlen erforschen und und und. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Gronkh baut gerne in wochenlanger Arbeit riesige Städte und Plantagen. Warum ist er erfolgreich? Seine Videos haben etwas von der Berieselung des konventionellen Fernsehens. Es ist entspannend ihm dabei zuzusehen, wie er durch das neue Resident Evil irrt, sich erschreckt, Rätsel löst, Verknüpfungen herstellt und Spaß macht. Es ist wie das Spiel selbst zu spielen, ohne es kaufen zu müssen. Gronkhs Humor trifft seine Zielgruppe, außerdem ist er der nette Nerd von nebenan: Ein Sympath. Gronkh ist auch schon ewig dabei und seine Abonnentenzahlen sind das Ergebnis langer und harter Arbeit. Mittlerweile produziert er auf einem sehr hohen Niveau und bringt mehrere Videos pro Tag (seit 2010) heraus. Er hat eigene Shows und berichtet von Events, die die Zielgruppe interessieren. Wie verdient er Geld? Gronkh ist an so vielen Schauplätzen aktiv, dass es unübersichtlich wird. Zuerst nimmt er Geld mit diversen YouTube Kanälen ein. Gronkh kann man auch einkaufen, dann moderiert, oder testet er für einen Auftraggeber. Specials wie das neue Battlefield mit Moritz Bleibtreu für EA anspielen: Standard. Gronkh betreibt auch eine eigene GmbH zusammen mit seinem Kollegen Sarazar. Sie unterhalten mehrere Websiten, die ebenfalls Geld verdienen dürften. Er war Partner im größten deutschen Games-Medien-Netzwerk IDG und ist dieses Jahr zum Netzwerk von Pro7 gewechselt. Gronkh ist die Erfolgsgeschichte eines Mannes, der vom Computerspieler zum Unternehmer, Sprachrohr und Schaltstelle der Gamescommunity wurde. SocialBlade schätzt die monatlichen YouTube-Einnahmen auf rund 6.200€ – 49.600€. Platz 2: Y-Titty Wer ist das? sind drei verrückte Jungs, die schon seit acht Jahren auf YouTube aktiv sind. Damals gerade 16, parodierten sie sich munter durch das Portal und machten, was ihnen gerade Spaß brachte. Ihren Durchbruch hatten sie mit Song-Parodien, von denen die erfolgreichste sogar die 20 Millionenmarke knackt. Ganz frisch ist ihr Video in dem sie die bei Jugendlichen populären “Manuel Neuer Scherze” als Song verwerten – Mit Erfolg: Innerhalb von fünf Tagen 600.000 Zugriffe. 2014 gewannen sie sogar einen Echo für ihr Musikvideo zu “Halt dein Maul”. Die Single kam bis auf Platz 5 der Charts. Ihr Erfolg ist ebenso wie der von Gronkh lang erarbeitet. Lange Zeit waren sie der größte deutsche Kanal, bis sie kürzlich von Gronkh überholt wurden. Y-Titty sind sehr nah dran an ihrer Zielgruppe, drei Jungs, ganz normal, die ein bisschen singen können und ein sehr gutes Auge für aktuelle Trends haben. Ihre Songparodien verbinden das was die Zielgruppe sehen und hören will: Die Musik aktueller Hits mit lustigen Videos und neuen Texten. Y-Titty sind YouTuber der ersten Stunde, kennen alles und jeden und kooperieren mit den wichtigen Größen der deutschen Szene. Ein gutes Beispiel dafür ist ihre Parodie des Kultspiels Grand Theft Auto (GTA), das sie ins echte Leben bringen und es von Gronkh kommentieren lassen (4 Millionen Views). Wie verdienen sie ihr Geld? Ähnlich wie Gronkh haben Y-Titty viele Baustellen. Philipp Laude, einer der drei aus dem Trio ist seit jeher der kreative Kopf hinter Y-Titty. Er ist Mitglied des Management Board als Creative Director bei Mediakraft, der größten deutschen YouTuber Agentur. Mediakraft schmückt sich gerne damit, dass sie mit allen ihren Kanälen mehr Menschen erreichen, als traditionelle Fernsehsender. Natürlich kann das Trio sowieso von 20 Millionen Klick Videos leben. YouTube unterstützt solch große Kanäle auch, da die Plattform auf den Content angewiesen ist. Wenn man sich Y-Titty anschaut, muss man zwangsläufig auch über Mediakooperationen, Schleichwerbung und Product Placement sprechen. Y-Titty können gebucht werden, dann testen sie bspw. das neue Samsung Telefon auf einem Festival. Das Trio hat gerade einen Echo gewonnen, den deutschen Musikpreis der nach Verkaufszahlen vergeben wird. Wir können davon ausgehen, dass die Single-Auskopplungen der Parodien im Musikmarkt ebenfalls einiges an Geld verdienen werden. Zuletzt ist zu erwähnen, dass es Y-Titty so gut geht, dass sie gerade aufgehört haben, kontinuierlich auf YouTube Content zu veröffentlichen. Sie machen jetzt nur noch worauf sie Lust haben: Eine Tour mit Musik und Comedy im nächsten Jahr bspw. SocialBlade schätzt die monatlichen YouTube-Einnahmen auf rund 4.200€ – 33.500€. Platz 3: Kontor & Platz 5: Majestic Wer ist das? Platz 3 und 5 belegen zwei Kanäle die sich ausschließlich mit Musik beschäftigen. Kontor ist ein deutsches Musiklabel und Majestic ein Musikblog. Kontor produziert internationale Größen wie ATB, Dj Antoine, Scooter und Tiësto. Das Label existiert seit 1996 und ist eine Hamburger Erfolgsgeschichte: Gestartet als Klub in einem Kontor, wuchs das Unternehmen beständig und machte sich einen Namen als beste Adresse in Deutschland um elektronische Musik zu promoten. Seit 2006 betreibt das Label seinen YouTubekanal und erzielt unglaubliche Reichweiten von bis 153 Millionen Views in der Spitze und etwa 10 Millionen im Durchschnitt. Majestic betreibt unterschiedliche Kanäle, von denen sich jeder mit einer anderen Musikrichtung beschäftigt. Casual zeigt Musikvideos jeglichen Genres, mit Fokus auf elektronischer Musik. Das Ganze ist ein Blog, der seinen Firmensitz in Stuttgart hat. Viel mehr ist nicht bekannt. Die Macher bleiben im Hintergrund. Majestic Casual kommt auf 23 Millionen Views zu Spitzenzeiten und etwa 1 Million im Durchschnitt. Warum sind sie so erfolgreich? Im Wesentlichen ist es das MTV-Phänomen. Musik in Kombination mit Video funktioniert noch immer sehr gut. Außerdem darf man in Zeiten von Googles GEMA-Streit nicht vergessen, dass es durchaus schwieriger geworden ist, kostenlose Musik auf YouTube zu sehen. Nach wie vor ist YouTube, noch vor Streamingdiensten wie Spotify, die Adresse Nr 1 internetaffiner Leute, um kostenlos Musik zu hören. Kontor ist ein Label für elektronische Musik und die ist gerade im Internet gefragt. Die Zielgruppe dafür ist also relativ sicher auf YouTube unterwegs. Außerdem stellen sie die Musiker zur Verfügung, die die Welt sehen will: Die Stars der Szene. Die anderen Künstler promoten sich komfortabel nebenbei. Majestic zeigt seinen Abonnenten ebenfalls was sie sehen wollen. Der Blog stellt einerseits kostenlos gute Musik zur Verfügung. Anderseits trifft der Kanal eine Vorauswahl und präsentiert nur Künstler die der Zielgruppe wahrscheinlich gefallen, bietet also auch eine Redaktion. Wie verdienen sie ihr Geld? Kontor ist ein vollwertiges Label, eins der international größten sogar. Sie verdienen also Geld wie jedes andere Label auch: Mit ihren Künstlern. Was Kontor auszeichnet, ist sein Wissen und die Praxis der neuen Medien. Alle sozialen Kanäle zusammen erzeugen eine schlagkräftige Promotionsplattform die Content umsonst liefert, Musik und Video, den die Zielgruppe unbedingt sehen will. Der Content ist international, da er Musik zeigt. Die Zuschauerschaft ist also nicht auf Deutschland beschränkt. Somit kommen noch mehr Werbeeinnahmen zustande. Kontor verkauft auch seine mächtige Multiplattform Schlagkraft, bestehend aus YouTube, Spotify, Myvideo und einem Fernsehsender. Wer also seine Künstler gerne einem Millionenpublikum vorstellen möchte, darf das gegen ein Entgelt bei Kontor tun. 1.000 Labels sollen das Kontors Angabe zufolge bereits machen. Majestic hat neben YouTube wahrscheinlich keine weiteren Einnahmen. Das ist aber auch nicht nötig, die Arbeit die der Blog leistet, ist Musik zu finden, Rechte abzuklären und Videos einzustellen. Das rechnet sich bei diesen Zahlen ohne weiteres. Außerdem ist es gut möglich, dass Majestic seine Plattform ebenfalls gegen Entgelt zur Verfügung stellt. Platz 4 & 6-8: LeFloid Wer ist das? LeFloid bringt ein wöchentliches Magazin mit bis zu drei zielgruppenrelevanten Nachrichten heraus und kommentiert das. Warum ist er so erfolgreich? Sympath, der ausspricht, was viele denken. Die Aussenseiter Wer ist das? Zwei Jungs aus Russland die nun hier leben. Lange Zeit der größte deutsche Kanal. Warum sind sie so erfolgreich? Zwei Sympathen die dummes Zeug machen und sich in Deutschland zurechtfinden müssen. ApeCrime Wer ist das? Drei sehr verrückte Jungs, die Comedy, Songparodien und Zeichen-Videos machen. Warum sind sie so erfolgreich? Kaum ein berühmter YouTuber zeichnet. Treffen den Humor der Zielgruppe. Setzen auf Sexthemen. PietSmiet Wer ist das? Netzwerk aus Gamern die LetsPlay machen. Warum sind sie so erfolgreich? Jeden Tag mehrere Videos. Die Zielgruppe liebt LetsPlays. Nicht mehr unter den Top 10 sind in Deutschland die Kanäle, die sich mit Schminktipps, Styling und Pflegeprodukten beschäftigen. Der Eindruck täuscht aber: Erst Platz 25 fällt unter eine Million Abonnenten. Kanäle wie Herr Tutorial und bibisbeautypalace verdienen auch kräftig am Productplacement mit. Sie zeigen ihren Zuschauern wie sie sich ordentlich schminken und stylen. Was können wir für ein Fazit aus dieser YouTube-Betrachtung ziehen? YouTube ist harte Arbeit. Um Honorare zu erhalten, die zum Leben ausreichen, müssen wir ganz schön viele Leute erreichen. Ein Vergleichskanal mit immerhin schon 26.000 Abonnenten verdient nach Social Blade maximal 800€ im Monat. So viele müssen es aber schon sein, weil wir nicht davon ausgehen können, dass jeden Monat gleich viele Werbeeinahmen erzielt werden. Wer wirklich erfolgreich sein will, setzt auf Musik, Games oder Comedy. Da führt kein Weg dran vorbei. Es sei denn ihr zaubert eine abgedrehte Persönlichkeit aus dem Hut, dann könnt ihr auch Schminktipps machen. Um Geld zu verdienen, sollte sich der Kanal mit etwas beschäftigen, für das Online Werbung geschaltet wird, die die Zuschauer interessiert. Nicht jede Anzeige vor einem Video wird bezahlt nur weil sie fünf Sekunden gelaufen ist. Oft ist die Vergütung an Bedingung wie Mindestwiedergabedauer, Klicks oder Verkäufe gekoppelt. YouTube ist Google und personalisiert die Werbung auf den Nutzer. Vergleichen wir die genannten Kanäle von Y-Titty (33.000€/Monat)) und PietSmiet (109.000€/Monat wird deutlich, dass Größe nicht alles ist. Es führt auch kein Weg an den YouTube-Netzwerken von bspw. Mediakraft, Pro7 und IDG vorbei. Nur mit ihrer Hilfe werden Kanäle überhaupt erst groß genug. Und für die Netzwerke zählt Content und eine bestehende Zuschauerbasis. Wer das aber wirklich probieren will, für den sind die Vorzeichen gut: Ericsson erhöht im Mobility Report alljährlich die Prognosen für Videonutzung in der Zukunft. Schaut man sich die ersten Videos der YouTube-Stars an, braucht auch niemand Scheu zu haben mit der eigenen Webcam zu starten. Was es braucht ist Durchhaltevermögen und Passion für das Video. Und wie ihr bei YouTube durchstartet, das zeigen wir euch in unserer mehrteiligen Reihe hier auf affiliate-deals!

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Google Drive – Ein Cloud-Dienst, der sich wirklich lohnt


