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Visuelle Suche bei Pinterest - Interessante Möglichkeiten für Publisher


Von Affiliate Deals | 04.September 2017

Pinterest zeigt mit seinen “Visual Search” Features, wie eine Suche ganz ohne Keywords aussehen kann. Kürzlich hat das Team einige der neuen Funktionen im Blog kommentiert, die sich auch für Advertiser hervorragend eignen.

Im Laufe der Evolution hat sich unsere Wahrnehmung der Welt von Gerüchen und Lauten immer mehr hin zu visuellen Eindrücken verschoben. Kaum ein Säugetier nutzt seine Augen im Vergleich zu anderen Sinnesorganen so häufig, wie wir Menschen, und kaum ein anderes Tier kann mit nur einem kurzen Blick derartig viele Informationen aufnehmen und auswerten.

Denn nicht nur unsere Augen selbst haben sich über Generationen zu den fein kalibrierten Werkzeugen entwickelt, die sie sind – auch der Bereich, der für die Verarbeitung von visuellen Daten zuständig ist, nimmt einen nicht unerheblichen Teil unseres Gehirns ein. So können nicht nur viele Informationen gleichzeitig verarbeitet werden, dies geschieht auch extrem schnell – der berühmte, erste Eindruck.

Im Bruchteil einer Sekunde werden Farben, Formen, Größen und deren Verhältnis zueinander analysiert und mit persönlichen Erfahrungen und Vorlieben abgeglichen. Ob potentieller Partner, ein neues Paar Sneakers oder ein Stück Sahnetorte – die Entscheidung, ob einem das Gesehene zusagt, passiert instantan und zum größten Teil unbewusst.

Schnell und intuitiv – Instant Ideen

Wie eine Suchfunktion aussehen kann, die sich all diese Erkenntnisse zunutze macht und den visuellen Aspekt nicht nur hervorhebt, sondern ganz klar in den Mittelpunkt der “Discovery” stellt, zeigt Pinterest mit seinen “Ideen”. Hier kann der Nutzer sich von Post zu Post hangeln, ohne auch nur ein einziges Mal ein Keyword anzuklicken, geschweige denn selber eines einzugeben. Die gesamte Suche entwickelt sich entlang visueller Queues wie Farbe, Form oder auch den abgebildeten Gegenständen.

Diese schnelle und sehr intuitive Art der Suche erlaubt Pinterest, den persönlichen Feed anders zu gestalten, als man es z.B. von Facebook oder Twitter kennt. Zwar werden auch hier die gezeigten Posts anhand persönlicher Vorlieben ausgewählt, allerdings verläuft ein Großteil dieser Individualisierung völlig ohne Keywords oder andere Suchbegriffe.

Anfang Februar stellte Pinterest im Company Blog einige, neue Funktionen vor, von denen die meisten mittlerweile auch in Deutschland genutzt werden können. Das erste dieser Features waren die “Instant Ideen”, bei denen der persönliche Start-Feed in Echtzeit an die Interessen der Nutzer angepasst wird.

Im Blog heisst es dazu:

Ab heute werden unsere Nutzer Instant Ideen in ihrem Start-Feed auf Pinterest sehen können. Wenn man eine Idee entdeckt, die man interessant findet, tippt man einfach auf den Kreis, der auf dem Pin erscheint, um sofort weitere ähnliche Ideen zu erkunden. Man kann zum Beispiel den Kreis auf einem Pin mit einem grünen Samtsofa anklicken, um vergleichbare Sofa-Ideen zu erhalten, oder ein Pizzarezept für weitere Rezepte.

pinterest-visuelle-suche

Die neuen Ideen erscheinen direkt im Start-Feed, so dass sich dieser immer wieder wandelt und an das anpasst, was euch gerade interessiert – ohne, dass ihr euch irgendwo durchklicken müsst. Und im Hintergrund wird euer Start-Feed immer weiter auf euch persönlich zugeschnitten, um euch in Echtzeit die besten Ideen zu zeigen, die bei Nutzern beliebt sind.

Der Launch der “Instant Ideen” war der Ausgangspunkt für eine ganze Reihe von Änderungen, welche die Plattform auch für potentielle Advertiser bzw Publisher attraktiv macht.

Kamera, Zoom, Shopping

Neben den “Instant Ideen” wurden im selben Artikel Anfang Februar einige Updates angekündigt, von denen die meisten mittlerweile auch in Deutschland genutzt werden können. Neben der erst im August eingeführten Zoom-Funktion, waren es vor allem zwei Features, die es Advertisern und Publishern gleichermaßen angetan haben: Die Kamera-Suche und “Shop the Look”.

Ersteres erlaubt Nutzern neue Ideen nicht mehr nur in den Posts anderer Nutzer zu finden, sondern auch in der echten Welt. Die App kann Objekte im Bild erkennen und anhand von persönlichen Vorlieben (siehe oben) passende Vorschläge unterbreiten. So wird ein Schaufensterbummel oder Spaziergang im Park gleich viel spannender.

Wirklich interessant wird es aber beim zweiten Punkt: “Shop the look”. Dieses verwendet die gleiche Objekt-Erkennung und kann dem User gleich ganze Outfits oder Einrichtungen vorschlagen, die im Bild zu sehen sind. “Vorschläge” bedeutet hier: konkrete Produktempfehlungen, die dann auch direkt aus der App heraus gekauft und bezahlt werden können. So wird aus der visuellen Suche sehr schnell auch “visuelles Marketing”, wenn man Bildergalerien und die dort gezeigten Produkte geschickt mit den eigenen Affiliate-Aktivitäten verbindet.

Fazit

Seit der Ankündigung oben sind gute sechs Monate vergangen und die erst jetzt im August vorgestellten Nutzungszahlen beweisen, dass Pinterest sich hier ganz klar auf dem richtigen Weg befindet. Die “visuelle Suche” hat sowohl bei den Usern, als auch bei den Suchanfragen an sich stark zugelegt. Letztere stiegen im Laufe des letzten Jahres um ganze 60%, während die Zahl der Pinterest-User, die bereits die Funktion genutzt haben, sogar um 70% gestiegen ist – nicht zuletzt dank der erst kürzlich eingeführten Verbesserungen.

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