Lexikon

Cookie


Definition

Bei Cookies handelt es sich um kleine Textdateien, die bei dem Besuch einer Webseite lokal auf dem Rechner oder einem anderen Endgerät des Users gespeichert werden. Diese Dateien beinhalten Informationen über den Webseitenbesuch und das Surfverhalten eines Users.

Funktionsweise

Cookies tracken beispielsweise die Verweildauer, die aufgerufenen Unterseiten oder die Eingabe eines Suchbegriffs. Die Laufzeit des Cookie-Trackings ist vom Advertiser bzw. Marketer vordefiniert und beträgt in der Regel 30 – 60 Tage. Cookie-Tracking bringt den großen Vorteil mit sich, dass dem Affiliate bzw. Publisher die Transaktionen auch zu einem späteren Zeitpunkt zugeordnet werden können. Dies ist wichtig, da die meisten Käufe von wiederkehrenden Webseiten-Besuchern gemacht werden und keine Spontankäufe sind.

Die Möglichkeit, Cookies aus dem Browser zu löschen und im “Inkognito-Modus” zu surfen sind hingegen ein Problem und bringt große Nachteile mit sich, denn in diesem Fall ist kein Cookie-Tracking möglich.

Cookies und Datenschutz

Spätestens seit der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die bereits 2016 in Kraft trat und seit Mai 2018 bedingungslos anzuwenden ist, muss die Verwendung von Cookies klar gekennzeichnet werden. Das alleine reicht aber nicht: Das Auslesen der Daten bedarf einer expliziten Zustimmung der Besucher. Deshalb taucht ein Hinweis über die Verwendung oft als Banner am oberen oder unteren Bildschirmrand auf. Einige Webseiten gestalten den Hinweis auch in Form eines Overlays. Mittlerweile wird den Usern oftmals ein Cookie-Hinweis-Banner inklusive Opt-Out Möglichkeit geboten. Die jüngst geplante E-Privacy-Verordnung könnte das Cookie-Konstrukt jedoch weiter ins Wanken bringen. Demnach könnte künftig für den Einsatz von Third-Party-Cookies und mobilen IDs ein ausdrückliches Opt-in der Nutzer notwendig werden - was viele nicht geben werden.

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