31.10.14 | Cloud, zu Deutsch Wolke, steht in der Internetwelt für die Möglichkeit, Speicherplatz im Web zur Verfügung zu haben und Programme ausführen zu können, die nicht auf dem lokalen PC installiert sind. Dateien werden dabei auf dem Server des jeweiligen Dienstleisters abgespeichert. Einzige Voraussetzung ist natürlich ein Internetzugang. Mittlerweile gibt es zahlreiche Dienstleister, die Clouds anbieten. Doch bei der richtigen Wahl kommt es nicht nur auf die kostenlose Speichermenge an, sondern vor allem auch auf Zusatz-Funktionen. Hier punktet vor allem Google Drive. Ehemals “Google Text & Tabellen”, später “Google Docs” und nun “Google Drive” ist eine Webanwendung von Google, die es ermöglicht, Dateien zwischen verschiedenen Rechnern und Nutzern zu synchronisieren und bereitzustellen. 2012 bekam der Dienst Cloud-Store-Fähigkeiten und wurde daraufhin in Google Drive umbenannt. Von da an stellt die Anwendung eine attraktive Alternative zu anderen Cloud-Diensten dar. Das Prinzip solcher Dienste besteht darin, dass jeder Benutzer Dokumente, Bilder, Musik, Videos und vieles mehr von sämtlichen Geräten aufrufen und bearbeiten kann. Änderungen werden synchron gespeichert und auch das Teilen für andere Benutzer ist möglich. Datentransporte per USB-Stick, CD oder externer Festplatte, um Dateien zu sichern oder auf ein anderes Gerät zu übertragen, werden damit hinfällig, da in der Cloud Daten direkt im Internet gespeichert werden. Bei Google Drive stehen Euch zusätzlich Funktionen wie Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Erstellung von Bildschirmpräsentationen, Formularen, Zeichnungen sowie die Zusammenfügung von PDF-Dokumenten und die Verknüpfung von Google Drive mit anderen Apps zur Verfügung. Alle Dokumente können gemeinsam mit anderen Benutzern bearbeitet werden. Die Anwendung gibt es für Android, iOS, Mac OS X und Microsoft Windows und ist auf allen Geräten nutzbar, auf denen Google Drive installiert ist. Google Drive Funktionen Die Benutzeroberfläche von Google Drive ist sehr übersichtlich angelegt. Auf der linken Seite findet Ihr eine Menüleiste, unter “Neu” lassen sich neue Ordner oder Dateien erstellen. Google Docs: In dem Textverarbeitungsprogramm ermöglichen Bearbeitungs- und Design-Tools Text- und Absatzformatierung. Es stehen zahlreiche Schriftarten zur Verfügung und Links, Bilder und Zeichnungen können in die Dokumente eingefügt werden. Google Docs lassen sich wie auch alle weiteren Dokumente von überall erstellen und bearbeiten. Für mobile Geräte muss dafür die App heruntergeladen werden. Sobald Ihr oben rechts im Dokument auf “Freigeben” klickt, könnt Ihr entscheiden, wer den Link zur Datei erhalten soll. Alle Personen, für die das Dokument freigegeben ist können es dann sehen, kommentieren und bearbeiten. Durch Cursorbewegungen seht Ihr, wenn andere Nutzer das Dokument gerade bearbeiten. Währenddessen könnt Ihr mit ihnen chatten oder Kommentare hinterlassen. Alle Änderungen werden automatisch gespeichert, anhand des Überarbeitungsverlaufs könnt Ihr ältere Versionen des Dokuments aufrufen. hat. Die Textverarbeitung ist mit Microsoft Word kompatibel, Dateien können ganz einfach konvertiert werden. Google Tabellen: Die Tabellenkalkulation ist mit Excel kompatibel und bietet Funktionen wie Formelverarbeitung, Formatierung, Sortierung, horizontales und vertikales Verbinden von Zellen. Excel-, CSV- und OpenDocument-Dateien können importiert und neben PDF- und HTML-Dateien auch exportiert werden. Auch auf Tabellen könnt Ihr von Smartphone, Tablet oder PC aus zugreifen. Google Präsentationen: In die Bildschirmpräsentationen lassen sich Texte, Zeichnungen, Bilder und Videos beliebig einfügen. Die Wiedergabe erfolgt direkt im Browser, die Präsentationen sind mit PowerPoint-Dateien kompatibel. Google Formulare: Ihr könnt über Drive Formulare online erstellen und beispielsweise Links zu Online-Umfragen per E-Mail verschicken. Die Empfänger können das Formular direkt in der Mail oder online auf der Google-Seite ausfüllen und wieder zurück schicken. Bei den Antworten habt Ihr die Wahl zwischen Freitext, Auswahlfrage, Ankreuzvorschlägen, Skala und Position im Gitter. Mit den Antworten erstellt Google Drive Statistiken, die im Tabellen-Editor geöffnet und bearbeitet werden können. Neben Umfrageformularen könnt Ihr auch Anmeldungen zu Veranstaltungen verwalten oder E-Mail-Adressen für Newsletter erfassen. Google Zeichnungen Hier könnt Ihr grafische und geometrische Elemente, Schrift und Bilder verwenden, um Diagramme und Flussdiagramme zu erstellen. Exportformate sind PNG, JPEG, SVG und PDF. Unter “Neu” und “Mehr” lassen sich neben Formularen und Zeichnungen auch “Weitere Apps verknüpfen”: Google bietet damit Schnittstellen für Entwickler, um Drive mit anderen Anwendungen zu verbinden, z.B. lassen sich anhand des Save-to-Drive-Knopfes Inhalte einer Webseite direkt auf Drive sichern. Auch Offline arbeiten ist mit Google Drive kein Problem mehr. Voraussetzung ist ein installierter Google Chrome-Webbrowser. Weiterhin müsst Ihr vorher oben rechts unter “Einstellungen” das Kontrollhäkchen neben “Offline” aktivieren und schon lässt sich auch ohne Internetverbindung weiterarbeiten. Mit der App “Google Drive for Work” erhalten Unternehmen für acht Euro pro Monat und Nutzer bei mehr als fünf Personen unbegrenzten Speicherplatz für Dateien, Ordner, Sicherungskopien und mehr. Auch hier lassen sich Microsoft-Office-Dokumente synchronisieren und wichtige Arbeit jederzeit und von überall aus erledigen. Für alle, die nicht ganz so viel Speicherplatz brauchen reicht auch die kostenlose Variante. Verwendung mit Google Über das “Apps”-Symbol in der oberen rechten Menüleiste kommt Ihr ganz einfach zu weiteren Google-Produkten wie Gmail, YouTube, News oder Maps. Nutzt Ihr Gmail, könnt Ihr bei E-Mail-Anhängen Euren Mauszeiger über den Anhang bewegen und nach dem Drive-Logo suchen. Anhänge werden dann direkt in Google Drive angezeigt oder gespeichert. Die Google Suche innerhalb der Anwendung erkennt Objekte in Bildern und Text in gescannten Dokumenten. Bei der Suche nach Wörtern werden dadurch nicht nur Dokumente angezeigt sondern auch Bilder. Ihr könnt also das Suchfeld nutzen, um Ordner oder Dokumente ausfindig zu machen, auch Bild- oder PDF-Dokumente lassen sich dank der automatischen Text- und Bilderkennung blitzschnell finden. Dank Drive könnt Ihr Eure Google+ Fotos zum Leben erwecken und professionelle Bilder, Animationen und Videos erstellen. Bei den Chromebooks ist Google Drive bereits integriert. Dateien und Fotos werden dort automatisch gesichert. Ein großer Vorteil ist, dass neue Chromebooks meist 100 GB kostenlosen Speicher für die ersten zwei Jahre bereitstellen. Nutzung und Sicherheit Voraussetzung für die Nutzung von Google Drive ist die Einrichtung eines Google-Kontos. Besitzt Ihr bereits eines durch die Verwendung von Google+, Gmail oder anderen Google-Diensten könnt Ihr natürlich dieses Konto verwenden. Umgekehrt erhalten Nutzer mit der Anmeldung bei Google Drive auch Zugriff auf alle weiteren von Google angebotenen Produkte – ein Account für sämtliche Anwendungen also.Die Office-Funktionen von Drive sind zwar nicht ganz so umfangreich wie beispielsweise bei Microsoft Office aber alle wichtigen Grundfunktionen sind enthalten. Für alle Dateien ist die verschlüsselte Seitenübertragung durch SSL und HTTPS standardmäßig aktiviert. Dateien sind somit zwischen Client und Server verschlüsselt, sowie auf dem Server verschlüsselt abgelegt. Bei der Freigabe Eurer Dokumente für andere Personen könnt Ihr zwischen drei Stufen wählen: 1. das Dokument wird nur für bestimmte Google-Nutzer freigegeben 2. alle Personen, die über den geheimen Link verfügen können darauf zugreifen 3. alle Personen die frei im Web sind und somit auch Suchmaschinen können die Inhalte abrufen Google Drive Speicher Bis 2013 erhielt jeder Google Drive-Nutzer von Anfang an 5 GB freien Speicher. Mittlerweile wurde der Speicher von Gmail, Google+ Fotos und Google Drive zusammengelegt, sodass Ihr 15 GB kostenlos erhaltet. Google verfolgt damit sicherlich auch das Ziel, seine anderen Produkte an den Nutzer zu bringen, dieser zieht letztlich aber auch Vorteile aus dieser Verbindung: Dateien können sicher aufbewahrt werden, E-Mail-Anhänge und Fotos direkt in Drive gespeichert werden. Wird der Speicherplatz knapp, kosten Euch weitere 100 GB monatlich 1,99 US-Dollar. Kontra Im Vergleich zu anderen Cloud-Diensten klingt der kostenlos angebotene Speicher vielleicht wenig. Die Telekom-Cloud bietet beispielsweise 25 GB kostenlosen Speicher, allerdings wird dem Nutzer darüber hinaus kein weiterer Online-Speicher zur Verfügung gestellt. Bei Dropbox können Nutzer bis zu 16 GB kostenlosen Speicher bekommen, indem sie Nutzer werben. Google bietet für Gmail, Google+ Fotos und Drive insgesamt 15 GB Speicherplatz, je nach Gmail- und Google+-Nutzung bleibt weniger für Drive und umgekehrt. Das Betriebssystem Linux, sowie Blackberry und Windows Phone werden bisher nicht unterstützt. In der ersten Fassung der deutschsprachigen Allgemeinen Geschäftsbedingungen hieß es, Google hätte das Recht, Dokumente weiterzuverwenden. Es handelte sich dabei laut Google um einen Übersetzungsfehler. Der Abschnitt wurde umgeändert – etwas Skepsis bleibt trotzdem. Pro Google Drive eignet sich wunderbar für alle, die auch andere Google-Dienste wie Docs, Gmail, Google+ und Picasa nutzen. Der Speicher erhöht sich damit auch für diese Anwendungen. Word-Dokumente, Excel-Tabellen und PowerPoint-Präsentationen lassen sich direkt in der Cloud erstellen und bearbeiten. Damit spart Ihr Geld für Pakete wie Microsoft Office 365. All Eure wichtigen Dokumente sind gesichert, zum Beispiel beim Ausfall einer Festplatte. Google Drive ist systemübergreifend nutzbar. Kooperationen von mehreren Personen werden um einiges erleichtert. Die Dateisuche für Daten in Google Drive ist durch eine automatische Text- und Bilderkennung ähnlich umfangreich wie die Google Suche selbst. Ihr erhaltet mit Google Drive viel Platz bei hoher Datensicherheit und eine nahtlose Integration in andere Produkte von Google.

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Warum sich Cookie-Dropping für Affiliates nicht lohnt


08.05.14 | Für jeden eBay Mitarbeiter dürfte der Name Shawn Hogan vermutlich bekannt sein. Der amerikanische Online Marketer ist Gründer und CEO der Marketing Firma Digital Point Solutions, größter Affiliate von eBay und zweitgrößter von Google AdSense. Nun ist Shawn Hogan wegen Betruges in Höhe von 28 Millionen US Dollar (etwa 20 Millionen Euro) zu einer Haftstrafe von fünf Monaten mit drei Jahre Bewährung nach der Haftentlassung verurteilt worden. Zusätzlich muss er 25.000 US Dollar (etwa 18.000 Euro) Strafe zahlen. Mithilfe des “Cookie-Dropping-Prinzips” hat der Betrüger als erfolgreichster Affiliate des ebay-Partnerprogramms jeden Besucher seiner Webseiten heimlich eBay-Cookies im Browser hinterlegt (View-Cookie), ohne dass diese auf ein eBay-Werbemittel geklickt hätten (Klick-Cookie). Jetzt ist der Anführer der 26.000 eBay Affiliate Partner aufgeflogen und wird laut dem rechtskräftigen Urteil am 14. Juli 2014 seine Inhaftierung antreten. In einer zivilrechtlichen Klage seitens eBay kam es zu einer außergerichtlichen Einigung, deren Summe nicht bekannt ist, aber vermutlich höher als die 25.000 US Dollar liegt. Was ist Cookie Dropping und warum ist es verboten? Cookie Dropping oder auch Cookie Stuffing gehört zu den Blackhat-Techniken im Affiliate Marketing. Laut OnPage-Wiki: “…wird versucht, im Browser eines Nutzers bereits bei der Ansicht (View) einer Website einen Cookie zu hinterlegen, über welchen bei einer erfolgten Conversion eine Provision für den Affiliate abgerechnet wird.“ Normalerweise wird erst beim Klick auf den Affiliate Banner oder Link ein Cookie im User Browser hinterlegt, sodass bei einem erfolgreichen Abschluss (Lead oder Sale) dem Affiliate eine bestimmte Provision (meist nach dem “Last-Cookie-Wins”-Prinzip) zugerechnet wird. Wenn aber schon beim Öffnen der Webseite ein View-Cookie hinterlegt wird, ohne dass der User auf einen Affiliate-Banner geklickt hat, ist das Betrug, weil: die Partnerprogrammbetreiber einen aktiven Klick des Users auf ein Affiliate- Werbemittel und eine anschließende Aktion belohnen. möglicherweise andere Publisher Cookies des Partnerprogramms überschrieben werden. Der User nicht über diese Maßnahme informiert wird. Obwohl der Betrüger mithilfe von Cookie-Dropping nicht am Kaufprozess des Users beteiligt ist, kann er hohe Gewinne erzielen was der Fall von Shawn Hogan zeigt. Mehr Informationen zu Cookies und Tracking erfahrt Ihr in den Artikeln und . Ausblick Die Verurteilung von Shawn Hogan zeigt problematische Entwicklungen auf: Ist das Cookies-Tracking-Prinzip noch zeitgemäß und das “Last-Cookie-Wins”-Prinzip als Provisionsmodell sinnvoll? Ist die Strafe für einen Millionen Betrug angemessen? Zu Beginn des Prozesses drohten Hogan 20 Jahre Haft: einige Stimmen meinen, dass bei einem 20 Millionen Euro Betrug durch Cookie Dropping eine Freiheitsstrafe von 5 Monaten und 18.000 Euro Strafe ein sehr mildes Urteil im Vergleich zum Schaden darstellt. Diese Fragen führen zu einer stetigen Weiterentwicklung, sei es die Abkehr von Cookies als Trackinginstrument oder die Methode der “Customer Journey“ im Vergleich zum “Last-Cookie-Wins-Prinzip“. Auch strafrechtlich müssen wir abwarten, wie beispielsweise Internetbetrug als Form der Wirtschaftskriminalität sanktioniert wird. Immer mehr Betrüger nutzen diesen Kanal für illegale Aktionen und nutzen oftmals die rechtliche Grauzone für ihre Intrigen.

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Foursquare: Was die Standort-App außer dem Check-In noch zu bieten hat


12.02.14 | Heutzutage gibt es quasi ein soziales Netzwerk für alles: zum Teilen von Fotos, Videos, Nachrichten, Status-Updates, oder Katzenbildern. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ein Netzwerk, das sich auf das Teilen von besuchten Orten spezialisiert hat, ist Foursquare. Welche Funktionen Foursquare zu bieten hat und was einem das Nutzen der App bringt sowie Tipps und eine Step-by-Step Anleitung für Anfänger gibt es in folgendem Artikel. Foursquare wurde 2009 gegründet und hat inzwischen über 45 Millionen registrierte Mitglieder, die jeden Tag millionenfach in Orten auf der ganzen Welt ‘Einchecken.’ Das ‘Einchecken’ bedeutet, seinen aktuellen Standort auf dem Netzwerk mitzuteilen, sei es z.B. ein Café, die U-Bahn oder das örtliche Fitnesscenter. Neben dem Einchecken können User außerdem Empfehlungen zu neuen Orten erhalten, die Menschen mit den gleichen Vorlieben besuchen. Foursquare wird als kostenlose Standort-App vor allem über das Smartphone verwendet. Es gab sogar zuerst die App und erst danach die Webseite, was Foursquare zu einem mobilen Vorreiter macht. Beginner’s Guide – Erste Schritte mit Foursquare App aufs Handy downloaden. Via Facebook Account einloggen und sehen, wo Freunde sind, oder per E-Mail registrieren. Freunden mitteilen, wo du dich befindest. Je mehr du Foursquare benutzt, desto mehr hast du davon: du kannst ‘Badges’ gewinnen, je nach Anzahl der Check-ins an einem Ort. Wenn du mehr als andere User an einem Ort eingecheckt bist, kannst du Bürgermeister dieses Ortes werden. Manche Unternehmen vergeben Rabatte oder sogar Geschenke, z.B. gratis Kaffee, an treue ‘Foursquare-Kunden’. Foursquare’s Funktionen und Nutzen Foursquare bietet den Usern unterschiedliche Funktionen, die über das reine Einchecken an besuchten Orten und das Teilen mit Freunden hinausgehen. So können User Orte speichern und auf eine persönliche Liste setzen, wenn sie sich diese merken möchten. Außerdem können die Nutzer Bewertungen für Orte abgeben, ähnlich wie es von dem deutschen Anbieter Qype bekannt war. Die Foursquare-Community stellt somit Insider-Tipps für jeden bereit. Foursquare empfiehlt zudem zielgerichtet Orte in der Nähe, die einem Nutzer gefallen könnten. Dies wird u.a. anhand der besuchten Orte von Freunden und Nutzern mit ähnlichen Interessen ausgewertet. Besonders in fremden Städten ist das hilfreich, da sich Nutzer dort noch nicht auskennen aber trotzdem Tipps über Foursquare bekommen. Die Funktion ‘Erkunden’ ermöglicht es Nutzern, Informationen über anstehende Events, wie Konzerte, oder Orte, die gerade im Trend sind, zu erhalten und so neue Ideen zu finden. Foursquare für Unternehmen Neben den 45 Millionen Usern gibt es auch über 1,6 Millionen Unternehmen, die Foursquare nutzen. Darunter befinden sich Bars, Restaurants, Hotels und Geschäfte weltweit. Von Vorteil sind für sie vor allem die Werbung in eigener Sache, die durch Fourquare’s Empfehlungen ermöglicht wird. Außerdem können sie durch Vergünstigungen und Aktionen, die mit einem Check-In verbunden sind, Kunden für ihre Treue belohnen. Sollte der Standort des Unternehmens schon von Nutzern auf Foursquare eingetragen worden sein, kann er über https://de.business.foursquare.com/ von den Besitzern übernommen werden. Weitere Tipps für Foursquare Datenschutz: Für einen sicheren Umgang mit Foursquare sollten sich Nutzer bewusst sein, welche Konsequenzen das Teilen ihres Standortes haben könnte. So ist es z.B. nicht ratsam, ‘Zuhause’ oder bei Freunden unter Angabe der Addresse einzuchecken, wenn dies nicht gewünscht ist. Generell sollten Nutzer also darüber nachdenken, welche Standorte unbesorgt geteilt werden können und welche besser nicht. Anzahl der Check-Ins: Abgesehen davon, welche Orte du letztlich teilst ohne um deine Privatsphäre fürchten zu müssen, wird die Datengrundlage mit der Anzahl der Check-Ins genauer. Das heißt, je mehr du als Nutzer eincheckst, desto bessere Emfehlungen gibt es. Teilen auf anderen Netzwerken: Bevor du deinen Foursquare-Standort zusätzlich auf Facebook oder Twitter teilst, überlege ob diese Information überhaupt für andere Nutzer interessant ist. Am besten ist es, etwas dazu zu schreiben, damit andere auch etwas damit anfangen können.

