“Nicht sicher”: Chrome warnt verstärkt vor HTTP-Verbindungen

“Nicht sicher”: Chrome warnt verstärkt vor HTTP-Verbindungen

Seit dem 24.07 gibt es eine neue Google Chrome Version. Diese warnt Nutzer nun verstärkt vor Webseiten mit unverschlüsselten HTTP-Verbindungen. Für viele Seitenbetreiber kann das böse Konsequenzen haben.

Der Schritt kommt nicht überraschend: Schon lange war angekündigt, dass Google Chrome noch deutlicher vor unsicheren HTTP-Verbindungen warnen möchte. Seit der Version 68 wird nun, anstatt eines kleinen “i” in einem Kreis, deutlich sichtbar mit einem “Nicht sicher” vor den Gefahren einer ungesicherten Website gewarnt.

Google Chrome zeigt sichere Webseiten in grün und mit der Beschriftung “Sicher” an.

Obwohl ein Großteil der Internetseiten schon auf HTTPS umgestellt hat, gibt es nach wie vor eine Reihe von Webseiten ohne den Schutz einer Verschlüsselung. Vor allem Seiten aus China verzichten aktuell auf den Umstieg zu einer gesicherten HTTPS-Version.

 

Über Schwierigkeiten bei der Umstellung klagen vor allem Webmaster von kleineren Webseiten. Doch nicht nur sie haben mit dem Umstieg auf HTTPS zu kämpfen: Auch große Webseitenbetreiber, wie spiegel.de, faz.net und computerbild.de sind noch nicht mit einer sicheren HTTPS-Verbindung ausgestattet und bekommen das unübersehbare “Nicht sicher” Warn-Etikett in ihrer Adresszeile auferlegt.

Das steckt hinter HTTPS

Das “Hypertext Transfer Protocol Secure” (kurz: HTTPS) steht übersetzt für „sicheres Hypertext-Übertragungsprotokoll“ und ist die verschlüsselte Version des HTTP-Protokolls. Es sorgt dafür, dass die Verbindungen zwischen Nutzer und Server verschlüsselt und somit sicherer für den User werden. So sind die Daten vor dem Mitschneiden auf dem Transportweg geschützt. Das HTTPS-Zertifikat verifiziert die Identität des Servers.

HTTPS soll zum Standard werden

Bereits seit 2014 gilt die HTTPS-Verschlüsselung als ein Qualitätsmerkmal für das sichere Surfen im Netz. Im Januar diesen Jahres begann Chrome, vor der Eingabe von Passwörtern auf unverschlüsselten Websites zu warnen. Mit der neuen Version und dem unübersehbaren “Nicht sicher” in der Adresszeile, wird die Warnung vor ungesicherten Webseiten weiter verstärkt. Chrome 70 soll laut Google noch einen Schritt weiter gehen. Als unsicher eingestufte Webseiten sollen mit einem Warnsymbol und einem roten Warnhinweis versehen werden. Zukünftig  sollen auch die “grünen Schlösser” bei HTTPS-Verbindungen wegfallen. Die Idee dahinter: HTTPS soll zum Standard werden, lediglich vor unsicheren HTTP-Verbindungen wird gewarnt.

Fazit

Es gibt immer weniger Gründe, die gegen eine Umstellung auf HTTPS sprechen. Wer bislang unschlüssig war, den sollte spätestens die neue Google Chrome Version und die damit einhergehenden verschärften Warnungen überzeugt haben. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an nützlichen Anleitungen und Tools, die einen auf dem Weg zur sicheren HTTPS-Verbindung unterstützen. Ein Tool, das bei der Überprüfung der SSL-Umstellung helfen kann, ist beispielsweise Site Audit von SEMrush. Webseitenbesitzer erhalten Zertifikate mittels Let’s Encrypt kostenlos und seriöse Webhosting-Anbieter bieten HTTPS-Verbindungen standardmäßig mit an.

Über den Autor

Lena Rymkiewitsch

Lena Rymkiewitsch

Lena studiert Cross-Media in Hamburg und schreibt seit 2018 für die Affiliate Deals Online Redaktion. Schon früh hegte sie großes Interesse an journalistischen Tätigkeiten. Hierbei begeistert sie sich vor allem für alle Themen rund ums Online-Marketing. Außerdem gehören Sport, Kinobesuche und gutes Essen zu Lenas Leidenschaften.

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