Umschwung im Online-Marketing – Sind Affiliates vom Börsenkurs der Tech-Giganten abhängig?

Umschwung im Online-Marketing – Sind Affiliates vom Börsenkurs der Tech-Giganten abhängig?

Seit dem Sommer 2018 befinden sich die Aktien der Tech-Giganten Amazon, Apple und Co. nach einem jahrelangen Aufstieg nun im Sinkflug. Mitte November kam dann das nächste Tief: Die US-Wirtschaftszeitung Wall Street Journal meldete, dass Apple die Produktionsaufträge für die beiden neuen iPhone-Modelle XS und XS Max gesenkt habe. Das wiederum führte dazu, dass zahlreiche Investoren ihre Aktien verkauften – und andere Tech-Giganten gleich mit in den Abgrund zogen.

Absturz der Tech-Giganten. Quelle: Spiegel Online

Mit den FAANG-Aktien steht und fällt die Wall Street

Facebook, Apple, Amazon, Netflix und Google – besser bekannt als die FAANG-Aktien – dominieren die Wall Street. Im Sommer 2018 brachte sie es zusammen auf einen Börsenwert von rund einer Billion US-Dollar und waren damit einzeln so wertvoll, wie die 15 größten deutschen Dax-Unternehmen zusammen. Doch was passiert, wenn die FAANG-Aktien weiter an Wert verlieren? Und könnte sich das auch negativ auf das Affiliate Marketing auswirken? Wir sind dem Ganzen auf den Grund gegangen.

Facebook

Aktuell hat Facebook mit einer Vielzahl an Problemen zu kämpfen. Da wären zum Einen die Datenschutz-Skandale, die einfach kein Ende zu nehmen scheinen. Auch oder gerade deshalb verzeichnete das Soziale Netzwerk einen stetigen Rückgang der Nutzerzahlen. Hackerangriff, Uneinigkeiten in der Führungsetage – die Liste ist schier endlos.

Trotz sinkender Nutzerzahlen ist Facebook weiterhin eine wichtige Plattform für Affiliates. Hier kann Kontakt mit der Community gehalten werden und Werbeanzeigen sorgen für zusätzliche Klicks. Sollten die Aktien weiter an Wert und Facebook weiterhin User verlieren, könnte sich das auch auf Facebook als beliebte Affiliate-Plattform auswirken.

Apple

Wie bereits erwähnt, verkauften sich die Smartphone-Modelle iPhone XS und XS Max nicht in der Menge, wie zuvor erwartet. Die Nachfrage nach Geräten von Apple verlaufen allgemein eher schleppend. Das hatte den Rückgang des Aktienwerts zur Folge.

Apple bietet ein eigenes Affiliate-Programm an und zählt im 4. Quartal  (trotz aktuell abgeschwächten Absatzzahlen) noch immer 46 Millionen verkaufte iPhones. Affiliates müssen sich hier vorerst also keine Sorgen machen: Apple-Produkte sind beim Endkunden weiterhin beliebt.

Amazon

Mitgehangen, mitgefangen: Die FAANG-Papiere werden von vielen Aktienfonds zusammengefasst – sinkt der eine Gigant, sinken alle. Dieses Schicksal blüht nun auch Amazon. Verzeichneten die Aktien einige Monate zuvor noch Höchstwerte, können Investoren von dieser Summe aktuell nur träumen.

Amazon ist für Affiliates vor allem als Marketer interessant. Die riesige Produktauswahl macht den Onlineversandhändler zu einem echten Allrounder. Egal ob man einen Garten- oder Beauty-Blog betreibt, Amazon hat für jeden Nutzer passende Produkte. Affiliates haben hier wenig zu befürchten. Auch wenn Amazons Wert gesunken ist, spielt das Unternehmen noch immer ganz oben mit. Amazon bleibt ein starkes Partnerprogramm.

Netflix

Auch Netflix steckt in einem Tief. Der Streamingdienst konnte nicht so viele neue Abonnenten gewinnen, wie es sich viele Investoren anscheinend erhofft hatten.

Der Streamingdienst hat es zu einer unglaublichen (Online-)Präsenz gebracht. Netflix begann mit 30 Mitarbeitern als Online-DVD-Vermietung und zählt heute zu den Technik-Giganten. Es ist allerdings fraglich, inwiefern sich die Verluste an der Börse auch auf Netflix treue Kundschaft auswirken werden.

Google

Alphabet-Tochter Google hat keine aktiven Krisen zu verzeichnen, aber fällt gleich mehreren Negativfaktoren zum Opfer. Zum einen ist die Risikobereitschaft der Investoren gesunken. Das liegt vor allem daran, dass man nicht mehr an den “Endlos-Boom” der Giganten glaubt und lieber einen Gang zurückschraubt. Zum anderen übernimmt das chinesische Google-Pendant Baidu langsam aber sicher erste Schritte in Richtung Westen, was Google-Investoren ebenfalls abbremsen könnte.

Google als Unternehmen sowie dessen Börsenwert haben keinen direkten Einfluss auf Affiliates. Google bietet weder ein Partnerprogramm, noch eine Affiliate Marketing Plattform an.

Fazit

Der Rückgang der FAANG-Aktien könnte jedoch auch zu einem allgemeinen Umschwung führen. Denn der Verlust auf der einen Seite bringt auch meist einen Gewinn auf der anderen Seite mit sich. Je “kleiner” die Tech-Giganten werden, desto mehr Chancen haben andere Unternehmen, sich am Markt zu etablieren und starke Marken aufzubauen. Es bleibt nur zu hoffen, dass diese dann auch im Affiliate Marketing Bereich anzutreffen sind und ein paar tolle Partnerprogramme mit sich bringen. Affiliates sind nur bedingt vom Börsenkurs der Tech-Giganten abhängig. Die größte Rolle spielt Facebook, da das Unternehmen Affiliates bislang eine zuverlässige Plattform lieferte. Doch Datenskandale und Hackerangriffe haben zur Folge, dass sich immer mehr User abwenden. Das kann früher oder später auch Affiliates treffen, weshalb sie sich unbedingt nach Alternativen zum Bewerben ihrer Partnerprogramme umschauen sollten.

Categories: Affiliate News

Über den Autor

Lena Rymkiewitsch

Lena Rymkiewitsch

Lena schreibt seit 2018 für die Affiliate Deals Online Redaktion. Schon früh hegte sie großes Interesse an journalistischen Tätigkeiten. Hierbei begeistert sie sich vor allem für alle Themen rund ums Online-Marketing. Außerdem gehören Sport, Kinobesuche und gutes Essen zu Lenas Leidenschaften.