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Der Internet Cookie und Tracking im Online Marketing: Ein Überblick


10.02.14 | Beim Surfen im Internet bekommt es nicht jeder unbedingt mit. Doch wer Nachrichten im Online Magazin liest, bequem von Zuhause eine Pizza bestellt oder auf Amazon ein neues Smartphone sucht, bleibt nicht unerkannt: Webseitenbetreiber und Unternehmen (Merchants) wollen verstehen, worin die individuellen Interessen der Besucher liegen und ob sie zur Webseite zurückkehren. Dabei gilt: Je umfangreicher das User Surfprofil, desto wertvoller die gewonnen Daten für die Optimierung von (personalisierter) Werbung. Wie gehen Merchants und Online Partner der Anbieter (Affiliates) dabei vor? Die Artikelreihe “Trackingmethoden im Affiliate Marketing” ist ein Versuch, das komplexe Thema rund um Cookies und verschiedene Trackingmethoden anschaulich darzustellen. Zweifelsohne wissen die meisten Internetnutzer und Affiliates, dass es sich bei Cookies nicht um ein essbares Gebäck handelt, aber was genau Cookies speichern und wie es im Online Marketing eingesetzt wird, geht möglicherweise über den eigentlichen Wissenshorizont hinaus. Auch die Literatur im Netz ist teilweise unübersichtlich und zu kurz präsentiert. Die Artikel auf Affiliate Deals sollen dahingehend eine Übersicht zum Thema geben. Um die Zusammenhänge zu verstehen, beginnen wir mit den grundsätzlichen Fragen als Einstieg: Was genau ist ein Cookie und was speichert er? Was ist ein Cookie? Ein Cookie ist ein Datensatz, der von dem Webserver eines Webseitenbetreibers (zum Beispiel Amazon) im Browser (zum Beispiel Google Chrome) des Webseitenbesuchers hinterlegt wird. Zur Veranschaulichung: Der Internetuser gibt in der Adressleiste im Browser die Webadresse “www.amazon.de” ein oder folgt einem Link von seiner Lieblingsseite über Fantasy und Abenteuer Bücher, wo er zu Amazon gelangt. Technisch betrachtet stellt der Browser des Nutzers eine Anfrage an den Webserver, auf dem die Webseite Amazon liegt. Der Webserver beantwortet diese Anfrage (auch request genannt) und schickt den Inhalt der Webseite zum Browser zurück – jetzt kann der User innerhalb weniger (Milli-)Sekunden die Webseite anschauen, ein alltäglicher Vorgang im Internet. Aber: Der Webserver, auf dem die Webseite liegt, kann zugleich einen oder mehrere Cookies mitsenden. Die Cookie-Informationen werden meist lokal im Browser des Webseitenbesuchers gespeichert (auch Client-Browser genannt). Der Webseitenbetreiber kann mit der gesetzten Cookie-Datei unter anderem wiederkehrende Besucher identifizieren, da er jene Cookies vom Client-Browser erkennt, die denselben Domainnamen wie der Webserver des Webseitenbetreibers enthalten (wie www.amazon.de). So wird zum Schutz der Besucher sichergestellt, dass Cookies von anderen Webseiten außer Amazon nie gelesen werden und anders herum. Eine Ausnahme bilden sogenannte Drittanbieter-Cookies. Um das Cookies-Tracking-Prinzip im Affiliate Marketing zu verstehen, gehen wir auf dieses Beispiel einmal näher ein. Drittanbieter-Cookies Eine ausdrucksstarke Webseite besteht in der Regel aus Text, Bildern, Videos und anderen Multimedia-Elementen. Häufig werden Bilder in Form von Werbung, etwa Werbebanner, nicht vom Webserver der Webseite bereitgestellt, sondern von Servern der Werbeanbieter. Die Werbefläche wird entweder vom Webseitenbetreiber selbst platziert (Online Partner) oder Werbetreibende kaufen die Werbekästen, um gezielt ihre Werbung zu präsentieren. Letzteres ist eine Art von Anbietern, die generell “Drittanbieter” genannt werden, da sie auch Cookies im Browser des Users (Client) abspeichern: die Drittanbieter-Cookies. Somit können Merchants mithilfe der gespeicherten Cookies im Client-Browser nachverfolgen, welche Webseite besonders lukrativ für Werbung ist und welche nicht – dank der gesetzten Cookies wissen Firmen genau, wann welche Webseite aufgerufen wurde. Der Aufbau eines Cookies Bei einer Cookie-Datei handelt es sich um eine Zeichenkombination bestehend aus Ziffern und Buchstaben, welche dem Nutzer eine bestimmte Identität zuweist oder Einstellungen im Browser speichert (zum Beispiel die Spracheinstellung, wenn auf der Webseite mehrere Sprachoptionen wählbar sind). Cookies enthalten: einen Namen. einen Textwert. bestimmte Eigenschaften, die wichtigste Eigenschaft ist die Lebensdauer; diese gibt an, wie lang der Cookie im Client-Browser gespeichert bleiben soll. Fehlt die sogenannte Cookie-Laufzeit (üblicherweise 30 bis 60 Tage), wird der Cookie beim Beenden des Browsers automatisch gelöscht. Was speichern Cookies? Kurz gesagt: Informationen. Zu unterscheiden seien hier relevante Informationen für Webseitenbetreiber und der Vorteil für Internetnutzer. 1. Ziel für Webseitenbetreiber: Nutzeridentifikation und Surfprofile Cookies enthalten Informationen über: Besuchsdauer des Nutzers Herkunft (Deutschland), Klick-Pfad (über die Google Suche) und Gerät (Smartphone oder PC) des Nutzers Eingaben des Nutzers Präferenzen und Browsereinstellungen des Nutzers (vor allem wichtig für Online Shops) Mit bestimmten Web Tools wie Google Analytics können Webseitenbetreiber mithilfe von Cookie-Informationen erfahren, wie Besucher die Seite verwenden (siehe “Tracking im Online Marketing”). Das gewonnene Userprofil ist insbesondere für kommerzielle Anbieter von Nutzen, da sie durch das Schalten von personalisierter Werbung aus dem Nutzer einen regelmäßigen Besucher machen können. Wer beispielsweise ein regelmäßiger Amazon-Besucher ist und dort häufig nach Abenteuer Büchern sucht, dem werden zukünftig Produktvorschläge aus dergleichen Kategorie angezeigt. Wem das Schalten personalisierter Werbung nicht gefällt, kann das individuelle Werbeangebot in seinem Konto ausstellen. Wer beispielsweise ein regelmäßiger Amazon-Besucher ist und dort häufig nach Abenteuer Büchern sucht, dem werden zukünftig Produktvorschläge aus dergleichen Kategorie angezeigt. Wem das Schalten personalisierter Werbung nicht gefällt, kann das individuelle Werbeangebot in seinem Konto ausstellen. Dann rufen wir die Internetseite www.amazon.de auf und schauen unter “Einstellungen”, was genau in dieser kurzen Zeit passiert ist und tatsächlich: insgesamt 23 Webseiten (z.B. Amazon, Google, Zanox oder herrenausstatter.de als Drittanbieter) haben 39 Daten, darunter 35 Cookies, in unserem Browser gespeichert. Und das nur mit dem Aufrufen der Amazon-Startseite! (Stand: 08.01.2014) Gehen wir weiter. Das LG-Werbebanner auf der Amazon-Startseite mit dem 3D Smart TV sieht vielversprechend aus und wird angeklickt. Wohlgemerkt der zweite Klick nach dem Löschen unserer lokal gespeicherten Cookies und Webseitendaten im Browser. Was passiert, wenn wir in den Einstellungen die gespeicherten Cookies nachvollziehen wollen? Jetzt haben insgesamt 25 Webseiten 47 Daten in unserem Browser gespeichert, 2 Webseiten und 8 Daten mehr als ein Klick zuvor. (Stand: 08.01.2014) Das Prinzip der Cookie-Speicherung durch Webseitenserver zieht sich mit dem weiteren Surfen im Netz fort. Wer das Internet uneingeschränkt nutzen möchte, muss sich wohl oder übel damit abfinden. Ein kleiner Trost wäre die zweite Option der Einstellungsmöglichkeiten für den Umgang mit Cookies: “Lokale Daten nach Beenden des Browsers löschen” (siehe “Selbstverwaltung der Cookies”). 2. Ziel für Internetnutzer: Vereinfachung von Vorgängen im Web Cookies vereinfachen für User wichtige Vorgänge im Internet, zum Beispiel: Speichern von Benutzername und Passwort beim Login (E-Mail, Foren, soziale Netzwerke etc.) Registrierung von Produkten, zum Beispiel im virtuellen Online Warenkorb Zwischenspeicherung von Benutzeraktionen und -eingaben bei Abbrüchen der Serververbindung gewünschte Spracheinstellung der Webseite Selbstverwaltung der Cookies Cookies werden ausschließlich vom Internetnutzer selbst verwaltet. Das heißt, jeder User kann Cookies speichern, einsehen, blockieren und löschen. Beim Google Chrome Browser: “Google Chrome anpassen und einstellen” (drei Querbalken rechts neben der Adressleiste) "Einstellungen” “Erweiterte Einstellungen anzeigen” (unten) unter der Überschrift “Datenschutz” “Inhaltseinstellungen” anklicken unter “Cookies” auf “Alle Cookies und Websitedaten” klicken; dort könnt ihr die lokal gespeicherten Daten ansehen und entfernen In der Regel sind Cookies nicht bösartig, aufgrund der Anwendungsbereiche bringen sie jedoch Risiken für die User mit sich (mehr dazu in der Artikelreihe III “Gefahren und die rechtliche Kontroverse des Trackings”). Daher erlauben viele Browser dem Nutzer spezifische Einstellungsmöglichkeiten für den Umgang mit Cookies. Beim Google Chrome Browser: “Google Chrome anpassen und einstellen” (drei Querbalken rechts neben der Adressleiste) "Einstellungen” “Erweiterte Einstellungen anzeigen” (unten) unter der Überschrift “Datenschutz” “Inhaltseinstellungen” anklicken unter “Cookies” gibt es folgende Optionen: Speicherung lokaler Daten (Cookies) zulassen/eingeschränkt zulassen Lokale Daten (Cookies) nach Beenden des Browsers löschen Speicherung von Daten (Cookies) für alle Websites blockieren (keine Cookies annehmen) Zusatzoption: Drittanbieter-Cookies und Websitedaten löschen (ausschließlich Cookies vom Server der aufgerufenen Seite annehmen) Wer jedoch konsequent Cookies für alle Webseiten (Option 3) blockieren will, sollte folgendes wissen: Wer beispielsweise ein Google-Konto besitzt und weitere Google-Produkte in Anspruch nimmt, muss sich mit der Aktivierung von Cookies abfinden, da alle Google Dienste den Einsatz von Cookies nutzen. Ansonsten ergibt sich beispielsweise folgende Situation: Wer Namen und Kennwort beim Google E-Mail eingibt und auf “Anmelden” klickt, wird wiederum aufgefordert, sich erneut einzuloggen. Der Browser scheint sich die Anmeldedaten nicht merken zu können. Tracking im Online Marketing Allgemein umfasst Tracking (auch Spurbildung oder Nachführung) laut Wikipedia: “alle Bearbeitungsschritte, die der gleichzeitigen Verfolgung von (bewegten) Objekten dienen.” Im Online Marketing bezeichnet man mit Tracking die Aufzeichnung und Auswertung von User-Verhalten im Internet, dementsprechend das Mitlesen des persönlichen Bewegungsprofils auf einer besuchten Webseite mithilfe des Einsatzes von Cookies. Die mit sogenannten Tracking-Tools, wie Google Analytics, aufgezeichneten Analysedaten sind zu einem wichtigen Instrument im Online Marketing geworden. Der Vorteil für Webseitenbetreiber: Seite kundenfreundlicher gestalten. Verminderung von Besucherabbrüchen. zielgruppengerechte Vermarktung von Produkten. Beim Tracking müssen zum Schutz der Nutzer besondere datenschutzrechtliche Vorgaben eingehalten werden, um einen Missbrauch vorzubeugen. So wird das Mitlesen des persönlichen Internetgebrauchs in den Medien stark diskutiert, weshalb im letzten Beitrag der Artikelreihe auf Gefahren des Trackings und rechtliche Kontroversen hingewiesen wird. Nachdem wir nun die Grundbegriffe “Cookies” und “Tracking” geklärt haben, sprechen wir im nächsten Beitrag über die am meisten genutzten Vergütungsprinzipien im Affiliate Marketing mithilfe des Einsatzes von Cookies. Trackingmethoden im Affiliate-Marketing Das Tracking stellt im Affiliate Marketing die Auszahlung einer Provision für Publisher sicher. Es wird festgestellt, welcher Publisher bei einem Werbemittelkontakt involviert war, damit nach einer erfolgreichen Transaktion die Provision dem jeweiligen Publisher richtig zugeordnet werden kann. Entweder wird das Tracking innerhalb der Netzwerke gesichert, die in einer Wechselbeziehung zwischen Merchant bzw. dessen Agentur stehen oder beim Merchant direkt, wenn dieser ein Inhouse-Partnerprogrammm als Netzwerkalternative vorzieht. Ein wichtiges Kriterium im Affiliate Marketing ist das eindeutige Nachvollziehen der Werbemittelkontakte bei erfolgreichen Abschlüssen, sprich über welchen Partner der Kunde auf das Produkt aufmerksam gemacht wurde. Dazu werden verschiedene Trackingmethoden, sogenannte Trackingverfahren verwendet. Mithilfe eines Publisher-Codes, den der Partner vom Merchant bzw. vom Affiliate Netzwerk zugeordnet bekommt, erfolgt bei Beteiligung die konkrete Zuordnung des generierten Umsatzes. Das Tracking kann durch verschiedene Lösungsansätze umgesetzt werden. Wir stellen Euch im Artikel die gängigsten Cookies-Trackingmethoden und andere bei Partnerprogrammen vor. Cookie-Trackingmethoden bei Partnerprogrammen 1. Das (Standard) Cookie Tracking Beim Standard oder Browser Cookie Tracking wird im Browser des Users bei Werbemittelkontakt ein Cookie hinterlegt. Er enthält beispielsweise den Publisher-Identifikationscode, weshalb dieser bei einer erfolgreichen Transaktion beim Merchant ermittelt werden kann. Daraufhin kann der Publisher mit einer Provision vergütet werden. Vorteile für Publisher: lange Cookies-Laufzeit, erfolgreiche Transaktionen können dem Publisher auch später zugeordnet werden unauffällige Methode, der Werbelink ist anhand der URL nicht erkennbar Nachteile für Publisher: abhängig von Cookie-Einstellungen der Nutzer, Cookies können vom User gelöscht oder blockiert werden kurze Cookie-Laufzeit bestimmt die Gültigkeit der Partnerprovision browserabhängig, das heißt, der Nutzer muss die Transaktion mit genau dem selben Browser durchführen, damit Publishern bei vorherigem Werbemittelkontakt auch eine Provision zugeteilt wird Nutzermisstrauen wegen Datenschutz, mithilfe von Cookies können ausführliche Nutzerprofile angelegt werden, die von Werbetreibenden missbraucht werden können 2. Das Postview Tracking Während beim Standard Cookie Tracking mittels eines aktiven Klicks durch den Nutzer auf ein Werbemittel abgerechnet wird (Click Cookie), funktioniert das Postview Tracking im Affiliate Marketing ohne getätigten Klick des Users (View Cookie). Somit erhält der Publisher sogar dann eine Provision, wenn ein Nutzer nur eine Werbefläche gesehen, aber nicht angeklickt hat. Das Postview Tracking wird ebenso über Cookies im Client-Browser generiert, die speichern, welche Werbeeinblendungen dem Nutzer angezeigt werden. So erhält der Publisher eine Provision, nachdem der Nutzer nach dem (vermeintlichen) Anschauen der Werbung die Webseite des Merchant besucht und einen Abschluss tätigt. Vorteile für Publisher: die Wahrscheinlichkeit einer Provision ist höher, da kein aktiver Klick des Nutzers auf das Werbemittel notwendig ist erhält Provision unabhängig davon, ob der Nutzer das Webemittel bewusst oder unbewusst wahrgenommen hat Nachteile für Publisher: Postview Cookies haben eine geringe Qualität und können von Click Cookies überschrieben werden viele Merchants meiden das Postview Trackingverfahren, da die Gefahr von Missbräuchen durch Publisher sehr hoch ist, zum Beispiel das Einblenden von sehr kleinen Werbemitteln oder Bannern außerhalb des Sichtbereiches etc. Aufgrund der hohen Cookies-Verteilung beim Postview Tracking seitens der Publisher ist die Trackingmethode oftmals nur einem kleinen Kreis von Affiliates zugänglich. Diese stehen häufig in einem engen Dialog mit dem Merchant, der insbesondere auf Affiliate Webseiten mit großen Mengen an Traffic setzt. 3. Das Flash Cookie Tracking Flash Cookies werden häufig als Alternative zum Standard Cookie Tracking verwendet. Dabei werden sie nicht im Browser des Nutzers gespeichert, sondern in einem Ordner des Adobe Flash Players. Somit ist das Flash Cookie Tracking nur bei Usern möglich, die den Adobe Flash Player installiert haben. Dieser ist derzeit in nahezu jedem Internetbrowser installiert. Der Flash Cookie als Ergänzung zum Browser Cookie (auch HTTP Cookie) greift vor allem dann, wenn ein Standard Cookie aufgrund der User Einstellungen nicht akzeptiert wird. Als eine Art Backup ist der Flash Cookie nützlich, falls der Nutzer die HTTP Cookies löscht, die bei dem erneuten Besuch anhand der Daten des Flash Cookies wieder verfügbar sind. Vorteile für Publisher: browserübergreifender Support, Flash Cookies werden in allen auf demselben Computer installierten Browsern nachverfolgt Flash Cookies sind umständlicher durch den Nutzer zu löschen und besitzen mehr Speicherplatz als Browser Cookies Browser Cookies werden von Flash Cookies nicht gelöscht Nachteile für Publisher: Nutzer müssen den Adobe Flash Player installiert haben Nutzermisstrauen wegen Datenschutz, aufgrund des Flash Player Plugins werden die Nutzerdaten zentral und browserunabhängig in der Dateisystemstruktur des verwendeten Betriebssystems abgelegt Andere Trackingverfahren bei Partnerprogrammen 1 Das URL Tracking Das URL Tracking stellt die einfachste Methode des Trackings dar. Bei dieser Methode werden bestimmte Parameter bzw. IDs des Affiliates direkt in den HTML Code geschrieben, wenn ein Nutzer die Webseite besucht und das Werbemittel anklickt. Die Partner ID wird Teil der URL der Merchant Partnerseite, sobald der User den Link anklickt, zum Beispiel www.amazon.de/affiliate-ID=0. Anhand der übermittelten Parameter kann der Merchant den Affiliate exakt identifizieren und ihn mit einer Provision belohnen, falls der Kunde einen Abschluss vollzieht. Es werden alle Links berücksichtigt, die der Nutzer im Laufe seines Besuches auf der Merchant Webseite aufruft. Vorteile für Publisher: einfache Implementierung unabhängig von Browsereinstellungen des Nutzers Nachteile für Publisher: auffällige Trackingmethode, da der Nutzer den Affiliate Link sofort identifizieren kann der Publisher erhält nur dann eine Provision, wenn der Besucher direkt von der Affiliate Webseite auf die Merchant Seite gelenkt wird und sofort einen Abschluss (Lead, Sale) tätigt 2. Das Datenbank Tracking Das Datenbank ist eine Möglichkeit, die oft bei Inhouse-Partnerprogrammen eingesetzt wird. Einzelne Parameter, wie die Affiliate ID und die Kunden ID werden in einer Datenbank gespeichert. Das bedeutet, dass sich Besucher vor dem eigentlichen Kauf auf der Merchant Webseite über einen Login auf der Affiliate Seite registrieren müssen. Nach der Registrierung und dem Klick auf den Affiliate-Link wird die einmalige Kunden ID in einer Datenbank fest dem jeweiligen Partner zugeordnet. Tätigt der Besucher einen Abschluss auf der Merchant Webseite, kann dieser eindeutig dem Affiliate zugewiesen werden, der ihn vorher zu einem Login aufgefordert hat. für den vermittelten Kontakt erhält der Affiliate eine Provision vom Merchant. Vorteile für Publisher: unabhängig von Technik und Einstellungen des Nutzers zuverlässige Provisionierung, auch bei Folge-Transaktionen des Besuchers attraktive Methode bei Lifetime-Provisionen Nachteile für Publisher: Nutzermisstrauen wegen Datenschutz aufgrund der Speicherung von Kundendaten in der Datenbank Verzerrung der Wettbewerbssituation, wenn Besucher schon mit einer anderen Kunden ID einem anderen Affiliate zugeordnet sind Kunde muss sich beim ersten Besuch registrieren, damit er eine Kunden-ID erhält 3. Das Session Tracking Das Session Tracking ist eine beliebte Trackingmethode, obwohl sie für Affiliates eher nachteilig wirkt. Hier erhält jeder Besucher einer Merchant Webseite eine automatisch erzeugte Session ID, die über verschiedene Methoden vermittelt wird. Die vergebene Session ID kann mittels einer Verlinkung im Werbemittel auch dem Affiliate und seiner Partner ID zugeordnet werden. Mögliche Methoden wäre zum einem die Autorisierung des Users. Hier wird der User durch seine individuellen Anmeldedaten identifiziert. Bei der Hidden Fields Methode übermitteln versteckte Formularfelder beim Abschicken Informationen über den Besucher, dem eine Session ID zugewiesen wird. Die gewöhnlichste Methode ist das URL Rewriting. Dem Besucher werden über die URL bestimmte Parameter, beispielsweise eine Session- oder User ID zugewiesen, zum Beispiel wechselt die normale URL www.amazon.de zur umgeschriebenen URL www.amazon.de/sessionid=1234. Auch mithilfe von Cookies ist das Session Tracking anwendbar. Sobald der Besucher eine Anfrage an den Server sendet, weist der Server dem Nutzer eine Session ID zu und sendet die Information über einen Cookie an