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Gezielte Werbung durch Selfies


Von Affiliate Deals | 18.August 2014

Dass sich im Internet alles in rasender Geschwindigkeit entwickelt, ist keine Neuigkeit. Das zeigt nicht zuletzt die Verwendung und Verbreitung von Fotos auf sozialen Netzwerken. Bis 2009 war das Limit für ein Fotoalbum auf Facebook noch auf 60 Bilder beschränkt. Laut Business Insider werden nunmehr rund 1,8 Milliarden Fotos pro Tag auf Plattformen wie Instagram, Flickr, Snapchat, Facebook und Whatsapp hochgeladen. Viele dieser Bilder sind offensichtlich Selfies.

Der Begriff “Selfie” wird als eine Art Selbstporträt aufgefasst, das mit einem Smartphone oder einer Digital- oder Handykamera von eigener Hand aufgenommen wurde. Selfies bilden eine oder mehrere Personen ab und werden mit einer auf Armeslänge gehaltenen oder auf das eigene Spiegelbild gerichteten Kamera gemacht. 2002 soll das Wort zum ersten Mal in einem australischen Internet-Forum benutzt worden sein. Wirklich bedeutend wurde der Ausdruck aber erst einige Jahre später. 2013 wurde es vom Oxford English Dictionary zum “Wort des Jahres” erklärt und bei der Oscarverleihung 2014 wurde das Gruppenselfie von Ellen DeGeneres mit Jennifer Lawrence, Meryl Streep, Julia Roberts, Channing Tatum, Angelina Jolie, Bradley Cooper, Brad Pitt, Kevin Spacey, Jared Leto und Lupita Nyong’o zum bisher am häufigsten retweeteten Foto aller Zeiten.

Aber auch der Otto Normalverbraucher und versierte Internetnutzer greift immer häufiger auf dieses Mittel der Selbstdarstellung zurück. Durch Selfies können Menschen ihren Freunden auf sozialen Netzwerken zeigen, wo sie sich gerade befinden, was sie tun und mit wem sie es tun.

Auch die Werbebranche hat den Durchbruch des Selfies für sich entdeckt und will die Selbstporträts in Zukunft für gezielte Werbung nutzen. So könnten beispielsweise jemandem, der gern Selfies von sich auf Reisen in fernen Ländern schießt, attraktive Urlaubsangebote gemacht werden. User sind sich dabei oft gar nicht bewusst, dass sich auf ihren Bildern eine Vielzahl an Informationen befindet, die Werbetreibende gern aufschnappen und auswerten. Unternehmen können herausfinden, wie Kunden ihre Produkte verwenden und wie oft Fotos der eigenen Marke gepostet werden. So ist auch ein Vergleich mit Konkurrenten möglich.

Die Technologie der Bilderkennung ist noch nicht ganz ausgereift. Bis jetzt sind Werbetreibende noch auf Hashtags unter den jeweiligen Bildern angewiesen, die die Fotos auffindbar machen und möglicherweise Rückschlüsse auf eigene Produkte geben. Auch der Aufnahmeort kann für Unternehmen sehr interessant sein. Experten feilen aber schon daran, neue Möglichkeiten für die Werbebranche zu entwickeln.