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Videos im Netz – Die Alternativen zu YouTube


Von Affiliate Deals | 20.Juli 2015

YouTube ist der Branchenprimus. Jeden Tag generiert die Videoplattform Milliarden von Klicks. Zwar kämpft der jahrelang unangefochtene Marktführer immer mehr um seine Vormachtstellung, ist aber nach wie vor die erste Adresse für Videos im Netz. Aber immer mehr Konkurrenten schließen auf und versuchen mit cleveren Strategien die Lücken zu füllen, die YouTube lässt. Die wichtigsten wollen wir uns heute anschauen.

Dailymotion

Screenshot-Dailymotion© Dailymotion.com

Es gibt im Netz nur eine wirkliche Alternative zu YouTube und das ist Dailymotion. Die weltweit zweitgrößte Videoplattform gehört dem französischen Telekommunikationsanbieter Orange und kommt auf 300 Millionen Besucher im Monat. Die Plattform orientiert sich in vielen Punkten an YouTube: Das Layout ist ähnlich, es gibt professionelle Kanäle, Werbung läuft vor den Videos und das Portal bietet Livestreaming an.

Wirkliches Alleinstellungsmerkmal von Dailymotion ist in Deutschland aber folgendes: Wenn ihr ein Video nicht auf YouTube findet, dann ist es sehr sicher auf Dailymotion. Durch Deals mit der GEMA sind außerdem viele auf YouTube gesperrte Musikvideos verfügbar. Das französische Webportal hat ebenfalls eine recht lockere Politik was Erotikinhalte angeht.

Ihr könnt auf Dailymotion genauso Videos hochladen, wie auf YouTube, aber es ist nicht möglich, damit Geld zu verdienen. Reichweite ist also das einzige, was das Portal Regisseuren bietet, als Nutzer lohnt sich aber das Stöbern, gerade wenn ihr gerne Musik schaut.

MyVideo

Screenshot-MyVideo© MyVideo.com

MyVideo nimmt eine gewisse Sonderstellung ein. Das Videoportal gehört mittlerweile komplett zu Pro7/Sat.1, was besondere Möglichkeiten bietet. Der Fernsehsender benutzt MyVideo als eine Art verlängerten Arm ins Internet: Komplette (aktuelle) Serien und Filme sind frei verfügbar und werden, wie im Fernsehen üblich, nur hin und wieder von Werbeeinblendungen unterbrochen.

Pro7/Sat.1 bespielt die Plattform außerdem mit eigenen Formaten, die speziell auf die Webcommunity zugeschnitten werden. Mit diesen exklusiven Angeboten wird MyVideo zur “größten deutschen” Videoplattform mit monatlich 10 Millionen Besuchern.

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Vimeo ist der nächste Bewerber, der eine Nische bedient: Es ist das sympathischste Netzwerk und kümmert sich nach eigener Aussage vor allem um seine Content Creators. Vimeo hat sich über die Jahre zum Portal für hochwertige Produktionen junger Regisseure entwickelt. Hier fehlen die lauten Blogs, How-Tos und Comedyvideos, stattdessen findet ihr hier zeitgenössische, zum Teil auch mit Preisen ausgezeichnete, Kurzfilme.

Vimeo positioniert sich offensiv als “Anti-Portal” zu YouTube: Die Filmemacher im Blick, 90% der Erlöse für die Macher, die Möglichkeit eigene Videos zu verkaufen.

Vimeo hat 170 Millionen monatliche Besucher und hat ein besonderes Bezahlmodell, das Werbung überflüssig macht: Die Content Creators selbst erwerben Mitgliedschaften, die ihnen bestimmte Freiheiten garantieren, wie mehr Speicherplatz oder die Möglichkeit Filme zu verkaufen. Das Portal unterhält einen eigenen Kanal, in dem besondere Meisterwerke vorgestellt werden: Für einen Eindruck von Vimeo hier klicken. Dieser größte Kanal des Portals hat 180.000 Abonnenten, was auf YouTube nicht einmal zum Leben reichen würde.

Andere

Neben den bereits genannten, gibt es noch diverse andere Nischenseiten:

Tape.tv und Vevo zeigen zum Beispiel ausschließlich Musikvideos.

Twitch.tv gehört zu Amazon und ist die Adresse der Gamer-Community, wo User die Möglichkeit haben, live beim Gamen anderer zuzusehen.

vine.co ist ein sehr populäres “Twitter für Videos”: Der Nutzer darf maximal 6 Sekunden lange Videos hochladen. Ein spannender grafischer Vergleich zwischen Vimeo und Vine findet sich hier.

Jedes der Portale hat einen ausreichend großen Erfolg um zu überleben. Zuletzt ist noch Facebook zu nennen, das sogar unlängst einen weiteren Angriff auf YouTube begonnen hat. Das soziale Netzwerk schlägt YouTube bereits immer wieder in der Zahl der täglichen Videoaufrufe (4 Milliarden nach eigenen Angaben) und hat gerade bekannt gegeben, Content Ersteller Schritt für Schritt an den Werbeerlösen beteiligen zu wollen.

Damit wird Facebook attraktiv für Profis, die ihren Lebensunterhalt mit Videos verdienen.

Fazit

YouTube bleibt, wenn man Facebooks Ambitionen außen vor lässt, der unangefochtene Spitzenreiter. In Deutschland kam Dailymotion 2014 auf eine prozentuale Reichtweite von 6 Prozent. Das ist neben YouTubes 53 Prozent mickrig. Trotz der übermächtigen Größe haben sich die Konkurrenten YouTubes auf ein Niveau begeben, auf dem sie spannende Nischen besetzen. Serien, Kurzfilme, Musikvideos – All das was YouTube nicht abdecken kann oder will, findet ihr gebündelt auf den vorgestellten Seiten. Wer Geld mit Videos verdienen möchte, ist offenbar aber auf YouTube festgelegt. Keine andere Seite bietet so schnell und so einfach ein Vergütungsmodell an. Es sei denn ihr seid Kurzfilm-Preisträger.