den Client-Browser. Da der Besucher nur durch den gesetzten Cookie identifiziert werden kann, funktioniert diese Methode nicht, wenn Cookies deaktiviert sind. Alle Aktionen, die der Besucher innerhalb der angelegten Session tätigt, können eindeutig dem Publisher zugeordnet werden, der bei einem Abschluss des Nutzers während der Session eine Provisionszahlung erhält. Vorteile für Publisher: Session Tracking ist auch bei deaktivierten Cookies im Client-Browser möglich Nachteile für Publisher nur Aktionen des Nutzers innerhalb der Session können dem Affiliate eindeutig zugeordnet werden, das heißt, es erfolgt kein Tracking, wenn der User die Seite verlässt oder den Browser schließt 4. Das Pixel Tracking Das Pixel Tracking wird häufig von Affiliate Netzwerken eingesetzt. Für gewöhnlich ist ein Tracking Pixel ein 1×1 großes Bild im GIF Format, das in den HTML Code einer oder mehrerer Seiten des Merchants integriert wird. Außerdem wird ein HTML-Schnipsel zur Identifizierung in die Webseite des Affiliates eingebunden. Nachdem ein Besucher auf der Affiliate Webseite auf einen Werbelink klickt, wird er für den Bruchteil einer Sekunde über ein Affiliate Netzwerk geleitet, dort wird ein Cookie gesetzt und gelangt anschließend zur Merchant Webseite. Tätigt er dort einen Abschluss auf einer Seite mit einem Tracking-Pixel, kann der Affiliate vom Affiliate Netzwerk eindeutig identifiziert werden. Vorteile für Publisher: zuverlässige Provisionierung, auch bei Folge-Transaktionen des Besuchers funktioniert auch bei deaktiviertem JavaScript Nachteile für Publisher Cookies müssen im Client-Browser aktiviert sein bzw. können einfach wieder gelöscht werden auffällige Methode, da der Besucher durch einen Umweg über das Affiliate Netzwerk zur Merchant Webseite gelangt schlechte Ladezeiten beim Affiliate Netzwerk wirken sich negativ auf die Ladedauer beim Anklicken des Affiliate Links aus 5. Das Fingerprint Tracking Noch wird das Fingerprint Tracking mit dem individuellen Fingerabdruck selten im Affiliate Marketing angeboten, etabliert sich jedoch immer mehr als Alternative zu Cookies. Auch wenn Nutzer die Cookies im Browser deaktivieren, können sie trotzdem mittels eines Fingerabdrucks identifiziert werden. Bei der Fingerprint Methode werden Systemdaten vom Rechner des Besuchers abgefragt, zum Beispiel die IP-Adresse, sowie Browser- und Rechnerkonfigurationen. Durch Erweiterungen kann ebenso die Affiliate-ID des Affiliates erfasst werden, wenn der Nutzer über eine Affiliate Webseite zum Merchant gelangt und eine Transaktion durchführt. Vorteile für Publisher: unabhängig von temporären Cookie- und Browsereinstellungen des Nutzers Tracking auf mehreren Endgeräten möglich Nachteile für Publisher: Nutzermisstrauen wegen Datenschutz aufgrund eines unlöschbaren Fingerprint-Profils Das Cookie-Tracking-Prinzip im Affiliate-Marketing Cookies-Trackingmethoden sind im Affiliate Marketing die am meisten genutzten Methode, um User dem entsprechenden Affiliate zuzuordnen, weshalb erst im nächsten Beitrag näher auf andere Trackingmethoden eingegangen wird – auch aufgrund der Schwachstellen von Tracking Cookies Der letzte Artikel “Der Internet Cookie und Tracking im Online Marketing” befasst sich mit den grundsätzlichen Informationen der vierteiligen Beitragsreihe. Dort werden insbesondere die Fragen “Was ist ein Cookie? Was speichert ein Cookie und was ist Tracking im Online Marketing?” auf den Grund gegangen und mit dem Anspruch erklärt, dass jeder Internetnutzer das Prinzip von Internet Cookies versteht. Das Cookies-Tracking-Prinzip anschaulich erklärt Patrick und Anne (Internetuser) bestellen gern im Internet Bücher. Sie verbindet eine gemeinsame Leidenschaft: Fantasy Romane. Deshalb stöbern sie gern auf ihrer Lieblingsseite im Web nach neuen Büchern. Der Webseitenbetreiber Martin (ambitionierter Affiliate) betreibt die von Patrick und Anne gern besuchte Internetseite zum Thema Fantasy und Abenteuer Bücher. Regelmäßig stellt er neue Rezensionen zu aktuellen Büchern ein und teilt seine persönliche Bewertung mit. In jedem Beitrag verlinkt er die rezensierten Bücher, damit interessierte Bücherfreunde sie direkt bei Amazon (Merchant) angucken und bestellen können. Sobald die potentiellen Kunden wie Patrick und Anne auf den Link klicken, passieren zwei Sachen: 1. Sie gelangen direkt von der Affiliate Seite von Martin zum Merchant amazon.de (zu einem speziellen Buch). 2. Ein Tracking-Cookie wird von der Amazon-Seite im Browser von Patrick und Anne abgelegt, um ihn mit einem “persönlichen Wiederkennungswert” auszustatten. Durch den Einsatz von Cookies kann der Merchant auch mit zeitlichen Unterbrechungen der Internetaktivität nachverfolgen, ob der User schon einmal auf seiner Seite gewesen ist und -im Affiliate Marketing sehr wichtig- den Klickpfad des Users nachverfolgen (im Sinne von “der potentielle Kunde kommt von der und der Seite auf unsere Seite”). Als Beispiel: Bild 1) Affiliate Seite: www.buecherkinder.de, auf der Startseite ist das Buch “The Legion. Der Kreis der Fünf” von Kami Garcia mit einem Link zu Amazon angezeigt. Bild 2) Nach Anklicken des Links gelangt der User zu Amazon, der Merchant setzt einen Cookie, der speichert, dass der Internetnutzer über den Buch-Link der Affiliate Seite zu Amazon gelangt ist. Gleichzeitig werden noch andere Cookies im Client-Browser gespeichert. Der Vorteil für Merchants: Wenn Merchants ein Partnerprogramm starten, zielt dieser Vermarktungskanal darauf ab, möglichst viele interessierte Besucher auf die Seite zu lenken. Im Idealfall sollen Besucher einen Kauf abschließen. Online Partner (Affiliates) helfen den Merchants, ihre Produkte besser zu vermarkten. Je mehr Publisher seriöser und gern besuchter Seiten das Partnerprogramm bewerben, desto wahrscheinlicher ist die Popularität des Merchants und somit die Steigerung von verkauften Waren. Der Vorteil für Publisher Affiliates haben die Möglichkeit, mit ihrer Webseite Geld zu verdienen. eine Option wäre das Bewerben von Partnerprogrammen. Über das Anklicken von Werbemitteln wie Banner oder Einzeltitellinks gelangen Besucher der Affiliate-Seite auf die Merchant-Seite (z.B. Amazon) oder können auf der Affiliate-Seite Angebote vom Merchant in Anspruch nehmen (z.B. Tarifrechner). Der Publisher erhält vom Merchant einen Code, den er auf seiner Webseite einbindet. Der Cookie, der beim Anklicken des Werbemittels vom Merchant im Client-Browser gespeichert wird, identifiziert den bestimmten Affiliate und ermöglicht eine konkrete Zuordnung. Ohne ein Cookie-Tracking wäre für den Merchant nicht ersichtlich gewesen, dass die Affiliate-Seite den Besucher auf das Angebot aufmerksam machte. Der Publisher wird vom Merchant belohnt, indem er eine Provision erhält Die drei häufigsten Vergütungsmodelle sind: Pay per Click (PPC), der Affiliate bekommt für jeden Besucher, der auf eine Werbefläche klickt eine Provision (etwa 0,02-0,30 Euro pro Klick). Pay per Lead (PPL), der Affiliate erhält eine Provision, wenn ein Besucher über den Affiliate Link auf die Merchant-Webseite gelangt und dort eine kostenlose Aktion vollzieht, z.B. einen Newsletter abonniert oder an einem Gewinnspiel teilnimmt. Die Verdienstmöglichkeiten für den Affiliate liegen ungefähr zwischen 0,20 und 10 Euro. Ein Kauf ist nicht notwendig, da der Affiliate für einen Lead (etwa Hinweis, Spur) belohnt wird. Pay per Sale (PPS), der Affiliate bekommt eine Provision, wenn ein Besucher über den Affiliate-Link auf die Merchant-Seite gelangt und dort einen Kauf (Sale) vollzieht. Die Höhe der Provision unterscheidet sich stark, je nach Unternehmen und Produktart. Beim Partnerprogramm von Amazon liegt die Provision für Affiliates zwischen 5 und 9 Prozent vom Warenwert (PPS). Die Cookie-Laufzeit Ein besonderer Vorteil für Publisher: der Besucher, der über den Affiliate Link zur Seite des Merchants gelangt ist, muss sich nicht sofort entscheiden ein Produkt zu kaufen oder an einem Gewinnspiel teilzunehmen. Die Cookie-Laufzeit des “durch einen Klick aktivierten Affiliate-Links” definiert die Zeitspanne, wie lange der Publisher eine Provision bei einem vermittelten Lead oder Sale erhält. Also: für wie lange nach dem Werbemitteklick wird ein Publisher für einen Sale oder Lead vergütet? Dieser Zeitraum beträgt in der Regel 30, manchmal 60 oder 90 Tage. Die Cookie-Lebensdauer bei Amazon ist mit 24 Stunden recht kurz. Dennoch, diese Regelung garantiert, dass der Affiliate als Partner vergütet wird, auch wenn der Besucher sich nicht sofort für einen Kauf oder Lead entscheidet. Der hinterlegte Cookie im Client-Browser garantiert dem Affiliate je nach Cookie-Lebensdauer eine mögliche Provision. Somit sind Tracking Cookies wichtig aufgrund: >der Identifizierung des Affiliates. des Zeitraums der Vergütung für Affiliates. Drei Mechanismen der Cookie-Vergütungsmodelle für Affiliates Im Online Marketing gibt es derzeit drei gängige Cookie-Tracking-Mechanismen, worüber der Merchant seine Partner vergütet. 1. First Cookie wins In diesem Fall gewinnt der erste Cookie, der im Client-Browser hinterlegt wird, wenn dieser auf der Webseite eines Affiliate Partners ein Werbemittel eines Werbetreibenden anklickt. Wenn der User innerhalb der durch die Cookie-Laufzeit festgelegten Zeitspanne auf der Merchant Seite einen Abschluss tätigt, wird dem im Cookie hinterlegten Affiliate-Partner eine Provision gezahlt. Egal ob der Besucher zu einem späteren Zeitpunkt über andere Affiliate Seiten auf die Ziel-Seite des Werbemittels gelangt, nur der erste gesetzte Cookie zählt. Der Affiliate, der den User zuerst auf die Marke aufmerksam gemacht hat, wird belohnt. 2. Last Cookie wins Das Last-Cookie-wins-Modell (LCW) ist im Prinzip das Gegenteil der bereits vorgestellten First-Cookie-wins-Methode (FCW). Bei diesem Modell gewinnt der zuletzt gesetzte Cookie im Client-Browser, also der Kanal, der den User zu einem Abschluss überzeugt. Somit wird derjenige Affiliate belohnt, der zuletzt den Besucher auf die Ziel-Seite durch einen aktiven Aklick weitergeleitet und zu einem Abschluss gebracht hat. Diese Vergütungsmethode ist im Vergleich zum FCW-Modell, wo der Partner, der den Erstkontakt hergestellt hat eine Provision erhält, derzeit die am meisten verbreitete Methode. Etwa ⅔ der Affiliates wollen, dass die Provision dem Partner zugeordnet wird, welcher den letzten Kontakt hergestellt hat und auf den der Kaufabschluss erfolgte. 3. Customer Journey Einige meinen jedoch, das die LCW- oder die FCW-Methode aus Sicht der Affiliates keine verursachungsgerechte Wirkung sicherstellt, da jeder Lead oder Sale zu 100 Prozent dem ersten oder letzten Kontakt zugeschrieben wird. In Wirklichkeit besteht die Reise des Kunden (Customer Journey) aus vielen Kontakten, dessen Wirkung für den endgültigen Abschluss berücksichtigt werden sollte. Somit soll jeder einzelne Kontaktpunkt, ob View oder Click, innerhalb einer Customer Journey analysiert und bewertet werden – für viele eine faire Methode der Provisionsverteilung an beteiligte Affiliates. Die Einordnung erfolgt in “First-, Assist- und Last-Contacts”, wo jeder Publisher in ein bestimmten Provisionsmodell je nach Priorität der Kontaktarten des Users eingeteilt wird. Eine Cookie-Weiche gewährleistet die genaue Zuordnung der Beteiligung und Wirksamkeit von Publisher innerhalb der Customer Journey auf technischer Ebene. So ist beispielsweise ein Sichtkontakt (View-Cookie) der User niedriger einzustufen als ein Klick (Klick-Cookie) auf das Werbemittel. In diesem Fall wird dem Klick-Cookie eine höhere Priorität beigemessen, was sich auch auf eine höhere Provision auswirkt. Insgesamt ist das Modell der Customer Journey sehr komplex unter der Berücksichtigung verschiedener Variablen, die einen Einfluss auf die User Reise bis zum Abschluss haben. Darunter fallen zum Beispiel: die Kontaktanzahl die Kontaktart die Kontaktreihenfolge die Kontaktpositionen die zeitliche Länge der Customer Journey der zeitliche Abstand bis zum Kauf Das Zusammenwirken der Faktoren gibt Aufschluss darüber, welchen prozentualen Erfolgsanteil jeder Publisher der Customer Journey zugewiesen wird. Nachdem ihr jetzt mehr über das Cookies-Tracking-Prinzip im Affiliate Marketing und die drei gängigen Cookies-Vergütungsmodelle für Affiliates Bescheid wisst, geht es im nächsten Beitrag der Artikelreihe um Cookies-Trackingmethoden und anderen bei Partnerprogrammen. Von zwei Cookies-Trackingmethoden habt ihr bereits in diesem Beitrag gehört: dem View- und dem Klick-Cookie – dazu mehr im nächsten Beitrag. Stimmt ihr zu, dass nach Umfragen die Last-Cookie-wins-Methode das fairste Modell der Provisionsvergütung darstellt? Gefahren des Cookie-Trackings für User Firmen stehen auf dem Werbemarkt unter Druck: einerseits sind sie daran interessiert, immer mehr Daten über den Kunden zu sammeln, andererseits fürchten sie, dass streng reglementierte Gesetze gegen das Tracking verabschiedet werden – und das zu Recht. Schon in den vorherigen Beiträgen der Artikelreihe wird der unübersichtliche Einsatz von Cookies aufgezeigt. Besucht ein User beispielsweise die Seite eines Online Shops, werden mehrere Cookies in seinem Browser hinterlegt. Das Verfahren zieht sich im gesamten Internetverlauf fort. Welche Gefahren sollten den Usern dabei bewusst sein? 1. Cookie Dropping als Internetbetrug im Affiliate Marketing Wie der Fall von Shawn Hogan aus den USA zeigt, kann im Affiliate Marketing illegales Cookie Spamming vorkommen. Normalerweise wird dem User ein Cookie im Browser hinterlegt, wenn dieser aktiv auf ein entsprechendes Werbemittel klickt. Beim Cookie Dropping wird dieser Klick künstlich erzeugt, das heißt, dem User wird ein Cookie im Browser hinterlegt, ohne dass er aktiv auf ein Affiliate-Werbemittel geklickt hat. User können die hinterlegten Cookies in den Inhaltseinstellungen einsehen und anschließend die Browserdaten löschen – wenn sie das wünschen. Laut statista löschen oder unterdrücken im Jahr 2014 von etwa 46,6 Millionen Internetnutzer in Deutschland 30,87 Millionen User Cookies – das Doppelte von jenen, die Cookies nicht löschen oder unterdrücken (10,6 Millionen) oder es nicht wissen bzw. keine Angabe machen (4,93 Millionen). Die Statistik zeigt, dass zwei Drittel der deutschen Internetnutzer die Existenz von Browser- Cookies bewusst ist und sie auch löschen oder unterdrücken – ein Beweis für die relativ hohe Medienkompetenz. Zwar stellen die Cookies für die Internetnutzer kein direktes Sicherheitsrisiko dar, aber nicht erwünschte Cookies verletzen die Transparenz der Methode und können individuelle Nutzerprofile weiter schärfen – auch außerhalb des Affiliate Marketings. 2. Cookie-Tracking zum Erstellen von Nutzerprofilen im Internet Durch das Cookie-Tracking können richtige Userprofile erstellt werden, die nicht nur eine individualisierte Internetnutzung gewährleisten, sondern auch das gesamte Verhalten, persönliche Vorlieben und Interessen der User festhalten. Viele Nutzer beklagen das seitenübergreifende Aufzeichnen ihrer Internetbewegungen, beispielsweise Googles Webtracking-Dienst “Google Analytics”, der auch die IP-Adresse der Nutzer speichern kann. Weitere Spionagevorwürfe sind aufgrund des NSA Skandals in den Vordergrund getreten. Laut einem FAZ Artikel missbraucht der amerikanische Geheimdienst Google-Cookies, um das Surfverhalten von Internetnutzern auszuspionieren. Dabei verknüpft die NSA das Surfverhalten mit der Identität des Nutzers. Bei verdächtigen Personen soll der Geheimdienst dann gezielte Spionagesoftware installieren. Die Sorge, dass Daten von Akteuren illegal missbraucht werden, ist ausgehend vom Beispiel für viele Datenschützer berechtigt. Vor allem die Unwissenheit der User über die Weiterverwendung ihrer Daten bietet ein Fundament für die existierende Datenschutzdebatte. 3. Fehlende Transparenz für Internetuser Die Internetuser sind sich der Funktionalität von Cookies durchaus bewusst. Aufgrund von besorgniserregenden Nachrichten wissen viele jedoch nicht, ob ihre Daten sicher sind. Im Zweifel fehlt ihnen der Einblick in das Verfahren vom Cookie-Tracking. Letztendlich werden Cookies im Browser der Internetnutzer gespeichert und sammeln zum Teil auch private Informationen. Die Werbewirtschaft argumentiert, dass jegliche gespeicherte Daten keine individuelle Zuweisung vorweisen und die Person dahinter anonym bleibt. Datenschützer hingegen sehen die Privatsphäre der Nutzer bedroht. Insgesamt fehlt eine transparente Lösung der Diskussion, sodass Webseitenbetreiber nicht mehr auf der Anklagebank sitzen und Internetnutzer einen vertrauenswürdigen Einblick in das Cookie-Tracking-Verfahren erhalten. Eine europäische Gesamtlösung wäre hier für eine einheitliche Gesetzgebung sicherlich von Vorteil. Nur so können Verstöße gegen datenschutzrechtliche Vorgaben rechtlich belangt und verfolgt werden. Die rechtliche Kontroverse der Vorratsdatenspeicherung “Sind IP-Adressen personenbezogene Daten oder nicht?” – Diese Frage beschäftigt nach wie vor die aktuelle Kontroverse der Vorratsdatenspeicherung. Dabei schaltet der Bundesgerichtshof den Europäischen Gerichtshof (EuGH) ein, der sich mit eben dieser Frage auseinander setzen soll. Ausgehend von der Klage des Kieler Piratenpolitikers Patrick Breyer gegen die Bundesrepublik Deutschland, dass IP-Adressen von Webseitenbesuchern über die Dauer der Nutzung hinaus automatisch zu speichern und weiterzugeben ein Verstoß gegen das Telemediengesetz (TMG) sei, wird der EuGH klären, ob IP-Adressen überhaupt als personenbezogene Daten gelten, die vom europäischen Datenschutz geschützt werden müssen. Laut dem TMG §15 ist die Speicherung personenbezogener Daten ohne Einverständnis des Nutzers verboten, sofern sie nicht etwa zu Abrechnungszwecken erforderlich sind. Breyer zufolge wäre das bei der Nutzung eines allgemeinen Internetangebots über den bloßen Verbindungsaufbau hinaus nicht der Fall. Das heißt, ohne Zustimmung der Internetnutzer kann Tracking als Verstoß gegen geltendes Recht angesehen werden. Dabei gibt die EU-Richtlinie 2009/136/EG vor, dass es eine Einwilligung seitens der User geben muss, bevor ein Cookie zur Profilbildung gesetzt werden darf. Andrea Voßhoff, Bundesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, begrüßt die Einbeziehung des EuGH in diese grundlegende Frage. Sie äußert: “Die seit Jahren andauernden Diskussionen zu der Frage, ob IP-Adressen personenbezogen sind und dem Datenschutzrecht unterfallen, wenn sie von einem Website-Anbieter gespeichert werden, zeigen, dass eine Vorlage an den EuGH sinnvoll ist . Die gemeinsamen europäischen Rechtsgrundlagen, vor allem die in Arbeit befindliche Datenschutzgrundverordnung, erfordern eine einheitliche Auslegung und ein harmonisiertes Vorgehen bei grundlegenden Fragen.“ Derzeit führt die EU-Kommission eine Umfrage unter den EU-Mitgliedsstaaten durch, ob eine neue Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung erwünscht ist und wie sie aussehen könnte. Zwar schreibt die Europäische Union seit dem 25. Mai 2011 eine einheitliche Cookie-Richtlinie (die Frist zur Umsetzung der Richtlinie 2009/136/EG ist in nationales Recht abgelaufen) vor, umstritten ist dennoch, ob der Nutzer die Verwendung von Cookies aktiv einwilligen muss (Opt-in) oder der Nutzer beispielsweise über das Anpassen der Browser-Einstellungen den Cookie-Einsatz widersprechen kann (Opt-out). Infolge des Rechtsspielraumes setzen die Mitgliedsstaaten der EU die Richtlinie unterschiedlich um. Deutschland hat die Richtlinie bisher nicht in nationales Recht umgesetzt – ein offizieller Umsetzungsakt wurde im März 2011 durch den Bundestag nicht angenommen und auch weitere Gesetzesinitiativen scheiterten. Laut Europäischer Kommission entspricht die Rechtslage in Deutschland bereits den Vorgaben der europäischen Richtlinie. Abzuwarten bleibt, ob die freie Wahl zwischen dem Opt-in und Opt-out Ansatz nicht doch zugunsten der strengeren Umsetzung erfolgt und das Einholen einer deutlichen Einwilligung der User notwendig ist (Opt-in).

