Mobile first – Desktop second? Das steckt hinter dem neuen Index-Prozess von Google

Mobile first – Desktop second? Das steckt hinter dem neuen Index-Prozess von Google

Der Startschuss für die Umstellung der Analysekriterien Googles fiel bereits vor einiger Zeit – Mobile First lautet nun die Devise. Hierbei wird der Mobile Index die bisherige Desktop-Version ablösen. Konkret bedeutet das: Künftig ist die mobile Version einer Website wichtiger denn je, denn sie wird ausschlaggebend für die Ermittlung des Google-Rankings sein. So langsam wird dieser Umbruch greifbar: Immer mehr Webseiteninhaber folgen dem Aufruf Googles und rüsten die mobile Version ihrer Seite auf.

Was Ihr tun könnt, um bei „Mobile First“ mitzuhalten, erfahrt Ihr bei uns.

Das Umrüsten hat begonnen

Bereits vor über einem Jahr kündigte Google an, den Fokus bei der Ermittlung von Rankings von der bisher genutzten Desktop-Version einer Website nun auf die mobile Version zu verschieben. Damit reagiert das Unternehmen auf den permanenten Anstieg der Google-Suche über mobile Endgeräte. Doch dieser Umbruch bringt nicht nur Herausforderungen für die zahlreichen Webseitenbesitzer mit sich. Auch Google musste den ursprünglichen Starttermin für den Indexing-Prozess bereits um ein Jahr nach hinten verschieben. Ein genaues Datum, wann die Umstellung beendet sein wird, ist bis dato noch unklar. Sicher ist nur, dass die Suchmaschine bereits begonnen hat, erste Websites nach den neuen Kriterien zu analysieren und zu beurteilen.

Wertvolle Tipps

Der Indexing-Prozess Googles wird früher oder später jeden treffen. Damit Ihr bestens vorbereitet seid, haben wir Euch ein paar hilfreiche Tipps zusammengestellt:

 

1. Keine Panik!

Google beginnt zwar nach und nach, auf Mobile-First-Crawling umzustellen, jedoch geschieht das sehr langsam. Des Weiteren achtet das Unternehmen darauf, vorwiegend diejenigen Seiten unter den neuen Kriterien zu betrachten, welche bereits „ready“ sind. Demnach werden Websites, die noch nicht auf mobil optimiert sind, erst einmal außen vor gelassen. Hierbei orientiert sich Google vor allem an der Search Console.

 

2. Mobile Seite in der Google Search Console registrieren

Die Search Console von Google ist ein Analysetool, welches Webseitenbetreiber bei der Suchmaschinenoptimierung unterstützen soll. Darüber hinaus nutzt Google das Tool, um die Webseiten zu analysieren. Durch die Funktion, mobile Versionen der Webseite in der Search Console eintragen zu können, wird Google die Möglichkeit gegeben, diese Daten zu erfassen und in die Analyse mit aufzunehmen. Das Eintragen der mobilen Version ist allen Webseitenbesitzern also dringend zu empfehlen, um Google ihre Existenz zu übermitteln und so sicherzugehen, dass sie beim Ranking berücksichtigt wird.

Wichtig: Wer eine Seite mit responsivem Layout besitzt, braucht diesen Schritt nicht zu tun.

 

3. Webseiten mit responsivem Layout

Bei einem responsiven Layout sind alle Inhalte und Quelltexte sowohl in der Desktop- als auch in der mobilen Version identisch. Der große Vorteil: Google hat es so leichter, für beide Ansichten dieselben Inhalte zu interpretieren, sodass ein Umstieg auf „Mobile-First“ keine negativen Auswirkungen haben wird.