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Technik

Das ultimative YouTube-Tutorial


14.11.13 | Wie erstelle ich einen Account? YouTube ist ein großartiges Werkzeug, um Reichweite zu erzielen und Inhalte zu transportieren. Alles was Sie dafür können müssen ist, sich anzumelden, einen Kanal zu erstellen, zu konzipieren, drehen, schneiden und einzustellen. Klingt aufwendig? Stimmt, deswegen gehen wir zusammen jeden einzelnen Schritt durch. Heute: Wie erstelle ich bei YouTube einen Account? Holm ist zwar nicht neu im Internet, aber YouTube hat er bisher nur zum Fernsehen benutzt. In den nächsten Wochen geht er auf Entdeckungsreise und nimmt Sie mit: Wie dreht man Content für die Videoplattform? Wie stellt man ein Video ein? Kann man damit Geld verdienen? Diesen Fragen geht unser Redakteur auf den Grund. First things first YouTube ist Google. Und um die Google-Dienste nutzen zu können, benötigen Sie einen Account beim Internetgiganten. Keine falsche Scheu: Ja, Google arbeitet mit Ihren Daten, zeigt Ihnen Werbung, zeichnet auf, welche Videos Sie anklicken und was Sie in der Google-Suche so suchen. Das macht Google übrigens auch, wenn Sie kein Konto besitzen. Und alle anderen Internetseiten auch, wie Facebook, Spiegel Online oder die lustige Katzenseite auf der Sie gestern waren. Der Vorteil eines Kontos ist folgender: Sie haben mehr Kontrolle über Ihre Daten und profitieren gleichzeitig von den enorm mächtigen Google-Programmen. Ich selbst schreibe immer häufiger meine Artikel mit dem Google-Textverarbeitungsprogramm Google Docs und speichere sie online mit Google Drive: So sind sie überall verfügbar. Googles Browser Chrome ist enorm schnell, das Email-Programm eines der besten die existieren. An sich steht dem Googlekonto also nichts entgegen. Wie das angelegt wird, schauen wir uns jetzt an. Für diese Artikelreihe habe ich mir Chrome heruntergeladen, aber jeder andere Browser ist auch perfekt für YouTube geeignet. Ausgenommen ist der Internet Explorer: Ein langsamer Browser verträgt sich nicht mit hochauflösenden Videos. Wechseln Sie! Um YouTube in seinem vollen Umfang nutzen zu können, brauchen Sie eine Registrierung. Netter Bonus: Gleichzeitig erhalten Sie Zugriff auf alle anderen Googledienste. Umsonst versteht sich. Wie das geht Schauen wir, wie das funktioniert. Sind sie schon auf der YouTube-Website? Oben rechts gibt es einen blauen Button “Anmelden”. Direkt danach, an der selben Stelle ein roter Button. Für die Highspeedvariante klicken sie einfach hier: Jetzt wird es ernst: Sie sind kurz davor in den Googlekosmos einzutauchen. Sie haben bereits ein Google Konto. Warum lesen Sie nicht einfach unten weiter? Sie wollen dieses YouTube mal ausprobieren. Dann tragen Sie irgendwelche Fantasienamen ein. Wie wäre es mit “Tolle R. Hecht”? Sie wollen in Zukunft für sich, oder für ihr Unternehmen Videos veröffentlichen. In diesem Falle nehmen Sie sich etwas Zeit für die Registrierung. Benutzen Sie ihren vollen Namen, keine Angst, das macht jeder im Google Netzwerk so und außerdem wollen Sie ja gefunden werden. Klicken Sie beim Punkt “Aktuelle Emailadresse” auf den blauen Schriftzug unter dem Textkasten: Ja, Sie wollen eine neue jungfräuliche schicke Hochglanz-Google-Mail-Adresse haben. Sicherer Schlüssel Der nächste Punkt, das Passwort. Wenn Sie wollen, ist Google Ihr neues Zuhause im Internet. Sie fertigen besser einen wirklich guten Schlüssel für Ihr Haus an. Starke Passworte setzen sich aus Zahlen (42), Sonderzeichen (?_), großen Buchstaben (AZ) und kleinen Buchstaben (by) zusammen. Außerdem sollten Sie eine gewisse Länge haben. Tabu sind “Passwort”, Ihr Geburtsdatum, Ihr Name, oder irgendwas, das ich auf Ihren Facebook Profil nachlesen kann. Und schreiben Sie es nicht auf einen Zettel. Hier noch ein Tipp:Versuchen Sie einen Algorithmus: In Ihrem Passwort gibt es einen Teil, der immer gleich ist, bspw. “?KleinesEinhorn!4”. Der zweite Teil setzt sich aus Dingen der Website zusammen, auf der Sie gerade sind: Hier bei Google wäre das vielleicht “le”, das Ende des Wortes Google. So vergessen Sie nie wieder Passworte, die Sie sich für jede Seite zusammenbauen können. Mehr Strategie hier. Ob Sie Ihr korrektes Geburtsdatum angeben, bleibt Ihnen überlassen. Die Mobiltelefonnummer dient der Sicherheit Ihres Kontos. Google schickt Ihnen dann eine SMS, um zu prüfen, ob es sie wirklich gibt. Können Sie machen, muss aber nicht sein. Eine alternative Email Adresse dient laut Google ebenfalls der Sicherheit. Wenn Sie sich ihr Passwort merken können, ist das unnötig. Vergessliche Menschen geben eine E-Mail-Adresse an. Den Sicherheitscheck schaffen Sie allemal, tippen Sie einfach die Zahlen/Worte korrekt ein. FunFact: Der Teil, der wie ein Foto aussieht, dient Google zur besseren Erfassung von Texten. Sie übersetzen damit quasi Bilder für die Maschine. Sie finden es doof, ein Sklave der Maschine zu sein? Tippen Sie bei diesem Wort/Zahl irgendwas ein. Willkommen Klicken Sie auf “Nächster Schritt”, dann freut sich Google und Sie auch: Willkommen! Gehen Sie ruhig zurück zu YouTube, Google wird ihnen jetzt ganz viel vorschlagen, das Sie vielleicht gut finden könnten. Geht es Ihnen wie mir und Sie können damit nichts anfangen, klicken Sie “Weiter”. Jetzt sehen Sie, dass Google Ihnen wirklich helfen möchte und Sie fast zwingt, Kanäle zu abonnieren. Lassen wir für den Anfang Gronkh und Bushido mal Ihre Kanäle und klicken über dem Bildchen auf den kleinen grauen Schriftzug “Auswahl des Abschnitts aufheben” (es sei denn Sie finden was davon gut) und speichern. Zu sehen ist jetzt Ihr neues YouTube-Konto und Google versucht weiterhin Sie mit tollen Vorschlägen zu begeistern. Ab jetzt wird aber mit jedem Klick alles besser. Die einzelnen Empfehlungen rechts am Rand können Sie wegklicken: Tschüss Buschido. Die wichtigen Funktionen finden Sie, wenn sie oben neben ihrem Namen auf das kleine Dreieck klicken. Die großen Bilder links zeigen jetzt noch nichts, aber das ändern wir bald. Zuerst schauen wir uns aber einmal die Menüpunkte auf der rechten Seite an: “Mein Kanal” zeigt Ihre Präsenz auf YouTube. In Ihren Abos tauchen alle YouTube-Kanäle auf, die Sie in der Zukunft abonnieren. Lassen Sie uns das gleich mal machen. Kanäle heißen die Profile auf YouTube. Sie stellen die Präsenz eines Unternehmens oder einer Person da und bündeln alle ihre hochgeladenen Videos. Auch Sie haben einen Kanal. Mehr dazu, wie gesagt, bald. Abos einrichten Klicken Sie nun auf den Menüpunkt “Abos” und dann in der Mitte “Kanäle finden”. Jetzt blendet YouTube ihnen wieder bunt und prominent die alten Bekannten Gronkh und Bushido ein. Einfacher: Sie benutzen die Suchleiste und geben zum Beispiel “Golem” ein. Sie können den Kanal durch anklicken erstmal begutachten. Golem lädt alle paar Tage neue Videos zum Thema Internet hoch. Oder wie wäre es mit dem Videoblog von Matt Cutts, der Leiter des Google Webspam Teams, oder einer Band, die Ihnen gefällt? Klicken sie auf den grellroten Button und Herzlichen Glückwunsch, Sie haben Golem.de abonniert! Was bringt uns das jetzt? Wann immer Golem ein neues Video hochlädt, werden Sie benachrichtigt. Sie können quasi Ihre eigene Fernsehstation einrichten, die immer auf dem Laufenden bleibt. Schauen Sie nun noch einmal auf ihre Startseite (klicken sie auf das YouTube-Logo oben links), jetzt gibt es hier Videos ihrer Abonnements zu sehen. Aber zurück zum Menü. Sie erinnern sich? Der kleine Pfeil oben rechts neben ihrem Namen. Im Posteingang befinden sich in Zukunft ihre Nachrichten. Wichtig ist für heute noch der Punkt “Einstellungen”. Hier haben Sie vielfältige Möglichkeiten, YouTube Dinge zu erlauben und zu verbieten. Klicken Sie drauf. Videoqualitäten Sie finden nun auf der linken Seite diverse Menüpunkte. In der Übersicht können Sie ihr Passwort ändern. Unter verbundene Konten, können sie öffentlich werden und ihr YouTube-Konto bspw. mit Facebook verknüpfen. Unter Datenschutz gibt es einige interessante Einstellungen. Für den Anfang können Sie erst einmal alles so lassen. Niemand weiß, dass Sie Golem gut finden und wenn Sie Videos einen “Daumen hoch” geben, sieht es auch niemand, der ihren Kanal anklickt. Dem Menüpunkt E-Mails sollten Sie etwas Zeit widmen und festlegen, welche Arten Mails Ihnen YouTube schicken darf. Möchten Sie gar keine Mails, gibt es ganz unten eine Option dafür. Aus eigener Erfahrung kann ich den wöchentlichen Newsletter nur empfehlen: YouTube schlägt Ihnen Videos vor, “die Ihnen auch gefallen könnten” und ist dabei ziemlich gut. Zum Schluss sehen wir uns die Videoeinstellungen an. YouTube macht erst wirklich in HD Spaß. Wählen Sie die entsprechende Option aus. Sollten Sie eine langsame Internetverbindung haben (alles unter 16.000kb/s), wählen Sie die andere Variante. Zum Schluss klicken Sie den blauen “Speichern -Button” oben rechts. Ein Problem gibt es nun noch: YouTube spielt die Videos zwar jetzt in HD, wenn Sie im Vollbild fernsehen wollen, sonst aber nicht. Klicken Sie ein Videoan. Das kleine Rad unten rechts öffnet das Einstellungen-Fenster. Per Dropdown können Sie hier die Qualität einstellen. HD ist immer die beste Option. Sollte Ihr Video ruckeln, stellen Sie die Qualität stufenweise herunter, bis Sie störungsfrei fernsehen können. HD setzt übrigens nicht nur die Bild-, sondern auch die Tonqualität signifikant nach oben. Expertentipp:Es gibt ein Add-on, das alle Videos immer auf HD stellt, sofern es verfügbar ist: Chrome. Der Kanal – Grundeinstellungen und Avatar Frisch ans Werk Zuallererst gilt es die Frage zu klären, wie ihr Kanal in Zukunft heißen und wie er erscheinen soll. Möchten Sie unter Ihrem Klarnamen veröffentlichen, oder soll der YouTube-Kanal wie ihre Website heißen? Ich erstelle für diesen Artikel ein neues Profil, meinen Künstlernamen quasi. Gehen wir davon aus, ich würde Seite unterhalten die “The VideoMaker” heißt. Nun aber zur Sache: Ab auf YouTube, das Einstellungsfenster mit dem kleinen Dreieck öffnen (oben rechts in der Ecke) und “Mein Kanal” auswählen. Wunderbar, Google hilft Ihnen wieder einmal: Das folgende Fenster informiert Sie darüber, was Sie gerade tun: Sie bekommen einen Kanal und ein Google+-Profil. Wollten Sie gar nicht? Bringt nichts, Google+ ist ein schickes soziales Netzwerk, wie Facebook, in dem sich vorallem Marketingleute aufhalten. Sie brauchen es neuerdings sowieso, um Kommentare unter Videos zu schreiben. Gleichzeitig kann dieses Profil in Zukunft aber auch als weitere Infopage dienen. Eine kleine Website also. Ich klicke jetzt auf die Option unter meinem Namen, um meinen “The VideoMaker-Kanal” zu erstellen. Sie entscheiden sich entweder für ihren Profilnamen, oder machen es wie ich. Im folgenden Fenster schreibe ich den Kanalnamen in den Kasten, wähle aus, dass ich ein Unternehmen bin und alle YouTube-Nutzer meine Videos sehen dürfen. Ich akzeptiere die Nutzungbedingungen (natürlich erst nachdem ich alles gelesen habe!) und klicke auf den Fertig-Button. Allgemeine Einstellungen Youtube Google arbeitet jetzt für Sie, erstellt Ihre Profile und leitet Sie direkt in Ihre neue Kanalansicht weiter. Lesen Sie die Meldung, bestätigen Sie und bewundern Sie Ihren neuen Kanal. Hier können Sie so gut wie alles selbst einstellen. Fahren Sie mit der Maus über den Punkt, den Sie verändern möchten und halten Sie Ausschau nach dem kleinen grauen Stift, der erscheint, wenn es etwas zu bearbeiten gibt. Fangen wir mit den allgemeinen Einstellungen an, ehe wir alles ein bisschen schicker machen. Bewegen Sie Ihre Maus über Ihren Kanalnamen. Auf der rechten Seite erscheint der Stift. Klicken Sie ihn an und wählen Sie die zweite Option: Kanaleinstellungen. Hier lässt sich der Name Ihres Kanals ändern, Sie können ihr Land auswählen und andere allgemeine Einstellungen vornehmen. Zuerst überlegen Sie sich einmal ein paar Stichworte für Ihren Kanal. Diese dienen dazu, ihn besser zu beschreiben und einfacher mit der Suche zu finden. Die einzelnen Worte trennen Sie durch Kommas. Den Punkt “Werbung” lassen Sie so, schließlich wollen Sie in der Zukunft an YouTubes Werbung beteiligt werden. Sollten Sie das doof finden, schalten Sie es ab, aber merken Sie sich wo es wieder eingeschaltet werden kann. Der nächste Punkt dient wieder der Auffindbarkeit und Ihrem Netzwerk auf YouTube: Natürlich erlauben Sie das! Abonnentenzahlen können Sie ruhig anzeigen. Schließlich werden Sie von Besuchern an der Menge ihrer Abonnenten gemessen. Es ist eine Zahl wie Facebookfreunde. Schließlich: Haben Sie ein Analyticskonto, können Sie es hier verknüpfen. Wählen Sie dann “Speichern”. Zurück zum Kanal kommen Sie, wenn Sie auf das große blaue Bild klicken. Bewegen sie ihre Maus wieder über den Kanalnamen, dann auf den Stift klicken und “Kanalnavigation bearbeiten”. Bei ersten Punkt wählen Sie “aktivieren”. Jeder Besucher, der Ihren Kanal anklickt, bekommt dann ein Video zu sehen. Das ist hübsch und alle anderen machen es auch so. Für den Feed können Sie selbst entscheiden, was YouTube von Ihnen veröffentlichen darf. Planen Sie eine Karriere im Videoportal, klicken Sie ruhig ein paar Sachen an. Dann müssen sie aber immer daran denken, dass wenn Sie mit ihrem Kanal-Profil unterwegs sind, Sie vielleicht keine peinlichen Videos schauen sollten. Wenn Zuschauer Kommentare unter Ihre Videos schreiben sollen, bleibt der nächste Punkt aktiviert. Mithilfe des Dropdownmenüs können Sie noch entscheiden, ob Sie jeden Kommentar unter ihren Videos selbst freischalten wollen. Offene Diskussionen sind im Internet üblich, aber können zu unflätigen Kommentaren unter den Videos führen: Ihre Entscheidung. Bewundern Sie Ihr Werk! Ihre Klicks haben schon das Bild des Kanals verändert: Nun können Sie einen “Trailer” zur Begrüßung hochladen. Aber alles zu seiner Zeit. Das Profilbild bei Youtube So nach diesem ganzen technischen Kram, machen wir mit ein paar bunten Bildern weiter: Für Ihren Kanal brauchen Sie zwei Bilder. In diese sollten Sie etwas Zeit investieren. Die Bilder sind nämlich ihr Aushängeschild und tauchen überall auf YouTube auf. Sie sollten dafür auf jeden Fall ein wenig Zeit im Bildbearbeitungsprogramm investieren. Die beste Variante für ein Profilbild ist ein Logo. Nehmen Sie das Logo ihrer Homepage, oder bauen Sie sich eines zusammen. Bei mir tut es ein Bild vom Mobiltelefon. Um das in Ihren Kanal zu bekommen, hat sich Google etwas tolles einfallen lassen: Es lädt sich das Profilbild ihres Google+-Accounts. Aber keine Angst, zwar müssen Sie viel klicken, aber an sich ist es ganz einfach. Fahren sie über das blaue Profilbild links oben in ihrem Kanal und klicken Sie den kleinen Stift an. Auf das Google+-Problem sind Sie schon vorbereitet, deswegen klicken Sie im folgenden den blauen Button an. Das was da kurz aufblitzt ist übrigens Ihr Profil bei Googles sozialem Netzwerk. Wenn Sie Zeit haben, können Sie sich das ja mal anschauen. Halten Sie kurz durch, dann öffnet sich der Fotoeditor automatisch. Ziehen Sie ihr gewünschtes Profilbild aus einem Ordner auf Ihrem PC einfach in das Fenster, Google übernimmt den Rest. Anschließend ziehen Sie den Rahmen so hin, wie es am besten passt. Ihr Logo/Bild sollte mittig angezeigt werden. Nun drücken Sie links unten auf den blauen Button und im neuen Fenster auf abbrechen: Schließlich wollen wir das Bild nirgendwo teilen. Wollen Sie in Zukunft Kanalnamen, oder Bild ändern, müssen Sie das mit ihrem Google+-Profil machen. Google ist leider nicht so freundlich und bringt Sie zurück auf YouTube, daher müssen Sie das selbst machen. An dem Punkt machen wir Pause: Besuchen Sie das Videoportal und schauen Sie sich die Integration Ihres Profilbildes an. Hier schonmal mein fertiger Kanal zur Ansicht: Kanalbild und Social Media Mindestens genauso wichtig wir Ihr kleines Anzeigebild ist das Kanalbild. Dieses wird oben in Ihrem Kanal angezeigt und gibt Ihrem Kanal sein Profil. YouTube nimmt uns die komplette Integration des Kanals auf unterschiedlichen Geräten ab, passt also Ihr Profil für Smartphones und Tablets entsprechend an. Leider bedeutet das eine relativ aufwendige Erstellung Ihres Kanalbildes. Es reicht nicht, einfach mal was zu knipsen, ohne ein bisschen Technik kommen Sie hier nicht weit. Gehören Sie nicht zu den gesegneten Menschen mit einer Photoshoplizenz, finden Sie hier die kostenlose Alternative: Kostenloser Download von GIMP Das Bildbearbeitungsprogramm funktioniert im Grunde wie Photoshop, sieht nur ein wenig anders aus und hat nicht die Hochtechnologie des Adobeprogramms. Sie können also nur Bilder