 

4. Die Benutzerfreundlichkeit prüfen

Viele Seiten sind vor allem im mobilen Bereich hinsichtlich ihrer Benutzerfreundlichkeit noch immer ausbaufähig. Lange Ladezeiten, verschobene Inhalte oder unpassende Layouts stoßen nicht nur bei Usern auf negative Resonanz. Auch Google wird in der kommenden Zeit aufgrund des Indexing-Prozesses verstärkt auf solche Unstimmigkeiten achten. Daher ist es höchste Zeit, Mängel zu beseitigen und vor allem die mobile Version zu optimieren.

 

5. Strukturierte Daten sind das A und O

Als Markup wird die maschinenlesbare Auszeichnungssprache für die Gliederung und Formatierung von Texten und anderen Daten bezeichnet. Das bekannteste Beispiel hierfür ist HTML. Dieses Markup ist gerade auf vielen mobilen Websites noch immer unstrukturiert und teils unpassend. Seiteninhaber sollten das Markup sowohl im mobilen als auch im Desktop-Bereich überprüfen und gegebenenfalls anpassen, sodass es eine einheitliche Struktur vorweist. Das gilt für alle Seiten per se, aber auch zwischen mobil und Desktop sollte eine Einheit bestehen. So kann Google den Content besser und schneller erfassen, was wiederum zum Ranking beiträgt.

 

6. Die Meta-Daten

Nicht außer Acht zu lassen sind auch die Meta-Daten. Hierbei ist es unerlässlich, dass sich die Meta-Daten sowohl in der mobilen als auch in der Desktop-Variante nicht unterscheiden. Jeder Webseitenbesitzer sollte dies umgehend überprüfen.

 

… und der Desktop-Index?

 

Laut eigenen Aussagen wird der Konzernriese Google den Desktop-Index nicht gänzlich verschwinden lassen. Es wird jedoch ausdrücklich betont, dass er bei weitem nicht mehr so viel Beachtung bekommen wird, wie die mobile Version. Künftig wird Google also nicht mehr schauen, ob es zu der Desktop-Version auch eine mobile Version gibt, sondern andersherum. Diese Machtverschiebung schafft die Pflicht, sich (wenn man es nicht längst schon getan hat) mit Mobile SEO auseinander zu setzen, auch wenn die meisten Umsätze der Website über die Desktop-Version herbeigeführt werden.

Fazit und Ausblick

„Mobile First“ ist ein Ausdruck, der so manchem Webseitnbesitzer schlaflose Nächte bereitet. Doch keine Panik! Die Umstellung von Desktop auf Mobile ist kein Massensprint. Google nimmt Rücksicht auf diejenigen, die ihre Seite noch nicht auf ein „mobile-friendly“ Level gebracht haben. Dennoch ist es unabdingbar, sich in der nächsten Zeit mit diesem Thema zu beschäftigen. Denn auch wenn es sich bei der Verschiebung zwischen Desktop und Mobile um einen langwierigen Prozess handelt: Fakt ist, dass der Mobile-First-Index kommen wird. Jeder Webseitenbetreibende sollte dementsprechend vorbereitet sein, um diesen Prozess ohne größere Verluste des Google-Rankings zu überstehen.

Der Effektivität halber empfehlen wir, auf ein responsives Design zu setzen. Wir sind uns sicher: Der Indexing-Prozess von Google ist erst der Anfang. Statistiken zeigen, dass bereits über 50 Prozent der Suchanfragen bei Google über mobile Endgeräte erfolgen – Tendenz steigend. Google hat den Trend erkannt: Mit unseren Tipps folgt auch Ihr dem Beispiel Googles und setzt Eure Prioritäten an den richtigen (mobilen) Stellen.

Categories: Affiliate News, SEO News

Über den Autor

Lena Rymkiewitsch

Lena Rymkiewitsch

Lena studiert Cross-Media in Hamburg und schreibt seit 2018 für die Affiliate Deals Online Redaktion. Schon früh hegte sie großes Interesse an journalistischen Tätigkeiten. Hierbei begeistert sie sich vor allem für alle Themen rund ums Online-Marketing. Außerdem gehören Sport, Kinobesuche und gutes Essen zu Lenas Leidenschaften.

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