bearbeiten und keine Wunder bewirken. Müssen Sie für das Kanalbild auch gar nicht. YouTube verwendet für die unterschiedlichen Geräte unterschiedlich breite und hohe Bilder. Das bedeutet, Sie müssen ein Bild basteln, das für alle Eventualitäten gerüstet ist. Ein Template finden Sie hier:http://bit.ly/One-Channel-Vorlage Laden Sie es herunter und ziehen Sie die Datei “youtube_one_channel_template_download” in das Hauptfenster von Gimp. Aber erstmal stellen Sie Gimp auf den “Einzelfenstermodus”. So arbeitet es sich leichter. Wo Sie den finden, sehen Sie im Bild. Das Template zeigt Ihnen alles, was Sie wissen müssen: Das komplette Bild ist die Größe, die auf Fernsehern angezeigt wird. Der Kasten in der Mitte ist aber der Teil, um den es geht. In seiner gesamten Breite wird der Inhalt für alle PC-Anwender angezeigt. Die Trennstriche symbolisieren die Bereiche für Tablets und Smartphones. Warum ist das alles wichtig? Sie müssen auf dem fertigen Kanalbild alle wichtigen Details Ihres Bildes in dem hellen grauen Kasten untergebracht haben. Gimp benutzen Ihre erste Aufgabe ist also: Knipsen oder stellen Sie ein Bild her, das mindestens 1546 Pixel breit ist, besser wären die vollen 2560 Pixel. Die meisten Kameras machen solche großen Bilder, schauen Sie einfach in das Menü Ihrer Knipse.Das fertige Bild ziehen Sie ebenfalls ins Hauptfenster von Gimp. Jetzt nehmen Sie links im Werkzeugkasten das Symbol, das vier Pfeile zeigt. Es heißt “Verschieben”. Mit seiner Hilfe können Sie Ihr Foto so bewegen, das der wichtige Teil im Rahmen zu sehen ist. Wünschenswert wäre, wenn Ihr Foto bis zum rechten und linken Rand reicht. Passt es oben oder unten nicht, ist das nicht schlimm. Als nächstes nehmen Sie das Viereck oben links, es heißt “Auswählen”. Markieren Sie den kompletten Kasten Ihres Templates, von der linken grünen Seite bis zur rechten. Drücken Sie STRG und X um den Teil in der Mitte auszuschneiden. Klicken Sie nun auf der rechten Seite im Ebenenmenü Ihr Miniaturfoto an. Unten rechts gibt es einen Mülleimer: Klicken Sie ihn an. Sollte das nicht klappen, müssen Sie zunächst noch einmal ins große Bild klicken. Nun drücken Sie STRG und V für einfügen und ziehen Sie Ihr Bild an die entsprechende Stelle. Zauberei? Das war doch noch gar nichts. Youtuben Sie nach Videos für “Gimp Fotos nachbearbeiten”, wenn Sie wirklich zaubern lernen wollen. Den Rest müssen Sie jetzt alleine schaffen, es würde den Rahmen dieses Textes endgültig sprengen, wenn wir gemeinsam noch Schriften einbauen und den Rest des Bildes ausfüllen. Mein Ergebnis sieht wie folgt aus: Ich gebe zu, der lilane Teil ist nicht ganz so kreativ, aber wer nutzt schon YouTube auf dem Fernseher? Spaß beiseite: Machen Sie es besser! ;-) Zurück zu unserer eigentlichen Aufgabe: YouTube! Sie haben jetzt ein großartiges Kanalbild, das auf allen Geräten cool aussieht! Gehen Sie wieder in Ihre Kanalübersicht (Kleines Dreieck, mein Kanal) und klicken Sie auf den blauen Button in der Mitte “Kanalbilder hinzufügen. Wie schon bei Google+ einfach das Bild aus dem Ordner hineinziehen, bewundern dass es auf allen Geräten so aussieht, wie wir uns das vorgestellt haben (dem Template sei dank) und unten links auf Auswählen klicken. Für weitere Inspiration schauen Sie mal bei den führenden YouTube-Kanälen vorbei (die, die am rechten Rand angezeigt werden). Generell gilt: Das Bild sollte Aufmerksamkeit erzeugen und thematisch zu Ihnen und Ihrem Kanal passen. Social Media Jetzt wird es wieder ein bisschen textlicher. Als nächstes geben Sie Ihrem Kanal die Beschreibung und verlinken zu Ihren sozialen Profilen im Netz. Dazu klicken Sie in der Kanalübersicht “Über uns” an. Nun haben Sie drei Optionen: Fangen wir gleich mit der ersten an: “Kanalbeschreibung”. Den Text, den Sie hier eintippen, bekommt der Zuschauer zu sehen, wenn er seinerseits auf “Über uns” in Ihrem Kanal klickt. Schreiben Sie kurz und prägnant auf, wer Sie sind und was Sie machen. Keywords sind erlaubt! Albertoson erklärt hier den Zustand seiner Unterhose und wie man ihn erreicht, Ytitty geben eine Kurzbiografie und ein Impressum. In jedem Falle sollten Sie eine Kontaktmöglichkeit angeben. Haben Sie einen schönen Text getippt? Klicken Sie “Fertig”. Weiter gehts mit “Links”. Hier können Sie sehr gut auf Ihre Homepage verlinken. Ebenfalls erscheint diese Seite, sogar mit Logo, bei “Über Uns”. Darunter können Sie Ihre sozialen Profile eintragen. Alle Websiten erscheinen drüber hinaus oben in Ihrem Kanalbild. Probieren Sie ruhig ein bisschen herum und schauen Sie sich die Ergebnisse an. Die letzte Rubrik beeinflusst, welche Kanäle Ihre Besucher auf der rechten Seite zu sehen bekommen. Hier können Sie Freunde eintragen, oder Kanäle die Sie selbst sehenswert finden. YouTube zeigt weiterhin die größten deutschen Kanäle darunter an. Aber das ist ja Ihre Seite, also lässt sich das abschalten. Einfach mit der Maus drüber fahren und “deaktivieren”! Allerdings hat das einen Haken. Klicken Sie mal drauf: Ich empfehle es aktiviert zu lassen. So langsam sieht das doch schon nach etwas aus! Die Google SMS Jetzt schauen wir uns noch ein paar technische Spielereien an. Um Ihren Kanal in vollem Umfang nutzen zu können, möchte Google sichergehen, dass Sie ein Mensch sind. Zu diesem Zweck sollten Sie Ihren Account “verifizieren”. Das bedeutet, Google wird Ihnen eine SMS schicken. Zwingend notwendig ist dieser Schritt, wenn Sie beispielsweise an den Gewinnen aus Anzeigen beteiligt werden wollen. Dazu besuchen Sie die allgemeinen Kanaleinstellungen. Diese Seite sollten Sie noch kennen. Um später Geld zu verdienen, sollten alle Buttons immer grün leuchten. Die Hintergründe der einzelnen grünen Lampen erkläre ich in den folgenden Artikeln. Die oberste Option heißt “Kontostatus” und neben Ihrem Bild und Namen findet sich ein dicker Button. Klicken Sie ihn an. Sie sagen, wo Sie sich befinden und wählen eine der beiden Optionen aus. SMS ist die bessere Variante, wenn Sie kein Mobiltelefon haben, oder lieber eine Festnetznummer angeben wollen, nehmen Sie die andere. Tragen Sie Ihre Nummer ein und klicken Sie auf “Senden” unten rechts. Google sollte sich innerhalb von wenigen Sekunden melden. Wie aufregend! Der Internetgigant schickt Ihnen eine SMS! Code eintragen, senden klicken: Herzlichen Glückwunsch, das war ja einfach. In den Kanaleinstellungen steht jetzt “Überprüft”, wenn alles funktioniert hat. So sollte das aussehen: Die allerletzte Sache, die wir uns heute noch anschauen ist die URL zu Ihrem Kanal. Zurzeit steht da eine kryptische Zahlen-Buchstaben-Kombination. Es wäre doch viel schöner, wenn ich einfach youtube.com/channel/TheVideomaker eingeben könnte, oder? Hier können Sie eine persönliche URL vergeben. Ganz oben unter Kanaleinstellungen. Sie sollten aber ganz sicher sein: Es geht nur ein einziges Mal. Leider ist es nicht ganz so einfach, “TheVideoMaker” ist schon in Benutzung: Mist! Jetzt heißt es kreativ werden. Meinen Testkanal finden Sie ab sofort immer hier: Gar nicht so leicht, so ein YouTube-Kanal… Wenn Sie bis hierhin durchgehalten haben, sind Sie gerüstet für die Zukunft: Sie haben nun ein Profil und einen Kanal. Und zwar einen, den Sie bedenkenlos herzeigen können. Jetzt brauchen wir aber ein wenig Content für den Kanal. How to equip and attitude Nun geht es zum wirklich spannenden Teil: Videos machen! Sind Sie bereit in dieses große neue Kapitel einzutauchen? Dann lassen Sie uns beginnen: Eine Idee, was Sie zeigen wollen, haben Sie ja bereits entwickelt, als Sie Ihren Kanal entworfen haben. Darauf bauen wir jetzt auf. Mit Videos ist es wie mit jedem anderen Content: Damit Sie Wirkung und Schlagkraft entwickeln, brauchen Sie ein Ziel und Überlegung. Einfach mal drauf los produzieren ist also weniger sinnvoll. Folgende Checklist scheint mir recht sinnvoll: Selbst fernsehen! Schauen Sie Videos aus Ihrem Themenbereich! Nur so bekommen Sie ein Gefühl dafür, was möglich ist. Videos haben viel mit Ideen zu tun, die technische Umsetzung können Sie lernen, zum Beispiel mit YouTube. Schwerpunkte drehen! Machen Sie das, wovon sie Ahnung haben! Klar, Videos die sich mit aktuellen Keywords beschäftigen, haben unter Umständen bessere Chancen angeklickt zu werden. Aber sie werden Ihnen keine Abonnenten verschaffen und Ihre Videos werden so schnell wie sie angeklickt wurden auch wieder weggeklickt. Glaubwürdigkeit ist das Zauberwort. Finden Sie Ihren eigenen Dreh zu einem Keyword: Für meinen “The VideoMaker”-Kanal könnte ich bspw. ein Video darüber machen, wie die Tribute von Panem gedreht wurden und welche Einstellungen welche Wirkung erzielen. Oder ich greife den Spähskandal auf und erkläre, wie sich ein Video daraus machen lässt: Lassen Sie Ihren Ideen freien Lauf. Ansonsten Ausprobieren! Die einzige Chance um besser zu werden, ist selbst machen. natürlich können Sie ein paar Sachen lernen, aber dafür gibt es ja diese Artikelserie. Stück für Stück werden Sie besser. Niemand produziert gleich als erstes das 1 Million Klick Video. Sehen Sie sich beispielsweise das von YouTuber Alberto an: Nun aber zur Sache Was brauchen wir für Zeugs? Als allererstes brauchen wir eine Kamera. ich sehe in letzter Zeit häufig Youtuber, die mithilfe ihrer am Laptop eingebauten Webcam drehen. Das ist eine einfache und kostengünstige Funktion, aber bringt mich gleich zu den zwei wichtigsten Faktoren, die ein YouTube-Video haben muss: HD-Qualität und guten Ton. Ohne diese zwei Komponenten brauchen Sie gar nicht anfangen zu drehen, denn Sie werden keinen Erfolg mit ihrem Video haben. Wenn ihre Webcam HD-Videos aufnehmen kann: Umso besser. Alle anderen brauchen eine neue Kamera. Folgende Optionen stehen zur Auswahl: Digitalkamera: Die kleine niedliche, am besten knallig bunte Knipse, die Sie aus dem Urlaub kennen. Die aktuellen können auch Videos in hochauflösender Qualität drehen. Zum Einsteigen eine Möglichkeit, aber erwarten Sie keine Wunder: Spätestens wenn Sie mehr als nur “draufhalten” wollen, wird es schwierig. Vorteile:Einfach zu bedienen, Sehr günstig (etwa 50€), handlich und klein Nachteile:Kaum Einstellungsmöglichkeiten, Mittelmäßige Ergebnisse, Mieser Ton Smartphone: Sie wären erstaunt, was die Telefone heute schon alles können. Viele Youtuber drehen tatsächlich damit. Aber das sind meist besondere Smartphones, extra zum drehen. Auch eine gute Einsteigermöglichkeit: Sie haben ja schon eins! Testen Sie doch mal die Videoqualität. Ansonsten nur eine nette Spielerei, oder für den apokalyptischen Handy-Wackel-Look geeignet. Vorteile:Keine Kosten Nachteile:Qualität, Funktionalität Spiegelreflex: Das ist der aktuelle Status der Fernsehindustrie. In den Studios stehen zwar noch die riesigen Kameras, unterwegs wird mit Spiegelreflex gedreht. Sie sind klein, leicht und liefern sowohl für Fotos als auch für bewegte Bilder die allerbeste Qualität. Vorteile:Wollen Sie wirklich hochwertig drehen, kommen sie nicht drumherum Nachteile:Sehr teuer (300€ Minimum), zeitintensive Einarbeitung Camcorder: Denken Sie jetzt nicht an die alten riesigen Dinger mit 60-Minuten-Kassette: Heutzutage drehen natürlich auch diese Maschienchen in HD und auf Chip. Ein Camcorder ist eine gute Zwischenlösung, es lassen sich schon ein paar Dinge einstellen und die Bilder sehen ganz ordentlich aus. Vorteile:Gute Kompaktlösung, Geringe Einarbeitungszeit, Mittlerer Preis (ca. 250€), gutes Ergebnis Nachteile:Haklige Menüs, Mit Akku relativ schwer und unhandlich zu bedienen Filmkamera: Auch die können Sie in handlich kaufen. Diese Variante ist dann so lang wie Ihr Unterarm und dreht außerordentliche Bilder. Problem: Sie müssen ALLES selbst einstellen und Profiwissen zu Licht, Schärfe und Perspektive mitbringen. Vorteile:Sie können sich selbstständig machen, Kinofilme drehen und immens angeben Nachteile:Für Laien nicht zu verstehen. Schwer, groß, anstrengend, immens teuer (3000€) Gerade im Filmgeschäft muss es aber nicht immer gleich ein Kauf sein. Für kleine Produktionen wie unsere, reicht es möglicherweise auch, für ein paar Tage eine Kamera zu leihen. Das kostet je nach Modell auch gar nicht viel: Teilweise reichen 9 Euro (zuzüglich Versicherung, Kaution und Versand) pro Tag schon aus! Wahrscheinlich sind aber 40-50 pro Tag. Hier lohnt sich eine kurze Kosten-Nutzen-Rechnung: Eine Spiegelreflexkamera für die Firma können sie z.B. auch für Fotos aus Veranstaltungen und Messen benutzen. Weitere Ausrüstung Haben Sie etwas womit Sie drehen können? Wunderbar! Was machen Sie damit? Einfach drauf los testen. Machen Sie einen Film über Ihren Schreibtisch, lernen Sie die Kamera kennen. Hier im Artikel geht es erstmal weiter mit Theorie: Zur Kamera benötigen Sie fast zwingend ein Mikrofon: Die meisten Kameras liefern nur mäßigen Ton und selbst wenn Ihre das ganz gut kann, könnten Sie trotzdem ein externes Mikro brauchen, für Interviews oder das nachträgliche besprechen der Videos, den Offtext. Hier haben Sie zwei Optionen:Sie stecken ein externes Mikro an Ihre Kamera, oder Sie nehmen separat mit einem Aufnahmegerät auf. Das Aufnahmegerät funktioniert auch ohne Kamera, liefert bessere Qualität, kostet aber mehr und die Daten sind beim schneiden schwieriger zu verarbeiten. Ich empfehle ein Stab-Richt-Mikro. Die sind für den Videogebrauch bestens geeignet, weil sie zwischen verschiedenen Einstellungen wählen können, je nach Umgebung. Was Sie wirklich noch gerne zum Videos produzieren haben möchten, ist ein Stativ. Glauben Sie mir. Bücherstapel tun es zwar auch, aber ein Stativ geht überall. Und es steht immer gerade. Kostet so um die fünf bis zehn Euro. An weiterer Ausrüstung benötigen Sie außerdem noch ein Schnittprogramm und einen etwas besseren PC. Als Schnittprogramm werde ich den Windows Movie Maker verwenden, der ist kostenlos. Ansonsten schwöre ich auf Adobes Premiere. Diese Lizenz ist aber unbezahlbar und Sie brauchen sehr viel Einarbeitungszeit ehe Sie überhaupt mal einen Schnitt setzen können. Ihr PC sollte auch nicht von gestern sein: Schneiden frisst viel Speicherplatz auf Ihrer Festplatte und sehr viel PC-Performance. Vier Prozessorkerne und ein paar RAMs im Arbeitsspeicher wären wünschenswert, ansonsten planen Sie mehr Kaffeepausen ein. Was Sie erstmal nicht brauchen, sind die ganzen aufregenden Extras, die Profis stundenlang aufbauen und mitbringen: Licht, teure Kamera, Hintergründe, Schauspieler, Stylisten, oder Special Effects. Ein Video können Sie ohne das alles genauso gut produzieren. Wichtig ist nämlich etwas anderes: Ein Ausrüstungsgegenstand, der so gut wie alle Technik aussticht: Das Konzept. Noch ein Wort zu Profis Professionelle Filmcrews sind natürlich auch eine Option. Wenn Sie einen wirklich wichtigen Film produzieren wollen, machen Sie das nicht selbst. Am Ende dieses Tutorials können Sie zwar drehen und schneiden, aber Sie haben nicht die Skills, die Profis jahrelang ausgebildet haben. Wirklich wichtige Videos sind beispielsweise Imagefilme über das eigene Unternehmen für Messen oder die Aktionäre. Ich spreche hier über kleine virale, informative und unterhaltsame Filmstücke, die ihren Content transportieren und einen gewissen Zweck erfüllen sollen. Dafür brauchen Sie keine Profis. Die sind nämlich wahnsinnig teuer: Das beste, was ich gefunden habe sind 1200€ für ein HowTo-Video. Das ist wirklich günstig, rechnen Sie lieber mit etwa 1000€ pro Filmminute. Und je nach Extrawünschen wird es immer teuer und teurer. Außerdem müssen Sie den Profis Ihre Idee vermitteln: Das ist nicht immer leicht. Drehen und schneiden Sie selbst, sind Sie Gestalter und haben alle Macht über das Endergebnis. Profis sollten Sie also für wichtige Hochglanzfilme engagieren, für alles andere reicht Ihr Kopf und Ihre Kamera. Zauberwort ist das oben erwähnte Konzept: Schlagfertige Produktion, Idee, Story, Bildliche Umsetzung sollte immer geplant werden. Nicht einfach drehen! Raum für Kreativität ist dann immer noch. Wie drehe ich Videos? Nun schauen wir uns die verschiedenen Einstellungen an, die Sie zum semiprofessionellen drehen kennen und nutzen sollten Erinnern Sie sich noch an den letzten Artikel: Zum Ende schrieb ich vom allerwichtigsten Ausrüstungsgegenstand in Ihrem Gepäck, dem Konzept. Das Konzept Dies ist das Herzstück ihrer Produktion. Mit ihm steht und fällt alles. Der Grund, weswegen ich so darauf herumschreibe ist folgender: Ein Konzept ist (oft nervige) Arbeit und es scheint viel leichter “einfach mal so drauf los zu drehen”. Das ist ein Trugschluss. Mit einem niedergeschriebenen Plan haben Sie etwas an dem Sie sich entlanghangeln können, Sie vergessen nichts, wissen wo Sie stehen, wann Sie fertig sein werden, haben eine (auch für den Zuschauer wichtige) Gliederung und am allerwichtigsten: Sie haben Ihre Idee bereits überdacht und Inhalt um Umsetzung festgehalten. Vor dem Konzept steht die Idee. Lassen Sie mich dazu ein altes Video von mir entstauben und ein paar Sachen daran erläutern: Die Idee war hier ganz einfach: “Wir drehen was zur gamescom und moderieren das!” Um jetzt eine schlagfertige Produktion zu starten, beginne ich gerne mit der Differenzierung der Zielgruppe. Wer soll das fertige Video am Ende schauen? Was möchte die Zielgruppe sehen? Im Falle des Videos bilden die Kernzielgruppe Jugendliche zwischen 16 und 24, die aber nicht unbedingt eine Präferenz für Games haben. Daraus leitet sich ab, das wir die Aufmerksamkeit in jeder Sekunde behalten und entsprechend mit angemessenen Interviewpartnern arbeiten müssen. Wir können nicht über das “neue Battlefield” berichten, sondern über die Messe als Ganzes. Als nächstes steht die Planung einer Geschichte an. Einfach nur hinstellen und was in die Kamera erzählen ist ja langweilig. Also haben wir einzelnen Themenblöcke geplant: “Interview mit Ross” “Spieletester werden” “Expertenempfehlung”. Dazu zwei Moderationen, vorallem weil wir Spaß daran hatten, aber natürlich auch des Rahmens wegen. Einen Schluss hätten wir an sich auch noch produzieren können, aber im Stress… Weiter geht es im Konzept mit den geplanten Bildern. Auf einer Messe ist man natürlich immer abhängig von den Gegebenheiten, aber mit den verschiedenen Drehorten bilden wir einerseits ein wenig von der Messelandschaft ab, andererseits bildet die Moderation im Park einen schönen bildlichen Kontrast zu den dunklen Gamerhallen. “Lass uns mal dort drehen!”, reicht als Bilderplanung aber vollkommen aus. Für Interviews gibt es beispielsweise aber gewisse bildgestalterische Regeln, die den Gesprächspartner ins richtige Licht rücken. Alles bedacht? Fertig ist das Konzept! Damit sind Sie nun gut gerüstet für die Produktion. Sie haben einen Plan für die nächste Zeit. Jetzt geht es daran, zu überlegen, wie Sie Ihre Inhalte in bewegten Bildern umsetzen wollen. Hier hilft der kleine Bruder des Konzepts: Das Storyboard. Vielleicht kennen Sie das schon aus Making-Ofs von großen Kinofilmen: Da zeichnen begabte Leute jede einzelne Szene eines Films vor und integrieren Kamerafahrten und Informationen. Je detaillierter das ist, desto besser, denn am Filmset kostet jede Minute richtig Geld. Wir brauchen so etwas nicht: Uns genügt ein grober Plan was in den einzelnen Szenen zu sehen sein soll. Wenn Sie es gut und genau machen wollen, dürfen Sie gerne zeichnen. Aber es reicht Text. Beispiel: Vorspann. Einleitung vor der Kamera. Relevanz für die Zielgruppe in einer kurzen Sequenz darstellen. Und so weiter. Schreiben Sie ruhig Ideen für die Umsetzung dazu. Los gehts! Nun aber die Kamera in die Hand. Schauen Sie sich Ihren Plan an: Worauf haben Sie am meisten Lust? Damit fangen Sie an. Jetzt nur noch schnell den kleinen roten Punkt auf der Kamera drücken und der Zauber geht los… Haben Sie sich so gedacht, was? So schnell geht das leider nicht. Wahrscheinlich hat Ihre Kamera eine Automatikfunktion und auch wenn es mir wehtut das zu sagen, aber: Die ist oft eine sehr gute Wahl. In diesem Modus erkennt die Kamera selbsttätig die Umgebungsgegebenheiten und stellt sich automatisch ein. Auf unserem Level ist das absolut unentbehrlich, beispielsweise wenn Sie beim Drehen herumlaufen wollen. Dann ändern sich ständig Licht und Perspektive und sie haben keine Zeit umzustellen, denn die Aufnahme läuft ja weiter. Um wirklich von sich behaupten zu können, Sie wären ein Filmemacher, müssen Sie die folgenden Einstellungen aber zwingend kennen und verstehen. Es sind übrigens dieselben, die Sie für Fotos verwenden. Sie lernen hier also doppelt! Jetzt könnten Sie fragen: Wozu soll ich das alles wissen, wenn die Automatik das auch kann? Die Automatik ist nur eine Maschine, die nicht denken und vor allem nicht bewerten kann. Unser Ziel ist es, das perfekte Bild zu bauen, sodass hinterher alle Zuschauer sagen “Diese Farben! Diese Perspektive!” Die Automatik bietet eine gute Mittellösung für alle Situationen: Wir drehen aber nur in einer einzigen Situation: Für diese bauen wir das Bild. Grundwissen So eine Filmkamera ist eigentlich nur eine erweiterte Fotokamera: Statt einem Bild knipst die Filmkamera 25 Bilder pro Sekunde. Unser Gehirn nimmt so viele Bilder auf einmal als Film wahr. Das bedeutet für uns: Wir richten quasi wie ein Fotograf unser perfektes Bild ein. ISO-Wert Dieser Wert steuert die Lichtempfindlichkeit des Kamerasensors. Ganz einfach gesprochen ist es möglich mit einem höheren ISO-Wert in dunkleren Umgebungen zu drehen. Je höher Sie diesen Wert aber stellen, desto stärker wird das “Bildrauschen”: Bunte Kleckse und körniges Bild sind die Folge. Meiner Meinung nach ist dieser Wert eine Profispielerei. In Kombination mit den anderen Werten kann es möglich sein besondere Ergebnisse zu erzielen. Der Grad des Bildrauschens hängt auch mit der Größe des Chips in der Kamera zusammen (Große Chips=mehr Licht=teurer). Sie nehmen folgende Werte: Alles unter 200 in hellen Umgebungen (sonniger Tag draußen, gut ausgeleuchtetes Zimmer). Wenn möglich, nehme ich die kleinste mögliche Zahl. Zwischen 400 und 800 können Sie für bewölkte Tage bei Außendrehs verwenden. Für dunkle Events mit wenig Licht probieren Sie ihr Glück ab 1600 aufwärts. Diesen Wert legen Sie vorher fest, Sie wissen schließlich wo Sie drehen wollen. Achten sich bei Digitalkameras darauf “AutoISO” oder was der Hersteller da für ein Hilfsprogramm eingebaut hat, auszustellen! Fliegt ein Vogel am Fenster vorbei, oder zieht eine Wolke vorüber ist ihr Bild im Eimer! Perspektive Es hat sich bewährt, die folgenden Einstellungen immer in der aufgezählten Reihenfolge abzuarbeiten. Perspektive ist der einzige Wert in dieser Liste, den die Kamera nicht für Sie rechnen kann. Schauen Sie sich ihren Drehort an und überlegen Sie sich, was und wie es im Bild später zu sehen sein soll. Wollen Sie mittig sitzen und etwas erzählen, wie ich das beispielsweise in der Moderation getan habe? Bringen Sie die Kamera auf Augenhöhe und stellen Sie sich mittig davor. Expertentipp: Es gibt die so genannte “rule of thirds”. Verlegen Sie den Fokus des Bildes von der Mitte weg, so wie im Bild zu sehen ist. Das macht jedes Bild dynamischer und spannender. Gehen Sie nah ran: Videos in denen alles zu sehen ist, sind langweilig. Legen Sie den Fokus auf das Wichtige im Bild. Weißabgleich Wenn Sie die Grundeinstellungen haben, befassen Sie sich mit der Situation und erklären der Kamera was sie zu tun hat. Anders als unser Gehirn kann die Maschine nicht adaptieren. Der Weißabgleich ist das beste Beispiel: Für Ihr Auge ist eine weiße Wand immer weiß, egal welches Licht darauf scheint. Das schafft die Kamera nicht. Sie müssen ihr für jedes Lichtverhältnis separat mitteilen: Dies ist jetzt Weiß. Dafür nehmen Sie ein weißes Blatt Papier, halten es so (ganz wichtig) dass das selbe Licht darauf fällt, wie auf das Objekt das sie drehen wollen, und machen den Weißabgleich. Kompakt- und Digitalkameras halten Sie für unfähig und verstecken diese Einstellung ziemlich tief in den Menüs. Suchen Sie hier nach “AWB” und dann nach der manuellen Einstellung.Testen Sie das unbedingt: Die Ergebnisse sind atemberaubend: Ihr Bild wird nur so vor Farbe strotzen! Expertentipp: Halten Sie mal ein blaues oder ein rotes Papier in den Weißabgleich. So erzeugen die Profis z.B. “Sonnenuntergangsstimmung”. Blende Je nach Kamera auch “Belichtung” oder ähnlich genannt. Die Blende reguliert die Menge an Licht die auf den Sensor fällt, der das Foto macht. Je weiter Sie die aufmachen (die Zahl wird kleiner), desto mehr Licht fällt ein und desto heller werden die Bilder. Ich vergleiche das Bild, das die Kamera aufnimmt, immer mit dem das mein Auge sieht. Die Helligkeit sollte übereinstimmen. Werden sie zu dunkel, gibt es Flächen die “absaufen” und nicht mehr zu erkennen sind. Gleiches bei einer zu hellen Einstellung: Dann “brennt” das Bild ab und es ist nur noch ein strukturloser weißer Fleck zu erkennen. Für den Anfang: Drehen Sie lieber ein klein wenig zu dunkel, als zu hell. Gegen weiße Flecke lässt sich absolut nichts mehr machen. Generell gilt: Fürs Drehen brauchen Sie Licht! Mehr ist immer besser! Schalten Sie alle Lampen an und drehen Sie mittags! Expertentipp: Für bessere Kameras: Gain abschalten, das ist digitale Nachbelichtung. Bessere Kameras haben eine “Zebra-Einstellung”, in der zu helle Bereiche des Bildes gestreift dargestellt werden. Hier gilt: die allerhellsten Punkte dürfen einen kleinen Fleck Zebra haben, ansonsten dürfen keine weißen Striche zu sehen sein. Brennweite und Fokus Gerne auch “Schärfe” oder “Zoom” genannt. “Die Schärfe ziehen” Sie immer als allerletztes. Wünschenswert wäre es, wenn ihre Kamera Fokusringe besitzt, an denen Sie herumdrehen können um heranzuzoomen und das Bild scharf zu machen. Sie wählen nun den Bildausschnitt (immer so nah wie es geht) den Sie drehen möchten und stellen den wichtigen Teil des Bildes (Gesicht) scharf. Die kleinen Cams machen das leider automatisch. Klingt vielleicht einfacher, nimmt Ihnen aber die Souveränität. Wichtig ist hierbei: Niemand interessiert sich z.B. für Ihre Hose oder Ihren Tisch. Drehen Sie das Wesentliche! Und lassen Sie die Finger vom Digitalzoom. Der wird nicht benutzt, niemals! Wenn Sie mehr sehen wollen, gehen Sie näher ran. Das ist immer besser als Zoom. Expertentipp: Lässt ihre Kamera das zu, ziehen Sie Schärfe wie folgt: Zoomen Sie an das Drehobjekt so nah ran wie es geht. Stellen Sie dann scharf. Zoomen Sie zurück in den gewählten Bildausschnitt: Bestes mögliches Ergebnis Tiefenschärfe Zum Schluss ein Stilelement, das “normale Bilder” zu “epischen Bildern” aufwertet. Sie kennen die Tiefenschärfe von der Kinoleinwand: Der Protagonist ist scharf, alles andere verschwimmt. Das ist ein Stilelement, in erster Linie dazu gedacht, den Fokus auf den wichtigen Teil des Bildes zu lenken. Je nach Kameraart sind unterschiedliche Ergebnisse möglich. Versuchen Sie aber immer so wenig Tiefenschärfe (soviel verschwommenen Hintergrund) wie möglich zu erzielen. Wie das geht: Blende so weit wie möglich auf. So weit wie möglich reinzoomen. So nah wie möglich an das Objekt herangehen. Hat Ihre Kamera einen “Shutter”, nutzen Sie ihn hierfür: Sie können die Blende noch weiter aufmachen. Etwas zu hell (es sollte aber nichts abbrennen) ist auch okay, das können Sie später abdunkeln. Das soll es erstmal für heute gewesen sein. Sie sehen: Hinterm “Videos-drehen” steckt ganz schön viel Theorie. Beim nächsten Mal gehts ums Schneiden der Videos und den ein oder anderen Tipp, wie Sie wirklich gute Videos drehen. © CC-Lizenz: https://en.wikipedia.org/wiki/File:Rivertree_thirds_md.gif Dreh-Tipps für Fortgeschrittene Im nächsten Abschnitt geht es um Videoschnitt, also das Zusammensetzen Ihres gedrehten Materials bis hin zum fertigen Film. Diesmal soll es zunächst um ein paar nützliche Tipps für das eigentliche Drehen gehen. Außerdem habe ich selbst die Kamera in die Hand genommen, und zwei der Tipps auf Film gebannt. Erstmal noch ein paar Tipps, damit Ihre Videos auch großartig aussehen und spannend sind. Nur zu wissen, wie eine Kamera funktioniert, reicht nicht aus um gute Videos zu drehen. Es lauern viele Stolperfallen und gerade als Anfänger tut man Dinge, über die man ein Jahr später nur den Kopf schüttelt. Tipps zum Drehen hochwertiger Videos Sie haben sich eine Kamera besorgt? Großartig! Jetzt lernen Sie ihre Funktionen, sodass Sie Sie im Schlaf bedienen können. Wenn Sie die Maschine innerhalb von 30 Sekunden mit allen wichtigen Einstellungen zum Laufen bringen, können Sie viel schneller mit der eigentlichen Arbeit loslegen. Drehen Sie außerhalb von einem festen Script, sollten Sie in der Lage sein schnell zu reagieren: Manche Dinge passieren nur einmal und dann wollen Sie die auch auf Film haben! Seien Sie immer vorbereitet: Wenn Sie auf eine Messe oder dergleichen fahren, haben Sie ihr Stativ dabei, einen weißen Zettel, ein externes Mikro und was Sie sonst zum Drehen benutzen wollen. Wo wir von Stativ sprechen: Benutzen Sie es. Immer! Jedem Zuschauer fallen schiefe Bilder auf und das wirkt unprofessionell. Licht ist das absolute Musthave aller Videos. Je mehr Licht Sie haben, desto besser. Standen Sie schon mal an einem Set oder auf einer Bühne? Es fühlt sich an als seien Sie in der Sahara um 12 Uhr mittags: Mehr Licht verbessert alle Ihre Aufnahmen. Auf Platz 2 kommt direkt der Ton. Am Ende läuft Ihr Video auf einem Laptop oder wird von Plastik-PC-Boxen abgespielt: Wenn das Original schon rauscht und knistert, hören 80 Prozent Ihrer Zuschauer nichts mehr. Denken Sie in Szenen. Das ist die beste Variante ein gutes Video herzustellen: Halten Sie einfach so drauf, beispielsweise bei einer Betriebsfeier, schalten Sie ab sobald es langweilig wird und drehen Sie eine neue Szene. Auch für gescriptete Videos gilt: Denken Sie in kurzen Szenen: Zulange das selbe Bild funktioniert nur in französischen Kunstfilmen, aber nicht im Internet. Lassen Sie das Gezoome und laufen Sie nicht umher. Wenn Sie etwas größer zeigen wollen, gehen Sie näher heran. Schauen Sie mal in das Video weiter unten, diese Variante sieht immer professioneller aus, als hakliges Rangezoome. Herumlaufen ist ebenfalls gefährlich: Das Bild wackelt, die Automatik verstellt andauernd das Bild: Die Aufnahmen sind im Eimer. Bleiben Sie besser an einer Stelle, während die Kamera läuft. Während der Dreharbeiten ist nicht etwa die Kamera Ihr wichtigster Ausrüstungsgegenstand, sondern Ihr Auge und Ihr Verstand. Viele Anfänger drücken immer erst den Record-Knopf und schauen dann, was sie auf ihrem Bildschirm sehen. Das hat zur Folge, dass Sie Ihren Speicher mit ganz vielen wertlosen Aufnahmen füllen und im schlechtesten Falle überhaupt nichts Verwertbares haben. Deswegen empfiehlt sich für jede Drehsituation folgender Ablauf: Look, Move, Point, Shoot, Stop. Zuerst schauen Sie sich die Situation an, dann gehen Sie in die Position von der Sie drehen wollen. Anschließend richten Sie ihre Kamera aus, drücken dann den Record-Knopf, drehen was Sie drehen wollen und beenden danach Ihre Aufnahme. Für die nächste Szene verfahren Sie genauso. Endlostakes sind sehr schwer zu ordnen, und am Schnittplatz zerschneiden Sie sie eh wieder in kleine Einzelteile. Eine Lektion, die ich persönlich jedes Mal wieder aufs Neue lernen muss: Halten Sie ihre Videos so kurz wie möglich. Im Internet ist die absolute Oberschmerzgrenze drei Minuten. Testen Sie sich selbst und schauen Sie mal irgendein Video. Achten Sie darauf, wann Ihre Gedanken abschweifen. Wahrscheinlich schon lange vor der Oberschmerzgrenze. Deswegen die Regel: Nehmen Sie die Videolänge, die Sie anpeilen und teilen Sie diese durch drei. Ich würde am liebsten immerzu 10-Minuten-Videos drehen, deswegen versuche ich so zu kürzen und zu planen, dass ich bei drei Minuten ankomme. Das Video unten lässt sich ganz locker auf drei Minuten planen, geworden ists am Ende eine. ;-) Achten Sie immer darauf, die hellste Lichtquelle (meistens die Sonne) hinter Ihrer Kamera zu haben. Ansonsten sehen Sie nämlich aus wie ein Flüchtling im Zeugenschutzprogramm. Die Kamera passt sich in der Automatikeinstellung immer an die Lichtverhältnisse an. Drehen Sie manuell (viel besser) führt zu viel Licht an der falschen Stelle dazu, dass die Dinge, die Sie drehen wollen zu dunkel sind. Die letzten zwei Tipps gibt es in meinem ersten Video für die Tutorials. Im nächsten Artikel zeige ich, wie ich dieses Video erstellt habe, aber genug der Worte: Jetzt drücken Sie auf Play. Videoschnittsoftware und Grundlagen des Videoschnitts Zwar können Sie jetzt richtig schicke Videos drehen, aber irgendwie müssen die ja noch auf YouTube kommen. Der Weg führt über ein Videoschnittprogramm, an dem Sie wie ein Hollywoodregisseur ihre gedrehten Aufnahmen kreativ zusammenbauen, sodass am Ende ein echter kleiner Film entsteht. Zum Abschluss stelle ich Ihnen die verschiedenen Schnittprogramme auf dem Markt und die Grundeinstellungen mit dem Schnittprogramm meiner Wahl: Magix Video Deluxe. Das Ganze sehen Sie in einem so genannten Screencast, also einem Video, bei dem Sie verfolgen können, was ich auf dem Bildschirm gerade so mache. Übrigens auch eine sehr gute Variante für den Einstieg! Die Software dafür heißt OBS.

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Technik

YouTube, was ist das eigentlich?


21.10.13 | Das Internet ist riesig und es existieren heutzutage fast grenzenlose Möglichkeiten. Dank einer davon können wir Videos zu jeder Zeit und nahezu jedem Thema schauen. Erste und beste Adresse dafür: Die Videoplattform YouTube. Zu finden ist sie im Netz unter . Einmal eingetaucht, lassen sich schnell viele Stunden in den Weiten der Videolandschaft verbringen. Musikvideos, Anleitungen, Lustiges, Katzen, Politik, Fernsehsendungen, Interviews und und und. Auf YouTube gibt es alles, was Sie schon immer mal sehen wollten. Und das völlig kostenlos. Das Portal ist längst kein Internetphänomen für Nerds mehr: Nach Google ist es die weltweit zweitgrößte Suchmaschine. Einige der “Youtuber”, also der Leute, die selbstständig Videos für das Portal erstellen, verdienen mehrere hunderttausend Euro im Monat und erreichen dabei höhere Reichweiten als eine normale Fernsehsendung. Ein Blick auf die Zahlen zeigt die gigantische Größe des Portals: YouTube existiert seit 2005 und gehört seit 2006 Google. Gekauft hat der Internetriese es für den stolzen Betrag von 1,3 Millarden Euro und das lange bevor es wirklich populär war. Heute gehen Schätzungen von einem Wert von 16 Milliarden Euro aus. YouTube lässt sich ganz frei aus dem englischen mit “Du sendest” übersetzen. Mittlerweile besuchen mehr Menschen die Seite im Monat, als Europa Einwohner hat. 72 Stunden neues Material werden pro Minute (!) hochgeladen und 450.000 Jahre Video im Monat angesehen. Wie funktioniert das eigentlich? Besuchen Sie die Startseite, erschlägt Sie erstmal eine Bilderflut. Davon dürfen Sie sich nicht abschrecken lassen, wenn Sie YouTube erstmal ein bisschen besser kennen gelernt haben, finden sich hier tolle Sachen. Das Wichtigste ist die Suchleiste oben auf der Seite. Probieren Sie es aus. Suchen Sie irgendetwas. Gute Optionen: Ihr Lieblingsinterpret, Ihr Lieblingsthema, geben Sie “Katze” ein, oder was Ihnen sonst noch einfällt. Ein Tipp: Probieren Sie ihre Suchbegriffe auch auf Englisch aus, die Ergebnisse werden sich vervielfältigen. Die Videos, die Sie geschaut haben, werden zum Teil von Unternehmen hochgeladen, zum großen Teil aber von Usern. Das ist der besondere Twist an Youtube: Jeder kann Fernsehen machen. Sie können einfach und schnell Ihre Videos hochladen und sie der Weltöffentlichkeit zeigen. Wie das geht, erkläre ich in den folgenden Artikeln. Ich habe beispielsweise soeben einen Liveauftritt der Band Killers in einer amerikanischen Talkshow geschaut: Hier finden sich zwei weitere Vorteile: Sie können sich bilden und erhalten Zugang zu Sendungen, die Sie sonst nie hätten sehen können und Sie können bequem an Events, wie Livekonzerten, teilnehmen, ohne selbst hinzufahren. YouTubes Möglichkeiten Die beste Voraussetzung, die Sie haben sollten: Sie verstehen Englisch. Aber auch die deutsche Gemeinschaft hat durchaus einige Größen vorzuweisen. Ich fasse zusammen: YouTube ist also ein Mix aus professionellen Angeboten und privaten Inhalten. Google selbst finanziert das Ganze durch Werbung und Verträge mit Unternehmen. Das funktioniert so gut, dass jeder private Youtuber, der genug Leute erreicht, selbst Werbung einblenden kann und direkt am Umsatz beteiligt wird. Der Unterschied zum klassischen Fernsehen ist, dass Sie selbst bestimmen, was zu welcher Zeit läuft und nicht der Sender. YouTube geht sogar einen Schritt weiter: Felix Baumgartners Sprung wurde komplett live übertragen. Sogar richtiges Fernsehen lässt sich heute über das Internet umsetzen. Ein gutes Beispiel sind Endausscheidungen des weltweit größten Onlinegames “League of Legends”. Schauen sie sich ruhig das Video an, die Professionalität kann allemal mit den üblichen Privatsendern mithalten: Wirklich mächtig als Fernsehportal wird YouTube mit einem eigenen Konto, also wenn Sie sich anmelden. Dann können Sie Ihren bevorzugten Kanälen folgen, den Auftritten einzelner Leute oder Unternehmen und werden über deren neuste Videos informiert. Im Laufe der Zeit entsteht so ihr persönliches Profil und die ehemals wuselige Startseite zeigt nun zielsicher Ergebnisse an, die Sie interessieren werden. YouTube taugt aber auch einfach zur Untermalung mit toller Musik. Schauen Sie mal hier vorbei: Alltagstauglich Für mich ist es mittlerweile zum Alltag geworden, bestimmte Dinge in YouTube Videos anzusehen. Wie paniere ich , wie gehe ich mit um, wie halte ich eine , solche Dinge finden Sie massenhaft im Videoportal. Zuletzt können Sie auch ihr eigener Fernsehsender werden. Mithilfe von Videos (und auch YouTube) lassen sich viel mehr Menschen erreichen, als durch einen einfachen Text. Generell gilt, das Internetuser lesefaul sind: Sie schauen lieber ein Video. Das kann man sich zu nutze machen und ich werde in den nächsten Wochen hier zeigen, wie das geht. Ich erstelle einen Kanal, konzipiere ein Video, zeige, wie man es einfach schneiden und sogar damit Geld verdienen kann. Wenn Sie wollen, verbringen Sie noch ein wenig Zeit im großen weiten YouTube und spüren Sie den Trends nach. Zum Abschluss eins der viralen Beispiele, also der Videos, die sich wie ein Virus durchs Netz verbreitet haben. Urheber ist die Telekom, die Werbung für sich selbst macht. Sowas geht nur mit YouTube:

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